LED Hintergrundbeleuchtung beim Fernseher nachrüsten

Für die perfekte Heimkino-Stimmung muss es nicht immer das teure, neueste Modell sein, das mit einer ganzen Menge Optik punktet. Denn auch schon etwas ältere Modelle können mit ein wenig handwerklichem Geschick ziemlich leicht in ganz neuem Licht erstrahlen. Und das wortwörtlich, denn heute möchte ich meinen bisher doch eher schlichten Fernseher mit den passenden LEDs ein wenig aufhübschen, um so ein stimmiges Hintergrundlicht zu zaubern.

Folgendes Equipment wird dafür benötigt:

  • LED-Lichtleiste oder -streifen mit Fernbedienung

  • Gegebenenfalls etwas Tesafilm oder Klebestreifen

  • Schere

  • und natürlich ein Fernseher ;-)

Die Anbringung selbst ist ziemlich simpel und kann mit etwas Geschick kaum schiefgehen. Bevor der LED-Streifen angebracht wird, habe ich ihn zunächst einmal probehalber um den Fernseher gelegt, denn schließlich muss hier auch die Länge stimmen, ansonsten entstehen unschöne Löcher in der Beleuchtung. Mindestens 3 Meter Länge halte ich hier für absolut angebracht, wer auf Nummer sicher gehen will, greift aber lieber zu 5 Metern. Falls dann noch Reste übrig bleiben, ist das auch nicht weiter schlimm, denn das LED-Band lässt sich ganz unproblematisch ganz nach Bedarf durchschneiden.

Die einzelnen Arbeitsschritte

  1. Fernseher ausmessen und eine passende LED-Lichtleiste mit genügend Spielraum kaufen (bekommt man beispielsweise preiswert bei PUR LED, im Baumarkt sind die Leisten meist deutlich teurer)

  2. Das LED-Band einmal versuchsweise um den Fernseher legen und in etwa abschätzen, ob das Band reicht.

  3. Nun wird das Band angebracht: viele Leisten verfügen bereits über ein doppelseitiges Klebeband auf der Rückseite, das nun einfach hinten am Fernseher aufgedrückt wird. Wichtig ist dabei, dass der Abstand zum Rand des Fernsehers überall annähernd gleich sein sollte, ansonsten verteilt sich das Licht eventuell unregelmäßig. Außerdem sollte die Leiste auch nicht zu weit innen oder außen liegen. Insbesondere bei Fernsehermodellen, die zum Rand hin aus durchsichtigem Glas bestehen, scheint sonst nicht nur das passive Hintergrundlicht hindurch, sondern auch die LEDs selbst sind direkt sichtbar.

  4. Wer sich hier einmal verklebt, kann die Leiste meist aber noch problemlos abziehen und erneut anbringen. Ist sie erst korrekt angebracht, so steht meist noch ein überschüssiger Teil der Leiste ab und muss erst entfernt werden. Wichtig ist dabei aber, dass wirklich nur dort geschnitten wird, wo der Hersteller eine entsprechende Kennzeichnung gemacht hat („hier schneiden“ oder ähnliches). Wird das Band an einer anderen Stelle durchtrennt, fallen die LED Chips bis zum nächsten Segment aus.

  5. Nun wird das LED-Band noch mittels beiliegendem Stecker an den Stromkreis angeschlossen und der Empfänger (auch beiliegend) gut sichtbar bzw. für Signale empfänglich platziert.

  6. Damit ist die Anbringung im Prinzip schon abgeschlossen und sollte im Regelfall nicht mehr als 10 Minuten in Anspruch nehmen. Mit der entsprechenden Fernbedienung kann die LED-Leiste nun über den Empfänger eingeschaltet werden. Je nachdem, was für ein Modell genutzt wird, lassen sich nun individuelle Farbverläufe erstellen, Voreinstellungen nutzen oder viele einzelne Farben anwählen.

Bei Youtube findet sich auch ein Video, welches den Vorgang recht gut beschreibt.

Wichtig: LCD-Fernseher, Receiver oder Soundsystem liegen nicht selten auf derselben Frequenz der Lichtleiste, sodass ein Umschalten am Receiver beispielsweise auch dazu führen kann, dass automatisch die Farbe der Beleuchtung gewechselt wird. Das ist zwar ein wenig schade, das Produkt an sich erfüllt seinen Zweck ansonsten aber allemal!

Wenn der Rex RS 460 wieder nicht will… Update 2

Rex_RS_460_2014Wieder mal der Roller als Thema :-D

Wie erwähnt, soll die Kaltstart-Automatik, auch E-Choke genannt, ebenfalls getauscht werden. Eher als Zusatzleistung, seit dem Austausch des Benzinhahnes springt der Rex nämlich zuverlässig an. Aber ich habe das Teil nun hier neu liegen, also kann es auch eingebaut werden. Wenn es denn nicht deutlich größer wäre und ich deshalb mit der Halterung nicht die dafür vorgesehene Nut erreichen kann. Übrigens, habe ich schon erwähnt, dass ein Motorroller durchaus zur Wochenbeschäftigung werden kann? ;-)

RS460-KSBBei näherer Betrachtung ist die Größe allerdings eher ein kosmetisches Problem. Jaja, die Größe spielt eben manchmal doch eine Rolle :mrgreen: Der im Bild (rechts) zu sehende neue Kaltstarter ist grundsätzlich das gleiche Bauteil, lediglich die obere Abdeckkappe ist zu groß. Diese lässt sich aber recht einfach entfernen, wenn die auf der Unterseite zu findenden Haltenasen etwas zur Seite gedrückt werden. Der ‘Deckel’ kann anschließend einfach abgezogen werden. Habe leider nicht zu allen Details Fotos, knippsen beim Schrauben ist mit Benzin und Dreck an den Händen immer so eine Sache… :-) Im Prinzip aber keine große Geschichte, kann man alles recht gut durchschauen, wenn man die Teile in Händen hat.

 

RS460-KSABeim Vergleich der beiden E-Chokes habe ich allerdings festgestellt, dass die Nadel/Stift des alten Teils doch schon etwas zum herumwackeln geneigt hat. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es zum Verkanten gekommen ist oder irgendwann kommen würde. Im Bild rot eingekreist übrigens die Montagestelle am Vergaser.

Bleibt jetzt noch die Lösung des Leistungsproblems. Eigentlich läuft der Motor wieder rund, sprint kalt wie warm gut an, nur ist eben keine Kraft vorhanden. Ich kann nicht sicher sagen, ob er nun nicht auf volle Drehzahl kommt oder einfach keine Kraft hat. Ich habe allerdings gefühlt den Eindruck, dass es auch an Beschleunigung mangelt. Das kann aber auch Einbildung sein, im Normalfalle fahre ich meinen 2-Takter Sym, der hat ohnehin mehr ‘Kick’, das kann schon täuschen. Also weiter mit der Fehlersuche…

 


 

Wenn der Rex RS 460 wieder nicht will… Update 1

Rex_RS_460_2014Die Teile sind da, Juhu!

OK, ob ‘Juhu’ sehe ich noch…

 

 

Raus an den Roller (ohne irgendwas gemacht zu haben), starten -> orgeln -> nix! Springt nicht an!

Eigentlich aber gut so, der Fehler sollte besser zu lokalisieren sein, wenn er auch auftritt.

Test 1: CDI

Weil sie am einfachsten zu tauschen ist, kommt die CDI als erstes an die Reihe. Zwei Stecker ab, zwei wieder dran – starten! Und? Nix! Das scheint es schon mal nicht gewesen zu sein. Bei der Gelegenheit aber sofort wieder die Zündkerze raus und sehen, ob’s funkt. Zündfunke ist aber klar und deutlich zu erkennen, allerdings ist die Kerze gut nass und es riecht deutlich nach Benzin…

Test  2: Benzinhahn

Also nun das Teil, von dem ich sicher bin, dass es defekt ist. Ohne Unterdruck am entsprechenden Anschluss kann ich beim neuen Exemplar pusten wie ich will, da geht nichts durch. Beim Alten hingegen, spielt der Unterdruck keine Rolle, immer offen. Kerze wieder rein, Anlasserknopf drücken… Da war doch ein Blubbern…?! Richtig, mit gefühlvoll Gas geben er springt an! Den Gasgriff darf ich aber noch nicht loslassen, dann geht er sofort wieder aus. Ich denke aber, dass dies auch/vor allem mit dem verstellten Vergaser zusammenhängt. Um den einzustellen muss der Roller aber erst ein bisschen warm gefahren werden. Diese Aufwärmfahrt ist allerdings gerade keine reine Freude, im Gegensatz zu früher fehlt da einiges an Leistung oder zumindest Geschwindigkeit. Bergauf hier in der Straße ist bei 40 km/h Schluss, das war vorher definitiv besser.

Ich werde den Roller nun erst einmal warm fahren und über den Tag immer wieder schauen, ob er weiterhin anspringt, dann mal weiter sehen. Nebenbei kann ich den E-Choke (noch?) nicht tauschen, das neue Modell ist deutlich größer. Kann sein, dass er trotzdem passt und nur das Gehäuse anders ist, kann ich aber ohne Ausbau des Altteils nicht vernünftig sehen. Was ich aber auch auf jeden Fall machen darf, ist das nachsehen aller elektrischen Kontakte. Die Stecker sind teilweise mittlerweile so locker, dass sie von alleine abfallen könnten. Ich kann mir vorstellen, dass der eigentliche Fehler auch an einer von diesen Stellen zu suchen ist. Von Vorteil sind unsichere Kontakte mal sicher nicht, der Rex ist sowieso gerade ziemlich zerlegt, was soll’s ;-)

Übrigens ist es eine gute Idee, bei allem was man so lösen kann (vor allem bei den Schläuchen) die Verbindungen zu prüfen und ggf. zu erneuern, so richtig langlebig sind die Chinateile eben nicht. Vor allem die Benzinschläuche wechsle ich auf jeden Fall gleich mit.

Wenn der Rex RS 460 wieder nicht will…

Rex_RS_460_2014Es ist mal wieder soweit, der Rex will nicht. Das heißt, mal will er – mal will er nicht… Vorweg, ich habe noch keine Lösung! Vielleicht auch eine Fortsetzung, des alten Ausfalls? So viel ist er durch den Umzug nach Fürth im letzten Jahr und den folgenden Winter nicht unterwegs gewesen….

 

Wenn (WENN!) er anspringt, läuft er völlig normal. Danach ist alles Glückssache. Egal ob kalt oder warm, wenn er nicht auf Anhieb startet, tut sich nichts mehr. Ist besonders angenehm, wenn man irgendwo am  Ars… Popo der Welt steht und irgendwie MIT Roller wieder nach Hause will bzw. muss. Bisher hat meine Frau Glück gehabt, irgendwann hat er’s gepackt und fuhr, so geht es aber nun nicht. Russisch Roulette auf Moped ;-)

Also mal wieder die typische Checkliste:

Zündfunke? – Vorhanden

Benzin? – kriegt er, vielleicht sogar zu viel…!?! Kerzenbild recht dunkel, ist nach der Orgelei beim Anlassen aber vielleicht auch nicht weiter verwunderlich.

Trotzdem Versuch mit Starthilfespray? – Ohne Wirkung

Also Vergaser ab und reinigen. Dabei fällt auf, dass auch ohne Unterdruck der Benzinhahn öffnet, besser gesagt voll offen ist. Dazu sollte ich sagen, dass ich in den letzten Monaten immer wieder mal den Vergaser ‘magerer’ stellen musste, um einen vernünftigen Motorlauf bei niedrigen/mittleren Drehzahlen zu bekommen. Sollte das an Überflutung des Vergasers gelegen haben, ist die Einstellung natürlich völliger Blödsinn. Nebenbei sollte ja in dem Fall auch zusätzlich das Schwimmernadelventil schließen, scheint auch nicht der Fall zu sein. Ansonsten alle Düsen sauber, der ganze Vergaser sieht aus wie neu.

Da Rex-Teile zum Glück nicht die Welt kosten, ordere ich jetzt Benzinhahn, E-Choke und auch eine neue CDI, kann nix schaden. Zusätzlich mal nach einem Schwimmernadelventil schauen, wenn dann alles in einem Abwasch.

Hab ihn jetzt erst mal wieder grob zusammengebaut, prompt springt er sofort an… :shock: Vorher ist allerdings der Anlasser einige Runden ohne eingesetzte Zündkerze gelaufen, doch abgesoffen? Na, wir werden sehen, was er mit den neuen Teilen macht…


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SMD 2 THT Spider :-)

SMD2THT_SpiderSo manches mal wäre es gut, wenn moderne Elektronik etwas größer wäre. Im aktuellen Fall möchte ich gerne eine Versuchsplatine auf Lochraster aufbauen. Das passende IC steht mir aber nur als SMD-Version zur Verfügung, also dann wieder ein wenig frickeln, SMD goes THT eben :-)

Am Rande erwähnt: Ich habe es nicht so mit den Spinnentieren…! Den biologischen, lebenden, krabbelnden… Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, dass man durchaus mal zusammenzucken kann, wenn das abgebildete Teil im (noch dunklen) Keller auf dem Arbeitstisch liegt :mrgreen:

Im ersten Anlauf wollte ich zunächst eine Adapterlösung mit Sockel bauen, für die aktuelle Anwendung ist das aber unnötig bzw. vielleicht sogar von Nachteil.

SMD2THT_HeaderAlso IC einspannen und verzinnen…

 

 

SMD2THT_Holder… mit Kupferlackdraht etwas anschlussfreundlicher gestalten…

 

 

 

 

 

SMD2THT_Spider… ekeliges Aussehen erzeugen…

 

 

 

 

 

 

SMD2THT_Top

 

und montieren!

 

 

 

 

 

 

 

SMD2THT_Bottom

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufbauen will ich übrigens mal wieder einen Spannungswandler von 1,2V auf mindestens 3V, wahrscheinlich deutlich höher. Diesmal mit dem PR4404 statt dem PR4402, dieser kann rund 300mA liefern, also deutlich mehr als der 4402. Neben dem Vorteil wenige externe Bauteile zu benötigen, reizt mich einfach die Tatsache, dass die Bauteile eigentlich als LED-Treiber gedacht sind ;-) Wenn’s funktioniert, werdet Ihr es hier lesen :-D

 


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Elektronische Lasten am Mikrocontroller / Offener Kollektor / Transistor als Schalter

Foto-AmpelImmer wenn ich einen Beitrag zum Mikrocontroller (wenn der eine größere Last schalten muss) schreibe, kommen Anfragen zum ‘womit und wie?’. Im Prinzip bediene ich mich aber immer der gleichen Schaltung, nur mit angepassten Bauteilen.

 

Die meisten Controller arbeiten irgendwo zwischen 2,5 und 5V. Pro Pin sind meist weniger als 20mA maximaler Strom möglich, induktive Lasten sind auch so eine Sache. Wird ein ganzer Port benutzt, kann es noch enger sein. Meist kann dieser, i. d. R. 8 Ausgänge, nur mit max. 40mA belastet werden, diese müssen auf die einzelnen Pins verteilt werden. Einige LEDs kann man so vielleicht noch direkt über einen Vorwiderstand ansteuern, spätestens bei Motoren oder zahlreicheren Leuchtdioden ist aber Schluss. Hilft also alles nichts, es muss ein Verstärker eingesetzt werden, im einfachsten Fall ein Transistor. Um es nicht unnötig kompliziert zu gestalten halte ich mich in diesem Beitrag an die einfachsten Formen, sicherlich sind noch etliche Verfeinerungen möglich.

Hier und hier habe ich ja schon ein paar Worte zum Transistor auf das virtuelle Papier gebracht, die dort beschriebenen Vorgänge sind Grundvoraussetzung zum Einsetzen der folgenden Schaltungsform.


Ich nehme mal folgendes als gegeben an:

  • Betriebsspannung 12V DC.
  • zu versorgender 12V / 0,5A Motor, nur in eine Richtung laufend.
  • Ein beliebiger Mikrocontroller, der mit 5V versorgt wird, welche angenommen bereits vorhanden sind.
  • Maximaler Ausgangsstrom des Controller 20mA.
  • Ein NPN-Transistor mit B=100 und max. 1,5A Belastbarkeit (BD139 o. ä.).

Realisiert werden soll eine Schaltung, die bei einem ‘H’-Pegel am Kontrollerausgang den Motor startet, bei ‘L’ soll er eben einfach wieder stehen bleiben.
µC-Treiber--Im Bild die Prinzipschaltung.

+12V zum Motor, diese werden bei ‘H’ am Controllerausgang (und somit der Basis des Tranistors) über den Motor nach GND durchgeschaltet – der Motor dreht sich. Die Freilaufdiode (rot) dient dazu, induzierte Spannungen vom Motor kurzzuschließen. Bei rein ohmschen Lasten wie LEDs oder ähnlichem braucht man sie nicht. Es genügt in diesem Falle übrigens eine Standard 1N400X oder ähnliches, bei höheren Strömen/Spannungen/Frequenzen kann etwas spezielleres erforderlich werden.

Besonderes Augenmerk liegt auf R1 bzw. R2.

R1

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Umstände gibt, unter denen es besser ist, die Basis eines Transistors sicher auf Masse bzw. GND zu legen. Der Wert ist nicht kritisch, es soll ja auch nicht unnötig viel Strom vom Controller geliefert werden müssen. Es geht eben darum, das im ‘L’-Zustand des Controllerausganges die Basis vom Transistor auf GND liegt damit er nicht durchschalten kann. Im Alltagsgebrauch bin ich mit 10-100k gut ausgekommen.

R2

Sein Wert ist  abhängig vom B (Verstärkungsfaktor) des Transistors. Ist ‘B’ im Datenblatt nicht zu finden, auch mal nach ‘hFE’ sehen. Sinnvollerweise sollte der Transistor so weit aufgesteuert werden wie möglich. Man möchte ja die Energie optimal im Motor umsetzen, nicht in der Schaltung. Ausgehend von +5V am Controllerausgang bei “H” und einer UBE von 0,7V stehen 4,3V an der Basis des Transitors zur Verfügung. Der Motor will 500mA an Strom, dies ist also das Minimum, was fließen soll. Es wäre allerdings Unsinn, jetzt den Stromfluss auf den Motorstrom zu begrenzen, die Spannung UCE würde ja auch wieder unnötig ansteigen und der Motor als Verbraucher bestimmt in diesem Fall sowieso den maximalen Strom. Um nun den minimalen Basisstrom zu errechnen, muss der Strom den der Controller liefern soll mit dem Verstärkungsfaktor multipliziert werden.

Soll also heißen:

Ich will min. 500mA für den Motor, besser ohne Begrenzung.

Der Transistor verstärkt x100, also müssen min. 5mA vom Controller kommen.

U=R*I -> die oben errechneten 4,3V / 5mA = 860 Ohm

Die ist also der maximale Wert, den der Widerstand R1 haben darf. Da aber der Transistor voll offen sein soll, muss der Basistrom noch höher sein. In diesem Falle spricht man im Allgemeinen vom Übersteuern, es wird mehr Basisstrom zugeführt, als für ein komplettes öffnen nötig wäre, z. B. +200%, also das Doppelte. Hier ist ein Blick ins Datenblatt des Transistors unerlässlich! Einmal für den Verstärkungsfaktor, zum anderen für den maximal zulässigen Basisstrom, ruinieren will man das Bauteil ja auch nicht. In der Praxis nehme ich immer einen Wert zwischen 220 und 470 Ohm, hat bisher funktioniert. Wichtig ist auch, dass der Transistor bei Übersteuerung langsamer wird. Das kann man aber getrost vernachlässigen, wenn man sich nicht im MHz Bereich bewegt. Bei allem, was das Auge erfassen kann allemal.

Ist (bei kleineren Strömen) der maximale Stromfluss erreicht, kann es sogar möglich sein, den Transistor ohne zusätzliche Kühlung zu betreiben. Bei den Universaltypen liegt die UCE übersteuert so um die 300mV. Fließen nun wirklich nur 500mA Motorstrom, sind das nach P=U*I 500mA*300mV= 150mW.

Dieser Schaltungstyp (Open Collector) eignet sich für sehr viele Anwendungen, in denen mit kleinem Steuersignal eine größere Last geschaltet werden soll. Man kann das ganze noch verbessern, indem statt des Transistors ein FET eingesetzt wird oder mit einer Brückenschaltung auch eine Umpolung ermöglicht oder ein Special-IC einsetzt oder, oder, oder… Die Frage ist einfach, wie viel Aufwand man für ein bestimmtes Ziel treiben möchte. Um ein paar LEDs blinken zu lassen, würde ich so simpel wie möglich planen, wenn Geschwindigkeit oder Präzision gefragt ist, entsprechend aufwändiger.

Fazit:

So ganz einfach kann ich das alles auch nicht beschreiben. Aber wenn man sich in den üblichen Hobbyanwendungen bewegt, führen ein BD139 oder BC548 (bei kleinen Strömen), R1=10k, R2=220 Ohm und bei Motoren eine 1N4007 als Freilaufdiode eigentlich immer zum Ziel. Bezogen auf 5V am Controller und 12V Versorgungsspannung für die Last. Evtl. möchte ein Motor auch noch einen Kondensator an seinen Anschlüssen sehen. Sollen LEDs angesteuert werden, die entsprechenden Vorwiderstände nicht vergessen, wie überhaupt natürlich darauf achten, dass Bauteile immer innerhalb ihrer Spezifikationen eingesetzt werden. Und wie immer VORSICHT bei elektrischen Basteleien bzw. wenn man experimentiert! ;.-)


reichelt elektronik – Elektronik und PC-Technik

Nur eine Idee…

Nur_ein_Test_oder_eine_IdeeKennt Ihr das?

 

Man hat eine Idee, will nur etwas ausprobieren… :mrgreen:

 

 

 

 

Irgendwie brauche ich immer mal wieder eine (PWM) Motorsteuerung, diesmal wurden’s gleich drei. Eigentlich sind es sogar vier, eine bleibt zu Testzwecken unangetastet. Hoffe ich… Es sei denn, eine wird mal wieder schnell gebraucht, kann man ja wieder neu bauen ;-)


www.elv.de

FreeSculpt 3D-Pen – 3D Stift

3D-StiftManchmal möchte man ja gern Material zum Verarbeiten haben, wo keines ist. Z. B. an einem Car-System Auto für die Modellbahn, weil gerade da kein Achslager mehr ist, wo eigentlich eines hingehört oder vor ein paar Minuten noch war.

Im konkreten Fall ist mir die Antriebsachse eines LKW aus dem Lager gefallen. Als Lager dient ein Messingrohrstückchen mit 1 mm Innendurchmesser, in diesem lief die Achse. Durch Verschleiß ist dies aus dem Kunststoff gebrochen, jetzt ist nicht mehr genug Material vorhanden, um das Röhrchen vernünftig wieder einzukleben.

Vor ein paar Wochen ist mir irgendwo ein Artikel zu einem 3D-Stift ins Auge gefallen. Mit diesem kann man angeblich so ‘einfach’ Material zeichnen, wie mit einem 3D-Drucker.

Irgendwie habe ich auch gerade den “haben will” Virus, ich riskiere es mal mit dem Gerät. Geliefert wird recht schnell, so auf den ersten Blick ein recht brauchbares Teil. Handbuch ist auch auf Deutsch, im Lieferumfang alles für einen ersten Test incl. 3 verschiedenen Filamentstücken von ca. 1m Länge. Also auspacken, Stecker rein, aufheizen und warten. Laut Handbuch ist die Kontroll-LED blau wenn das Gerät bereit bzw. aufgeheizt ist, hier ist sie grün. Kann ich mit leben, habe halt nur eben die blaue gesucht.

3D-Stift-1Von der Handhabung her fühle ich mich ein wenig an eine Heissklebepistole erinnert, die Materialzufuhr ist ähnlich aber motorisiert. Sicherlich bedarf es doch einiger Übung, um mit dem Gerät produktiv umzugehen, ein paar erste (Zeichen…?) Versuche auf einem Korkstückchen gelingen aber so halbwegs, das links ist wirklich der allererste Versuch. Auf einer glatten Oberfläche hat’s übrigens gar nicht funktioniert, wenn das Material nicht ein wenig am Untergrund haftet, macht es was es will :-D An den oben erwähnten LKW wage ich mich jetzt noch nicht heran…. :mrgreen: Allerdings habe ich an einem meiner Multimeter eine fehlende Gewindebuchse des Gehäuses auf Anhieb restaurieren können, habe quasi das Gewinde um die Schraube herum gemalt, das Ergebnis kann ich aber leider nicht zeigen, die Ecke lies sich nicht wirklich so knippsen, dass man was erkennen kann. Unterm Strich ist der Stift aber mit ein wenig Übung sicher zu so einigem fähig. Irgendwo zwischen Heißklebepistole und 3D Drucker :-D Das Handling ist gut, die technischen Daten finden sich unter dem oberen Link zu Amazon. Nebenbei, das ist KEIN Werbelink, habe ihn über diesen Link bei Amazon bestellt und von Pearl erhalten, aktuell scheint aber alles vergriffen zu sein….?!?

Für 70€ ein Werkzeug, dass sich hier für mich bezahlt machen wird. Passendes 1,75mm Filament gibt es in diversen Farben für ca. 25€ pro Kilo, habe aber noch keines nachbestellt und kann somit dazu aktuell nichts schreiben.

 



 

Verdampfereinsatz im EVOD reinigen?

EVOD-reinigen.ArtikelIm Grunde macht beim e-Smoking ja der Verdampfer, sprich die Heizspirale und das Glasfasermaterial, die ganze Schwerarbeit. Blöderweise sind diese Teile so gut wie nicht ohne einigen Aufwand zu erreichen, die Verschleißgrenze macht sich erst bemerkbar, wenn schon der Austausch fällig ist. Sicher, für den EVOD kosten die Ersatzverdampfer im 5er Pack so um die 7€, das ist zu verschmerzen. Andererseits ist man ja auch kostenbewusst (Geizig?? :mrgreen: ) und möchte versuchen, die Einsätze möglichst lange am Leben zu halten. Wir haben in den letzten Monaten mal alle verbrauchten Verdampfer in Wodka eingelegt, soll ja das Reinigungsmittel schlechthin sein. In den den letzten Tagen habe ich eben diese Verdampfer weiter mit heißem Wasser gespült, getrocknet und wieder in Betrieb genommen - IGITT! Weder war der ‘Durchzug’ eines neuen Verdampfers noch dessen Flash auch nur annähernd zu erreichen, noch hielt das Aroma mehr als ein paar Züge durch. Da man ja nun auch Technikfan ist, habe ich einige der Verdampferköpfe mal zerlegt und näher angesehen.

EVOD-reinigen.Faser-AAlso bei aller Liebe… Wie soll ein einlegen in eine Flüssigkeit DAS herauslösen? Selbst wenn die Faser wieder frei wäre, wo sollen die Rückstände hin?

 

 

EVOD-reinigen.Faser-B

 

Noch etwas weiter hineingesehen…

 

 

 

EVOD-reinigen.Faser-CHier ist die Lage Glasfaser, die auf der Wendel liegt, schon entfernt und einiges an Rückständen buchstäblich herausgekratzt.

 

 

 

EVOD-reinigen.Faser-DHabe die Teile nach dem erstellen des oberen Bildes noch einige Male gespült, so wirklich hat sich da nichts geändert.

 

 

 

 

EVOD-reinigen.Faser-EWas man nach dem Öffnen auf dem Tisch findet…

 

 

 

 

EVOD-reinigen.SuppeHab’s dann noch einmal im Ultraschallreiniger versucht. Nachdem ich eigentlich eh’ schon entschlossen war, diese Dinger SO nicht mehr zu benutzen, habe ich von Alkohol über Wodka bis Haushaltsreiniger mit Wasser so ziemlich alles durchgetestet. Immer sah die Flüssigkeit am Ende so aus, wie die auf dem Foto, immer sahen die Verdampferköpfe von innen immer noch so aus, wie die, auf den ersten Fotos. Nach einigen Minuten in Betrieb beginnt der Ultraschalleffekt allerdings, die Glasfaserdochte aus den Halterungen zu lösen, Faser für Faser, sieht recht interessant aus. Nebenbei werden immer wieder einige Rückständewolken herausgespült, nun ja… :-D

Mein Ergebnis:

Durch bloßes einlegen und ausspülen, werden die Teile im Leben nicht wieder wirklich sauber. Vorteilhaft ist aber, dass man eigentlich recht hochwertige Einzelteile auf dem Tisch liegen hat. Weder die Gewinde noch die Silikonteile haben bei der Demontage irgendwie Schaden genommen. Ich werde es jetzt mit selber neu wickeln versuchen, schwieriger als SMD Bauteile zu verarbeiten kann das doch auch nicht sein, das Material ist bestellt ;-) Ihr werdet’s hier lesen :-D

 


Westfalia - das Spezialversandhaus


 

Hantek 6022BE USB Digital Oszilloskop

Hantek 6022BE USB Digital Oszilloskop - Artikel

Ich habe im Augenblick die Gelegenheit, mal das ”Hantek 6022BE USB Digital Oszilloskop” testen zu können. Im Moment habe ich leider keine allzu hochfrequenten Geräte auf dem Tisch liegen, die derzeitigen Projekte bewegen sich eher im kHz-Bereich. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle mal die Gelegenheit nutzen, um einen kurzen Beitrag zu dem Gerät zu schreiben. Ich habe mich ein wenig im Internet umgesehen und Rezensionen zu dem Gerät gefunden, die von ‘geht gar nicht’ bis ‘genial’ reichen. Meist bezieht sich das auf die mitgelieferte Software, weniger auf das Gerät an sich. Ich sehe das aus der Perspektive, dass ein analoges Scope selbst gebraucht bei eBay & Co noch deutlich mehr kosten kann, als das Hantek neu. Bei den üblichen Verdächtigen geht es für um 70€ über den Versandtisch, das ist wahrlich nicht viel.


reichelt elektronik – Elektronik und PC-Technik


Eckdaten:

  • 2 Kanäle
  • Bandbreite 20MHz (-3dB)
  • Max. Abtastrate: 48MSa/s
  • Speicher: 1Mbyte/channel
  • 2 Tastköpfe im Lieferumfang
  • Stromversorgung über USB

Mehr Informationen auch beim Hersteller.

Hantek 6022BE USB Digital Oszilloskop - Tastkopf

Neben den 2 Tastköpfen findet sich auch das USB-Kabel zum Datenaustausch im Lieferumfang. Es besitzt 2 Anschlüsse um ggf. den Strombedarf zu decken, das Gerät selber benötigt ansonsten keine weitere Stromversorgung. Nebenbei habe ich an einem aktiven USB 2.0 Hub bisher nichts anderes benötigt, als ein normales A-B USB Kabel. An stromschwachen USB Ports kann das natürlich anders aussehen. Die Softwareinstallation von der mitgelieferten CD ist völlig problemlos, installiert habe ich bisher unter Windows XP und Vista in den jeweiligen 32 Bit Versionen. Mein erster Test ist übrigens am Amilo gelaufen, einem 11 Jahre alten Notebook über eine USB 2.0 PCMCIA Karte, selbst an der Kiste ist das USB-Oszilloskop benutzbar ;-) Etwas weniger zäh arbeitet es sich allerdings dann doch an einem neueren Computer :mrgreen:

Hantek 6022BE USB Digital Oszilloskop - Screenshot

 

Ich persönlich habe bisher bei der Software keine Funktionen vermisst. Wer mit einem Standardoszilloskop klarkommt, sollte auch in der Bildschirmvariante keine Probleme haben.

Wie gesagt, ich habe im Augenblick keine Anwendung, welche mit hohen Frequenzen oder kurzen Impulsen arbeitet, die das Hantek in Probleme bringen könnte. Alle meine derzeitigen Arbeiten liegen im NF Bereich oder beinhalten Impulse im Millisekundenbereich, damit kommt das beschriebene Equipment bestens zurecht.

Mein bisheriges Fazit: In dieser Preisklasse absolut OK! Sobald sich Zeit und Gelegenheit bieten, werde ich einen ausführlicheren Artikel zum Thema nachreichen.