Modellbau Bernd Hübner | Selbstgebaute Möbelwagen-Modelle

Ich muss doch nochmal einen Link zu Bernd Hübner posten:

Modellbau Bernd Hübner | Selbstgebaute Möbelwagen-Modelle

Ich finde seine Modelle einfach nur super. In der Regel arbeitet man ja mit Modellen, die im Grundaufbau schon mehr oder weniger fertig sind, es wird meistens etwas verändert, ergänzt oder eben so lange überarbeitet, bis es einen mehrstündigen Ausstellungstag durchhält.
Wenn ein Car-System Fahrzeug entsteht, ist der Fahrzeugtyp vorher bekannt, im Prinzip geht es eher um Antriebseinbau und elektronische Versorgung des Ganzen.
Das meist komplette erstellen eines Fahrzeuges incl. der Recherche, wie es denn nun real ausgesehen hat, ist da ja schon mindestens einen Level höher :-D Respekt!

 



 

 

 

Bauteiltipp: Polyswitch, selbst rückstellende Sicherung

Polyswitch_800Jeder Mensch, der sich mit Elektronik in irgendeiner Form auseinandersetzt, kennt die Notwendigkeit von Sicherungen. Sie sind sozusagen gewollte Sollbruchstellen, welche beim Überschreiten einer bestimmten Vorgabe einen Vorgang oder eine Funktion unterbrechen. In der Regel wird in elektrischen Anlagen ein bestimmter Maximalstrom vorgegeben, der in der Einrichtung fließen darf. Wird dieser überschritten, muss abgeschaltet werden.

Gerade bei den im Modellbau und der Kleinleistungselektronik vorkommenden Anwendungen, sind große Ströme über  2-3 Ampere eher selten, dieser Beitrag hier gilt in diesem Szenario, Hausanschlüsse und Kernkraftwerke werden nicht berücksichtigt ;-)

Besonders ärgerlich ist es meist, wenn ein nachvollziehbarer Kurzschluss auftritt, der keinen Systemfehler darstellt, sondern durch Fehlbedienung im weitesten Sinne geschieht. Metallgegenstände, die versehentlich über Akkuanschlüsse gelegt wurden, Modelllokomotiven die so ungünstig entgleisen, dass ein Kurzschluss entsteht, es gibt reichlich Situationen, in denen ein zu hoher Strom fließen kann. In komplexeren Systemen kann hier eine intelligente Elektronik helfen, welche einen Überstrom feststellt und Gegenmaßnahmen ergreift, bei einfachen Anwendungen, begrenztem Platzangebot oder schlicht zu hohen Kosten scheidet diese Möglichkeit oft aus. Schmelzsicherungen sind auch kein Allheilmittel, der Aufwand für einen Austausch steht häufig in keinem Zusammenhang zur Fehlerursache.

Hier nun kann der Polyswitch gute Dienste leisten. Im Prinzip ist er ein PTC, ein Widerstand, der mit steigender Temperatur seinen Widerstandswert erhöht. Ich will hier nicht auf die Details zu dieser Bauteileart eingehen, dass findet sich u. a. auch bei Wikipedia.

Es gibt die Polyswitches mit Auslösewerten von einigen Milliampere bis hin zu einigen Ampere, neuerdings auch mit Spannungsverträglichkeit bis 230V, gängig sind allerdings derzeit die Varianten bis ca. 60V. Bei (zu) hohem Stromfluss erwärmen die Switches sich und werden bei erreichen eines bestimmten Wertes hochohmig (nicht lienar), praktisch wird der Verbraucher somit nicht mehr oder nur mit einem sehr geringen Strom versorgt. Sinkt nun die Temperatur, wird der Polyswitch wieder niederohmig, die Schaltung kann erneut arbeiten, die Sicherung hat sich quasi zurückgestellt. Ist der Fehler noch vorhanden, kommt es recht schnell zur Wiederholung des Vorganges. Im Alltag kann man dieses Verhalten auch zum Schutz vor Überhitzung einsetzten, die Wirkung ist gleich.



Nachteilig ist natürlich, dass dies keine schnelle Abschaltung ermöglicht. Zum Schutz vor Überlastung an (Modell) Motoren, Lokdecodern, Akkus oder sonstigen Bauteilen, welche eher durch längeren ‘Missbrauch’ aufgeben, aber eine praktische Sache! In Schaltungen, welche sehr sensibel auf geringe Stromänderungen reagieren muss unter Umständen berücksichtigt werden, dass sie in kaltem Zustand einen geringen Widerstand von ca. 0,2 Ohm besitzen, abhängig auch von der Umgebungstemperatur. Im Alltag setze ich sie z. B. vor den Lokmotoren am Decoderausgang ein, da es trotz angeblichem Überlastschutz immer wieder mal Fälle von durchgebrannten Decodern bei blockierten Motoren gibt. Selbst bei Lokomotiven, welche sehr präzise eingestellt bzw. eingemessen wurden, habe ich bisher keine feststellbaren Unterschiede im Fahrverhalten bemerkt. Zur Anwendung kommen in dem Falle meist 1000 mA Polyswitches. Sie sind tolerant genug, beim Anfahren auch schwerer Züge nicht gleich abzuschalten, trennen aber sehr gut bei anhaltender Überlast.

FusecheckRecht elegant ist daneben auch die Möglichkeit, eine LED samt Vorwiderstand ‘über’ der Sicherung anzubringen.

Löst der Polyswitch aus, fällt die komplette Spannung an seinen Anschlüssen ab und die LED signalisiert die Überlast. Klappt im Prinzip bei jeder Sicherung, man muss natürlich auf die anzutreffenden Spannungen achten und auch darauf, dass der Leuchtdiodenstrom allein nicht schon ausreicht, um die Schaltung vielleicht doch zu aktivieren. Vorsicht eben! Natürlich ginge auch ein Optokoppler, der wieder einen Transistor oder Controller oder… lassen wir das :mrgreen:

 

Passend dazu noch etwas Werbung, die Polyswitches gibt’s natürlich auch bei Reichelt ;-) In der jeweiligen Produktbeschreibung finden sich auch die Datenblätter, für einen präzisen Einsatz das A und O!

Polyswitch – Haltestrom 1100 mA


Polyswitch – Haltestrom 500 mA


Polyswitch – Haltestrom 250 mA


 

3. Advent

3. Advent 2012Und natürlich wieder alle guten Wünsche zum 3. Advent an meine Blogleser!

 

In 10 Tagen ist Heilig Abend, wer also noch etwas für Weihnachten zu erledigen hat, sollte bald anfangen ;-)

 

Nebenbei erwähnt, wenn irgendwo jetzt schon das Adventskalendertürchen mit der Nummer 24 offen ist, dann ist da etwas falsch gelaufen :mrgreen:

 

 

 

 



 

LED mit vier Hochstromchips für die Bühne

Ich bin immer wieder erstaunt, was mittlerweile aus Leuchtdioden herausgeholt werden kann:

LED mit vier Hochstromchips für die Bühne

Wenn ich da mal wieder an meine ersten Experimente mit roten LEDs denke, welche gerade eben so hell leuchteten, dass man bei Tageslicht die Funktion bemerkte :-)

 

 


 

Welcher Tastkopf passt zu welcher Messaufgabe?

MF-Blog-Tastkopf_ANicht jedes Signal kann mit jedem Tastkopf optimal auf dem Oszilloskop dargestellt werden. Aktiv, passiv, Last am Signal – all dies möchte beachtet werden, es ist doch sehr ärgerlich, wenn das Messgerät das Messergebnis beeinflusst.

 

 

‘Elektronik-Praxis’ hat auch hierzu einen Artikel verfasst, welcher auf die genannte Problematik eingeht:

Welcher Tastkopf passt zu welcher Messaufgabe?.

Gerade (aber nicht nur) für Anwender, die nicht täglich mit dem optischen Darstellen von Signalen beschäftigt sind, ein informationsreicher Artikel.

 

 

Noch ein bisschen Werbung ;-) : -Tastkopf bei Amazon-