Improvisiertes USB-Ladegerät

USB-HUB-ALS-LADEGERAETMit den akkubetriebenen Mobilgeräten wie Smartphone oder Tablet ist eines ja immer sicher: Ist der Akku leer, ist keine Steckdose oder kein Ladegerät vorhanden. Ich persönlich finde es auch nervig, immer das ganze Kabel-/Netzteilgewirr mitschleppen zu müssen oder, für Orte an denen man sich häufig länger aufhält, alles doppelt und dreifach anzuschaffen. Nebenbei führen viele Steckernetzteile auch zu einer beachtlichen Menge an Mehrfachsteckdosen und somit oft zu stillen Stromfressern. Das Spielchen stört mich schon länger…

Ich habe nun bei einer Keller-Aufräumaktion vor ein paar Tagen noch einen alten USB 1.1 Hub gefunden, der eigentlich für nichts mehr zu gebrauchen ist – er hat eine neue Aufgabe ;-)

Im konkreten Fall besitzt er 3 USB-Anschlüsse und die die Möglichkeit, ihn mit einem externen Netzteil zu versorgen. Auf gut Glück mal ein 5V/3A Netzteil angeklemmt dass hier noch rumliegt, Handy und Tablet eingesteckt – Ladung erfolgt! Selbst bei eingeschaltetem Tablet wird der Akkupegel zumindest nicht geringer, habe aber nicht stundenlang daran gearbeitet.

Dieser Hub scheint ohne Datenverkehr keine Strombegrenzung vorzunehmen. Gibt es überhaupt ein Limit, wenn er nicht aktiv über den Computertreiber angesprochen wird? Hab ich mich noch nie mit auseinandergesetzt…

Am freien Port noch eine alte USB-LED-Notebookleuchte eingesteckt, schon hab’ ich die Luxusversion mit Beleuchtung :mrgreen: Zumindest wurden zwei Netzteile eingespart und ein Altgerät nutzbringend wiederverwendet :-D

Wenn ich viel Langeweile haben sollte, messe ich vielleicht mal die fließenden Ströme, im Moment genügt mir die Erfüllung des Zweckes. Für die elektronisch nicht so ambitionierten Blogleser sei noch darauf hingewiesen, dass ein normaler Computer als Versorger eines USB-Hub nicht ausreicht, da sind in der Regel ohne eigene Stromversorgung maximal 100 – 500mA möglich. Hat man aber ebenfalls einen Hub mit eigenem Netzteil übrig, sollte dies ebenso funktionieren. Etwas anderes würde ich, mit Rücksicht auf meinen PC bzw. dessen USB-Ports und etwaige Ladezeiten, ohnehin nicht dauerhaft betreiben.

 



 

Decoder Simulator

Decoder-SimulatorDann und wann muss ich natürlich auch mal einen Lok-Decoder einstellen, testen oder reparieren. Nun habe ich nicht immer eine Lokomotive zur Verfügung bzw. ist diese für rein elektronische Arbeiten einfach nicht besonders handlich, vielleicht lässt sich unkompliziert was basteln ;-)

Meine Idee ist eigentlich ein Messadapter, mal sehen ob so ein ‘Quick & Dirty Lok Simulator’ ausreicht, um das Arbeiten etwas kompakter zu ermöglichen. Im Prinzip nur eine Platine mit Decoderbuchse und einem Widerstand, der die Motorlast darstellt. Dazu zwei antiparallele Leuchtdioden, welche die Drehrichtung anzeigen. Zwei trennbare Brücken  um Gesamtstrom und Motorstrom zu messen – sollte klappen… Wenn’s gut hinhaut, werden die Funktionsausgänge auch noch herausgeführt… Ach ja, die Signale von der Zentrale kommen über die schwarze Buchse/Stecker-Kombi rechts in die Schaltung, das passende Gegenstück lässt sich mit Krokoklemmen ans Gleis ‘pappen’. Mit meinen ersten Tests bin ich jedenfalls schon recht zufrieden :-)

 



 

 

Multimeter VA 18B – Datenmodus und automatische Abschaltung

VA18BWie einige Blogbesucher aus den Artikelfotos richtig erkannt haben, handelt es sich bei einem meiner Multimeter um das VA 18B.

Fast alle Mails zum Gerät beinhalten die Frage nach dem ‘wie und wo’ zum Aktivieren des PC-Verbindungsmodus und der Deaktivierung des automatischen Abschaltens. Gerade bei Langzeitmessungen ist es schließlich ziemlich unsinnig, wenn sich das Messgerät nach 15 Minuten schlafen legt :!:

 

 

PC-Link aktivieren:

Hz/DUTY Taste festhalten und zeitgleich den Drehschalter von OFF auf den gewünschten Messbereich stellen. Anschließend die Hz/DUTY Taste wieder loslassen.

Automatische Abschaltung deaktivieren:

Gleiches vorgehen, diesmal statt der Hz/DUTY Taste die SELECT Taste halten.

Soll beides (sinnvollerweise) gleichzeitig vorgenommen werden, müssen nun folgerichtig Hz/DUTY und SELCET gleichzeitig gedrückt werden, während der Wahlschalter von OFF auf den entsprechenden Messbereich gedreht wird. Leider ignoriert das Multimeter hier gerne mal eine Taste, bei Fehlschlag einfach wiederholen ;-)

Nebenbei ist das Gerät für unter 40€ gar keine schlechte Wahl, Wunder darf man allerdings nicht erwarten. Es gilt: You get, what you paid for! :mrgreen: Von den Messmöglichkeiten her leistet es mir seit Jahren gute Dienste, gespart wurde eben an der Verarbeitung.

Es ist übrigens bei ELV immer noch zu bekommen (Partnerlink):
Multimeter VA 18B
Multimeter mit PC Anbindung


Neben ein bisschen Werbung ;-) findet sich unter dem Link auch ein Manual und die technischen Details zum Messgerät!
 

Google Chrome: Apps definitiv möglich

apps-miniBei einem der letzten Updates wurde in der Lesezeichenleiste des Chrome-Browsers aus “Apps” leider “Apps definitiv möglich“. Klingt nicht nur besch…..eiden, nimmt auch unnötig viel Platz weg.

 

Wer diesen Button gar nicht braucht, kann ihn einfach durch einen Rechtsklick mit auswählen bzw. deaktivieren von ‘Verknüpfung “Apps” anzeigen‘ komplett entfernen. Will man gerne trotzdem schnellen Zugriff auf die Chrome-Apps, einfach mit ‘chrome://apps/‘ die gewohnte Seite aufrufen und als Lesezeichen in die Lesezeichenleiste ziehen. Da es sich nun um einen normalen Eintrag handelt, kann der Name mit Rechtsklick -> Bearbeiten geändert werden. Da hatte wohl bei den Entwicklern einer Tomaten auf den Augen ;-)

 

 



 

Berechnung LED Vorwiderstand

OK, offensichtlich gibt es Bedarf… ;-)

Grüne LED

Vorweg, eine LED sollte IMMER einen Vorwiderstand haben! Ich weiß, das es auch z.B. Fernbedienungen gibt, in denen die Sende IR-LED direkt über einen FET an der Betriebsspannung hängt. In diesen Fällen ist einfach der Innenwiderstand der Batterie ausgenutzt worden oder der RDSon des FET’s. Trotzdem keine ‘saubere’ Lösung…

Also gehen wir mal von folgendem Schaltbild aus:
Einfache LED Schaltung mit VorwiderstandEinfacher LED Anschluss mit Vorwiderstand

 

 

 

Hat man keine eindeutigen Daten zur LED zur Hand, kann man von folgenden Kerndaten ausgehen:

  • Blau Weiß:         3V, max. 20mA
  • Rot, Grün,Gelb:  2V, max.20mA

Mir ist klar, das es nicht immer genau 2V oder 3V sind, aber da man ohnehin meist auf einen Standardwiderstand einer E-Reihe zurückgreifen muss und diesen immer eine Stufe über dem berechneten Wert nehmen sollte wird, kommt das auf ‘nen Schnapps’ nicht an! Ich empfehle ohnehin, nur mit 10-15 mA zu rechnen, das schont die Stromquelle (spart Energie! ;-) ) und man ist eben auf der sicheren Seite!

Ebenso sind moderne LEDs hell genug, man muss sie nicht immer am Limit betreiben. Wenn man wirklich alles herausholen möchte, ist das Datenblatt zur LED Pflicht! Hier im Beispiel gehe ich aber von normalen 3 bzw. 5mm LEDs aus!

Wobei ich für den schnellen Einsatz mit folgenden Werten immer klar gekommen bin:

  • -5V    220R
  • -12V  560R
  • -24V 1500R

OK, zum Rechnen :-)

Man nimmt die Betriebsspannung, zieht den zu erwartenden Spanungsabfall der LED ab und Teilt das Ergebnis durch den max. Strom -> U=R*I

Darauf achten, das man richtig mit den Kommastellen umgeht! 1Ampere = 1000mA.

Beispiel mit 12V, 2V LED Spannung und 15mA LED Strom:

12V-2V = 10V (Die sollen am Vorwiderstand abfallen!)

10V:15mA = 666,6 Ohm

Im Taschenrechner ist aber 10:0,015 einzugeben, die 0,015 sind 15mA (in Ampere!)

nächstliegender Wert in z.B. der E12 Reihe wären 680 Ohm.