Bauteiltipp: Polyswitch, selbst rückstellende Sicherung

Polyswitch_800Jeder Mensch, der sich mit Elektronik in irgendeiner Form auseinandersetzt, kennt die Notwendigkeit von Sicherungen. Sie sind sozusagen gewollte Sollbruchstellen, welche beim Überschreiten einer bestimmten Vorgabe einen Vorgang oder eine Funktion unterbrechen. In der Regel wird in elektrischen Anlagen ein bestimmter Maximalstrom vorgegeben, der in der Einrichtung fließen darf. Wird dieser überschritten, muss abgeschaltet werden.

Gerade bei den im Modellbau und der Kleinleistungselektronik vorkommenden Anwendungen, sind große Ströme über  2-3 Ampere eher selten, dieser Beitrag hier gilt in diesem Szenario, Hausanschlüsse und Kernkraftwerke werden nicht berücksichtigt ;-)

Besonders ärgerlich ist es meist, wenn ein nachvollziehbarer Kurzschluss auftritt, der keinen Systemfehler darstellt, sondern durch Fehlbedienung im weitesten Sinne geschieht. Metallgegenstände, die versehentlich über Akkuanschlüsse gelegt wurden, Modelllokomotiven die so ungünstig entgleisen, dass ein Kurzschluss entsteht, es gibt reichlich Situationen, in denen ein zu hoher Strom fließen kann. In komplexeren Systemen kann hier eine intelligente Elektronik helfen, welche einen Überstrom feststellt und Gegenmaßnahmen ergreift, bei einfachen Anwendungen, begrenztem Platzangebot oder schlicht zu hohen Kosten scheidet diese Möglichkeit oft aus. Schmelzsicherungen sind auch kein Allheilmittel, der Aufwand für einen Austausch steht häufig in keinem Zusammenhang zur Fehlerursache.

Hier nun kann der Polyswitch gute Dienste leisten. Im Prinzip ist er ein PTC, ein Widerstand, der mit steigender Temperatur seinen Widerstandswert erhöht. Ich will hier nicht auf die Details zu dieser Bauteileart eingehen, dass findet sich u. a. auch bei Wikipedia.

Es gibt die Polyswitches mit Auslösewerten von einigen Milliampere bis hin zu einigen Ampere, neuerdings auch mit Spannungsverträglichkeit bis 230V, gängig sind allerdings derzeit die Varianten bis ca. 60V. Bei (zu) hohem Stromfluss erwärmen die Switches sich und werden bei erreichen eines bestimmten Wertes hochohmig (nicht lienar), praktisch wird der Verbraucher somit nicht mehr oder nur mit einem sehr geringen Strom versorgt. Sinkt nun die Temperatur, wird der Polyswitch wieder niederohmig, die Schaltung kann erneut arbeiten, die Sicherung hat sich quasi zurückgestellt. Ist der Fehler noch vorhanden, kommt es recht schnell zur Wiederholung des Vorganges. Im Alltag kann man dieses Verhalten auch zum Schutz vor Überhitzung einsetzten, die Wirkung ist gleich.



Nachteilig ist natürlich, dass dies keine schnelle Abschaltung ermöglicht. Zum Schutz vor Überlastung an (Modell) Motoren, Lokdecodern, Akkus oder sonstigen Bauteilen, welche eher durch längeren ‘Missbrauch’ aufgeben, aber eine praktische Sache! In Schaltungen, welche sehr sensibel auf geringe Stromänderungen reagieren muss unter Umständen berücksichtigt werden, dass sie in kaltem Zustand einen geringen Widerstand von ca. 0,2 Ohm besitzen, abhängig auch von der Umgebungstemperatur. Im Alltag setze ich sie z. B. vor den Lokmotoren am Decoderausgang ein, da es trotz angeblichem Überlastschutz immer wieder mal Fälle von durchgebrannten Decodern bei blockierten Motoren gibt. Selbst bei Lokomotiven, welche sehr präzise eingestellt bzw. eingemessen wurden, habe ich bisher keine feststellbaren Unterschiede im Fahrverhalten bemerkt. Zur Anwendung kommen in dem Falle meist 1000 mA Polyswitches. Sie sind tolerant genug, beim Anfahren auch schwerer Züge nicht gleich abzuschalten, trennen aber sehr gut bei anhaltender Überlast.

FusecheckRecht elegant ist daneben auch die Möglichkeit, eine LED samt Vorwiderstand ‘über’ der Sicherung anzubringen.

Löst der Polyswitch aus, fällt die komplette Spannung an seinen Anschlüssen ab und die LED signalisiert die Überlast. Klappt im Prinzip bei jeder Sicherung, man muss natürlich auf die anzutreffenden Spannungen achten und auch darauf, dass der Leuchtdiodenstrom allein nicht schon ausreicht, um die Schaltung vielleicht doch zu aktivieren. Vorsicht eben! Natürlich ginge auch ein Optokoppler, der wieder einen Transistor oder Controller oder… lassen wir das :mrgreen:

 

Passend dazu noch etwas Werbung, die Polyswitches gibt’s natürlich auch bei Reichelt ;-) In der jeweiligen Produktbeschreibung finden sich auch die Datenblätter, für einen präzisen Einsatz das A und O!

Polyswitch – Haltestrom 1100 mA


Polyswitch – Haltestrom 500 mA


Polyswitch – Haltestrom 250 mA


 

Welcher Tastkopf passt zu welcher Messaufgabe?

MF-Blog-Tastkopf_ANicht jedes Signal kann mit jedem Tastkopf optimal auf dem Oszilloskop dargestellt werden. Aktiv, passiv, Last am Signal – all dies möchte beachtet werden, es ist doch sehr ärgerlich, wenn das Messgerät das Messergebnis beeinflusst.

 

 

‘Elektronik-Praxis’ hat auch hierzu einen Artikel verfasst, welcher auf die genannte Problematik eingeht:

Welcher Tastkopf passt zu welcher Messaufgabe?.

Gerade (aber nicht nur) für Anwender, die nicht täglich mit dem optischen Darstellen von Signalen beschäftigt sind, ein informationsreicher Artikel.

 

 

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Wenn “Videostream for Google Chromecast™” streikt…

MF-Videostream__ChromecastKaum als nützlich hier im Blog erwähnt, schon hat die Chrome-App ‘Videostream for Google Chromecast™’ ihren ersten Streik hingelegt.

Eigentlich war die einzige Hürde, die ich nach der Installation nehmen mußte, die (Windows-) Firewall, wozu ich im ersten Bericht bzw. dessen Link ja schon ein paar Zeilen geschrieben habe.

Seit vorgestern hat’s nun an anderer Stelle gehakt… Ich weiß nicht, ob es für ‘Videostream for Google Chromecast™’ ein Update oder ähnliches gab, jedenfalls stand auf dem PC-Monitor nur noch “Video wird geladen” und nichts weiter passiert. An der Verbindung zum Chromecast kann dies aber irgendwie nicht gelegen haben, das Logo der App erscheint auf dem TV. Allem Anschein nach wurde vom Programm gar nicht versucht, dass Video zu öffnen, egal in welchem Format. Nach durchkramen der Hilfe zur Anwendung, habe ich letztlich den Chrome-Browser komplett deinstalliert und in aktuellster Version wieder installiert, Erfolg!

Ohne drarauf zu achten wurde von mir übrigens versehentlich die 32 Bit Version von Chrome erwischt, so das ich nun bemerken kann, dass diese irgendwie agiler reagiert, als die vorher verwendete 64’er Ausgabe. Einbildung… :?:

Nun ja, geht wieder ;-)

 

 
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Spezielle Linux-Distributionen für die Datenrettung – Hilfe nach dem Crash | TecChannel.de

usb_3_kitMan hofft immer, dass es nicht zum Festplattencrash kommt, völlig sicher ist natürlich niemand.

 

 

Sollte der Gau eintreten, gibt es vielleicht noch Optionen, wenn die passenden Werkzeuge in Sachen Software zur Verfügung stehen:

Spezielle Linux-Distributionen für die Datenrettung – Hilfe nach dem Crash | TecChannel.de.

Aus Erfahrung weiß ich aber, dass die meisten Lösungen nur dann sinnvoll sind, wenn vorher eine gewisse Einarbeitung stattgefunden hat.

Am sichersten ist natürlich immer noch ein aktuelles Backup und eine Ersatzfestplatte ;-)

 


 

Alternative Betriebssysteme: Letztes Update für AmigaOS 4.1 | heise online

Einen kleinen Fimmel für den Amiga habe ich immer noch, auch wenn ich keinen mehr besitze. War eine klasse Zeit mit Mailboxen, 14.4er Modem und der Freude, wenn eine zusätzliche Hardware funktionierte bzw. der Computer wirklich eine neue Funktion bekommen hat :-) Da war ein Graustufen-Handscanner ein echtes Erlebnis :mrgreen:

Die Szene existiert noch:

Alternative Betriebssysteme: Letztes Update für AmigaOS 4.1 | heise online.

So richtig mitreden kann ich da schon lange nicht mehr, einen Link zum Heise-Bericht ist mir das Thema aber immer wert!