Der Colido D1315 – (M)ein 3D-Drucker

Manchmal kommt man ja an ein Gerät, wie die berühmte Jungfrau zum noch berühmteren Kind, aktuell ein 3D Drucker.

Nun, OK – nicht ganz Kind und Jungfrau, aber fast…

Besitzen wollte ich so ein feines Teil schon länger, Geld ausgeben nicht zwingend. Zeit für eine umfangreiche Einarbeitung ist ebenfalls Mangelware, also eher etwas für die nicht so nahe Zukunft. Im häuslichen Umfeld habe ich natürlich schon laut genug gejammert erwähnt, dass ein 3D-Drucker ach so sinnvoll wäre, man kann seine Wünsche ja nicht unerwähnt lassen :mrgreen:

Irgendwie hat(te) mir die Thematik zuviel Bastelcharakter, was man so lesen kann, klingt für mich oftmals nach „Try & Error“. Andersherum ist so eine Fummelei ja genau mein Ding, dann bleibt noch immer das Zeitproblem. Was ich gar nicht mag, ist es einfach Dinge nachzudrucken, welche von fremder Hand entworfen wurden, selbst ist der Mann! Also steht auch das Suchen geeigneter Software und die Einarbeitung auf dem Programm, mit der man Druckbares hervorbringen kann.

Das war bisher mein Stand der Dinge in Sachen 3D-Druck. Wenn man allerdings plötzlich noch zwei Leute aus dem Familenkreise als Beteiligte, vor allem an den Kosten, neben sich sitzen hat, sieht die Geschichte plötzlich anders aus.

Kurzum: Die Wahl fiel auf den Colido D1315! (Die Anschaffung ist übrigens auch der Grund für die wenigen Blogbeiträge der letzten Wochen, ich war beschäftigt ;-) )

Natürlich kann ich so ein Gerät hier in Zukunft nicht unerwähnt lassen, im Gegenteil. Allerdings bin ich noch viel zuviel blutiger Anfänger, um hier Tipps oder Ratschläge zu geben. Ich kann zwar mittlerweile auf eine Reihe erfolgreicher Druckergebnisse zurückgreifen, auf eine Menge Misserfolge aber auch… Kurz: Das hier (samt dem sicherlich folgenden) wird weder eine Anleitung zum 3D-Druck noch eine Geräteempfehlung! Es wird einfach ein Bericht zu meinen persönlichen Erlebnissen mit dem Thema. Erfahrungsgemäß kommt man allerdings irgendwann an einen Punkt, an dem irgendetwas auftritt, was jemand anderem hilft oder wo man selber einen entscheidenden Hinweis erhält, wie auch immer.

Das Gerät und alles, was zu dem Thema gehört, wird einfach tagebuchmäßig aufgebaut und bekommt eine eigene Rubrik. Ohne Sortierung, ohne Planung der Berichte – eben so, wie ich es erlebe. Ansonsten kann ich später immer noch irgendetwas in Richtung „FAQ“ erstellen, man wird sehen.

Wer Interesse an meinen Erkenntnissen hat mag es lesen, vielleicht habe ich ja schon ein Problem verursacht, das jemand anderes noch nicht hatte :-D

Der Colido D1315

Informationen vom Hersteller, ich hoffe, die Links bleiben intakt…

Warum gerade dieser?

Ganz einfach: Er war der preiswerteste!

Mehr als Technische Daten der Hersteller vergleichen kann ich mangels Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten nicht, also habe ich das gewählt, was mir technisch sinnvoll erschien UND das bezahlbarste war. Nach doch reichlicher Recherche schien (und scheint) mir das Verhältnis Leistung und Preis OK, irgendwann kann man nichts mehr vergleichen, dann kauft man oder lässt es.

Einige Eckdaten lt. Hersteller:

Drucktechnik: Fused Deposition Modeling (FDM)
Druckabmessungen: 130*150mm (max. Durchmesser 130mm)
Genauigkeit ± 0.05mm
Filamentdurchmesser: 1.75mm
Düsendurchmesser: 0.4mm
Druckbett: PMMA Plattform, unbeheizt, Haftklebeband
Gerätemaße: 250*445 mm
Gewicht: 4.5 KG
Software: Repetier
Datenformate: ,stl, .g-code
Leistungsaufnahme: Max. 30W

Nicht zuletzt haben mich die 30W Leistungsaufnahme bei der Kaufentscheidung unterstützt, so ein Gerät arbeitet stundenlang und man finanziert mit der Stromrechnung schon genug Unsinn, den niemand braucht.

Das nicht beheizte Druckbett hat bisher keine Probleme bereitet, korrekte Justage des Druckers vorausgesetzt. Bisher habe ich, mehr aus Neugier, nur den mittleren Streifen des Haftklebebebandes einmal ersetzt, es sind um die 50 kleinere Objekte darauf entstanden. Da hält sich der Aufwand also in Grenzen. Natürlich habe ich keinen Vergleich zu den Varianten mit Heizung, bisher jedenfalls vermisse ich sie nicht.

Ein Display ist ebenfalls NICHT vorhanden, wurde bislang allerdings von mir auch nicht vermisst. Der steuernde PC steht direkt daneben, auf dem Bildschirm sehe ich alle Informationen, die ich aktuell brauche. Kann gut sein, dass ich mit steigenden Ansprüchen an den 3D-Druck mehr Komfort benötige, dann muss es aber vielleicht auch ein „dickeres“ Gerät sein.

Tja, soweit für den Anfang und ein kleiner Ausblick auf das, was hier im Blog demnächst kommt.

 

Hier geht’s zu den anderen Beiträgen zum und vom Colido D1315 ;-)

 

 

3 Gedanken zu „Der Colido D1315 – (M)ein 3D-Drucker

  1. dito.
    Ich bin über die Schubladenschränke auf der Seite gelandet
    und hab mich dann gefragt, mit welchem Gerät die gedruckt wurden.
    Vielen Dank für die informative Blogeinträgen.

  2. Dafür, dass es der preiswerteste 3D Drucker war, scheint er sich ja zu lohnen. :) Ich bin über die Schubladenschränke auf der Seite gelandet und hab mich dann gefragt, mit welchem Gerät die gedruckt wurden. Die Schränke sind definitiv nützlich. War die Kalibrierung schwer? Hab mal gelesen, dass Delta-Drucker für Anfänger nicht so einfach sein sollen.

  3. Pingback: Viel Kleinkram? Vielleicht einfach einen Schrank drucken! | Michael-Floessel.de – Blog

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