Vom Spielen mit Spulen und anhaltenden Autos

blog.michael-floesse..de__header_platineKurz vorweg für die Nicht-Modellbahner, sonst gibt’s wieder Gemecker ;-) :

Bei der aktuell wahrscheinlich gängigsten Technik mit fahrenden PKW und LKW auf Modellbahnen, werden diese durch ein Magnetfeld in der Straße gestoppt, welches ein im Wagen montiertes, magnetempfindliches Bauteil ansteuert. In der Regel ein Reedschalter im Auto und ein Elektromagnet in der Straße. Das mal ganz grob umrissen, es gibt durchaus noch weitere Variationen.

Zum Thema:

Seit ich begonnen habe, über die Testanlage zu berichten, kommen verstärkt Fragen zum Car System, speziell zum Stoppen und starten mit Spulen. Ich will mich jetzt nicht groß um Henry und Gauß kümmern, eher um „geht und geht nicht“. Die Spulen werden mit Gleichspannung betrieben, sind als Stoppstelle also eher ohmsche Last. Stromaufnahmen habe ich mit ca. 16V Spannung bisher bei maximal 180mA und minimal 60mA unter zuverlässiger Funktion erlebt, die Grenzen sind wahrscheinlich da noch nicht erreicht. Je nach Spulentyp sind im Schaltmoment allerdings schon erhebliche Induktionen vorgekommen, Freilaufdioden und Stützkondesatoren sind in der Steuerelektronik mit Sorgfalt zu betrachten. Es ist sehr vieles möglich, nicht alles macht Sinn, auch wenn die Funktion an sich vorhanden ist.

Nun, dies ist genau einer der Gründe, warum die Testanlage überhaupt ins Leben gerufen ist. Ich bin gerade dabei, möglichst viele Varianten von Magnetfeldern zu realisieren um auszutesten, womit man Fahrzeuge stoppen kann, wenn sie nach dem Faller Car System arbeiten.

Meine Testvorgaben dabei:

  • Versorgung mit 19V/DC aus einem Notebooknetzteil. Das schafft über 3A und kostet in der Restposten-Wühlkiste nur ein paar Euro. Ich bin nämlich immer noch nicht bereit, Fantasiepreise für umgelabelte Standardelektronik zu bezahlen. Nebenbei kann man aus 19V so ziemlich jede Spannung generieren, die eine Modellbahn braucht.
  • Diverse Schaltungen im Bereich von ca. 5-19V, um das Verhalten der Spulen und Magnetfelder zu testen. Diese Schaltungen entstehen im Eigenbau, meist mit einem PIC-Mikrocontroller als „Gehirn“. Wenn ich irgendwann finale Ergebnisse habe, kommen die Dokumentationen hier in den Blog .
  • Diverse Spulen aus Relais und allem, wo etwas passendes zu finden ist.
  • Kerne für/in den Spulen aus Schrauben und Gewindestangen.
  • Postion der Mitte des Spulenkernes: 11mm rechts von der Fahrbahnmitte

Das Ganze ist eine langwierige Aufgabe, letztendlich muss die Schaltung entstehen, das Programm geschrieben und vor allem die Stoppstelle in die Anlage eingebaut werden.

Ständige Variablen dabei:

  • Stoppverhalten der Fahrzeuge.
  • Dicke der Fahrbahn.
  • Magnetische Eigenschaften des Kerns.

blog.michael-floesse..de__spule2Wahrscheinlich gibt es kaum eine Möglichkeit, alle Kombinationen durchzutesten. Ich kann alleine aus einem Pool von rund 80 Car-System-kompatiblen LKW und PKW schöpfen, welche zum Teil Eigenbauten und auch „von der Stange“ gekauft sind. Fazit: Fast alle haben ihr ganz eigenes Stoppverhalten. Wenn das Magnetfeld der Stoppstelle nun hart an der Grenze arbeitet, kann es vorkommen, dass eben doch mal ein Kandidat einfach durchfährt oder ggf. nicht mehr startet (Parkplatz). Meist wird die Grenze von der Positionierung der Spule und der angelegten Spannung im Zusammenspiel mit dem Kern und dessen Entfernung zur Fahrbahndecke gebildet.

blog.michael-floesse..de__spuleIch habe bisher schon erfolgreich ausgediente Relaisspulen mit 3mm Gewindestange als Kern verwendet, ebenso aber Spulen unbekannter Herkunft mit 10mm Schrauben. Geht alles, eher eine Frage des Feintunings. Wer eine größere Anlage mit fahrenden Autos plant, sollte einfach ausgedehnte Tests als gegeben hinnehmen, jedenfalls wenn er oder sie ordentlich Geld sparen will. Natürlich sollte man Bauteile, welche z. B. aus einem 5V-Relais stammen, nicht unbedingt mit 16V befeuern, das geht wahrscheinlich schief :mrgreen:

Ich werde immer wieder mal meine Ergebnisse bloggen, aber „eben schnell“ wird das eher nicht ;-) Das Gleiche gilt auch für die Elektronik und ähnliches, die Berichte kommen auch erst online, wenn alles so narrensicher wie möglich ist. Ich weiß, dass hier im Blog einige unbeendete Projekte schlummern, eben diese hoffe ich mit Hilfe der Testanlage fertigstellen zu können, manches geht leider nur am Lötkolben nicht, es muss eben eine Testanlage da sein ;-) Nebenbei empfinde ich die Steuerung der Autos mit Spulen im Jahr 2016 auch als eher überholt, sie ist nur eben an vielen Stellen vorzufinden. Wenn ich sicher sein kann, dass meine Aufbauten einen relevanten Testbetrieb ermöglichen, wird verstärkt an Alternativen gearbeitet, wahrscheinlich werde ich mein IrDiS-Projekt doch wieder aufleben lassen. Da funktioniert ja an sich schon alles, es fehlt nur vorne und hinten am Feintuning :-)

 

 

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Test Gleichlauf Doppeltraktion V90

 

Na, ohne Amperemeter war wenigstens Zeit, die beiden V90 der MWO mal gründlich fertig zu machen :-D Beide mit eigenem Decoder und eigener Adresse, sollten außer in Doppeltraktion auch einzeln einsetzbar sein. Neue Motorkohlen, neue Haftreifen, Achsmaß eingestellt und gründlichst gereinig! Bisher fahren sie wieder wunderbar synchron, so macht’s Spaß :-D Nach rund einer Stunde Testfahrt war der Drift <8mm, das wird funktionieren!

 

 

 

 


Wenn alles durchhält, hier zu sehen ;-) :

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Testanlage – Erste Fahrten

 

OK, gaaaanz frühes Teststadium aber man freut sich doch immer, wenn die ersten Versuche erfolgreich sind.

Leider sind nicht allzuviele Bilder entstanden, beim Umgang mit Kleber und Co ist das Bedienen der Kamera immer etwas problematisch, einige werden das kennen ;-)

Die Pappe auf der Fahrbahn wird auf Dauer nicht bleiben, da ich aber einiges eh wieder aufreißen muss, soll die Straße erst einmal befahrbar sein. Wie gesagt, einfach mal abwarten, was sich so entwickelt…

 

 

 

 




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Testanlage – Bahnübergang

bue_00Rollende Autos sollen natürlich auch auf meiner Testanlage vorhanden sein, vor allem ein Bahnübergang. Da dies mit allem Drumherum doch etwas mehr Aufwand bedeutet, fange ich also einfach mal an :-D

 

bue_01Gefahren wird auf Magnetstreifen und Draht, es soll ja möglichst viel Spielraum zum Testen vorhanden sein, an dieser Stelle gibt’s aber nur Magnetstreifen.

 

 

bue_02Habe hier noch einiges an 1mm Pappe, dünnem Sperrholz und Kunststoffplattenresten – wird alles verarbeitet ;-)

 

 

 

bue_03

So, über die Gleise komme ich nun drüber :mrgreen:

Die Weiche funktioniert übrigens tadellos!

 

 

 

 

 

 

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Testanlage – 1. Weichenantrieb

kellertest_weiche__Wenn man mit dem Computer Züge auf ein anderes Gleis fahren lassen möchte, braucht man eine Weiche, auf die der PC auch zugreifen kann. Das gilt auch für meine Testanlage :-)

 

 

weiche_teststrecke_keller

Immer wieder schön, wenn etwas auf Anhieb so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat! (Sollte sich in dem Foto nichts bewegen: Einfach draufklicken :mrgreen: )

In meinem Fall erfolgt die Weichenstellung mit Servos, montiert servicefreundlich auf der Oberseite der Anlage. Ich will und werde gerade im Bereich Weichen & Antriebe noch einige Experimente durchführen, das geht denn doch besser von oben ;-)

Angesteuert wird der Servo aktuell von einem Müt-Digirail S/D Weichennmodul. Alleine schon um dieses Modul richtig ausreizen zu können, lohnt der Aufwand mit der Testanlage. Das Teil kann dermaßen viel, kann man durch „nur Servos anteiben“ gar nicht ausnutzen. Leider ist es auch recht aufwändig in den Einstellungen…

Habe übrigens rechts eine eigene Rubrik „Testanlage“ erstellt, zu dem Thema kommt bestimmt noch etwas ;-)

Ein paar Tipps zum Einstellen der MÜT Weichenmodule SD gibt’s bei „Reinhard & mobatoday“:

MÜT SD-Weichendecoder Einstellung via SX-Bus

Weichen einstellen via SX-Bus und MC2004

 

 


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Züge, Autos – Messen & Testen

testanlage__a01Wenn einer beruflich mit dem Betrieb und der Instandhaltung von Ausstellungsmodellbahnanlagen zu tun hat, dann kommt er um’s Testen und Experimentieren nicht herum.

Nebenbei steht die Thematik ja auch absolut in Überschneidung mit den privaten Interessen, da ist manches mal kaum noch eine Trennung möglich. Man werkelt also auch in der eigenen Werkstatt, entsprechend möchte diese eingerichtet sein oder besser gesagt, möchte man diese eingerichtet haben. Als wir vor rund 3 Jahren nach Fürth zogen, ging es in erster Linie um das unterbringen der eigenen Besitztümer, weniger um das finale Einrichten von Teststrecken und Werkstatt.

Um überhaupt beginnen zu können in den eigenen vier Wänden aktiv  zu werden, wurden Test- und Einmessstrecken einfach auf diversen Tischen verlegt, der PC stand mal hier und mal dort – will ich alles so nicht mehr.

Es besteht allerdings kein wirkliches Verlangen, mir eine eigene Modellbahnanlage zu bauen, dass kann ich in der Firma größer und besser haben. Es soll aber, nach und nach, alles an Funktionen da sein, was getestet werden soll und muss. Nebenbei möchte ich auch einige Experimente wagen können, die man an den Ausstellungsanlagen besser nicht durchführt, da muss unter allen Umständen der Betrieb sichergestellt sein!

Um das Verhalten instandgesetzter Loks, reparierter Autos oder zickender Wagen einschätzen zu können, sollte eben auch die Technik auf der Teststrecke zu finden sein, mit deren Unterstützung die Modelle auch sonst fahren sollen.

kellertest_bretterDa ich ja immer ein kostenbewusster Mensch bin, werde ich vornehmlich alles das verarbeiten, was so oder so nicht mehr wirklich genutzt und verbaut wird und wahrscheinlich sonst irgendwann in der Entsorgung landet… Also mal mit dem Chef im Lager geschaut, was so an unbenötigtem Holz zu finden ist. Die alten 80 x 60 x 1 cm Sperrholzplatten, auf denen früher in Oberhausen einiges an Elektronik verbaut war, kommen mir da schon richtig entgegen ;-)

kellertest_bretter2Sehr viel filigranes gibt es jetzt erst mal nicht zu tun, das Ganze kommt vorläufig auf Holzböcke, wird verschraubt und durch die Gegend geschoben, bis ich der Meinung bin, so geht’s :mrgreen: Wenn irgend möglich soll die ganze Sache in der Mitte teilbar bleiben, wer weiß schon, ob nicht irgendwann ein Transport ansteht…

kellertest_gleise1

Gleiches wie für das Holz gilt auch für den Rest bzw. jetzt zunächst die Gleise: Überbleibsel verbauen. Das meiste, was hier genutzt werden wird, dürfte Tillig „Elite“ Gleis sein, bin für eine Experimentieranlage da aber echt nicht wählerisch. Solange die Spurkränze nicht über die Kleineisen rattern oder ich jede Verbindungsstelle nachschleifen muss, ist es mir egal.

kellertest_weiche

In dieser Ausbaustufe soll eine Weiche vorläufig reichen, so viel Platz ist nicht vorhanden, da muss ja noch einiges anderes drauf, der Raum ist auch nicht unendlich.

 

 

kellertest_uebersicht

Der Grundaufbau steht, 3,20m x 0,6m Rohbau…

Kurz mal Strom auf die Gleise gegeben, fahren tut’s zumindest ;-)

 

 

Um kompatibel mit der Modellbahnwelt zu sein, wird übrigens alles mit Selectrix und Traincontroller gesteuert, sonst bringt das ja nicht viel…

Jetzt fehlen nur noch Melder, Weichenantriebe, Car-System, Kabel, Trennungen und was weiß ich noch :mrgreen:

Erstes Etappenziel ist ohnehin (bzw. muss sein) die Möglichkeit, wieder Lokomotiven einmessen und testen zu können, die Reparaturen machen sich nicht von alleine. Auf jeden Fall mein Langzeitprojekt mit offenem Ende, weitere Berichte werden folgen ;-)

 

 

 

 

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