Raspberry Pi

RaspiTja, ich habe mich derweil auch in die Welt des Raspberry Pi begeben.

So ganz tagesaktuell ist der Start dieser neuen Rubrik nicht, begonnen hat die Geschichte irgendwann im Februar 2019.

 

 

Leider bin ich gesundheitlich im Augenblick etwas neben der Spur, daher geht’s nicht immer so zügig, mit meinen Ideen und Projekten.

Wie eigentlich immer, werde ich hier eher in einer Art Tagebuch von meinen Erlebnissen mit den Geräten berichten, vieles in der Art „offene Notizen“. Inhaltlich wird es sich neben dem eigentlichen Hardwaresystem natürlich auch um Linux, im speziellen Raspbian, drehen, ohne zu sehr in die Tiefen gehen zu wollen. Ich werde einfach schreiben was ich als Aufgabe gesehen und wie ich auftretende Hürden genommen habe, wenn denn überhaupt. Natürlich ohne Anspruch darauf, die beste Lösung gefunden zu haben, funktionieren muss es eben.

Zum ursprünglichen Pi 2B+ hat sich inzwischen noch ein 3B+ hinzugesellt, auf einem Bein kann man eben nicht stehen, die Familie wusste zusätzlich gut, was ich so an Geburtstagswünschen hatte :-D

Wenn nicht unbedingt wichtig für den jeweiligen Beitrag, schenke ich mir die ganzen „das kann der Pi – so sind die Unterschiede – Dinge“, dies ist z. B. beim Elektronik-Kompendium sehr schön beschrieben, zusätzlich dürfte jeder, der speziellere Informationen zur Thematik sucht bereits wissen, was er da vor sich hat.

Nebenbei werde ich auch einige der alten Rubriken etwas ausdünnen, die Artikel bleiben natürlich online.

Bis demnächst ;-)

 

Mehr zum Pi

 

 

 

 

Slic3r – Print Settings – „Layers and perimeters“

Die Einstellung „Layers and Perimeters“.

Nach meinem Blogbeitrag zu den Beispieleinträgen im „Slic3er“, kamen einige Fragen auf. Ich beginne mit diesem Eintrag hier nun einfach, (m)eine Deutung der Slic3er-Settings zu notieren.

Alles werde ich in einem Rutsch nicht schaffen, für Ungeduldige finden sich ja auch andere Internetseiten, die sich dieses Themas schon angenommen haben, vielleicht sogar direkt bei slic3r.org? ;-)

Ansonsten starte ich in der Reihenfolge der Einstellungen so, wie sie das Programm vorgibt (Version 1.2.2 – 1.2.9). Soweit ich das überhaupt kann, habe ich Antworten auf einige Fragen in Artikel einfließen lassen.

 Wichtig vorweg:

Fast alle Einstellungen beeinflussen das Verhalten anderer! Filamenttemperatur, Fördermenge, Schichtdicken und Geschwindigkeit – all dies spielt zusammen. Einen einzigen Tipp, der alle Probleme berücksichtigt, gibt es einfach nicht. Ebenso keine „All in one“ Einstellung. Der beste Weg ist es, sich eine einzige Einstellung zu erarbeiten und auf dieser, mit einem kleinen Testobjekt und vielen Versuchen, seine Erkenntnisse aufzubauen.

Übrigens, weil auch als Komplikation aufgetreten:

Mit dem Diskettensymbol kann die jeweilige Einstellung unter einem beliebigen Namen gespeichert werden. Dieses Setting muss auch zwingend VOR dem Slicen ausgewählt werden! Es nützt nichts, eine Einstellung zu verändern und mit einer anderen zu arbeiten.

 

Die Einstellungen:

Layer height

Dicke der einzelnen Schichten in der Horizontalen. Beim D1315 haben sich Werte zwischen 0,08 und 0,4mm als sinnvoll erwiesen. Er könnte runter bis auf 0,05mm, ich kann aber, außer einer längeren Druckzeit, keinen wirklichen Unterschied zu den 0,08mm dicken Lagen erkennen. Es ist natürlich auch möglich, daß ich einfach noch kein Objekt gedruckt habe, bei dem so feine Details notwendig waren. Über 0,4mm Dicke geht ohnehin nicht, mehr lässt die 0,4mm Düse nicht zu. Man muss eben abwägen, in welchem Zeitraum man welches Ergebnis erwartet. Ständer für Telefone oder Kopfhörer müssen theoretisch nicht besonders fein sein, bei Zahnrädern oder Gewindeteilen kann das ganz anders aussehen.

First layer height

Stärke der ersten Druckschicht.

Da der D1315 kein beheiztes Druckbett besitzt, hat er es gelegentlich gern etwas dicker. Mit 0,3 – 0,4mm hatte ich noch nie Haftungsprobleme, unterhalb 0,29mm mag es der Drucker gern ein wenig langsamer. Ein gut kalibriertes Druckbett, eine ausreichende Menge Filamentnachschub und etwas Gefühl für die Temperatur vorausgesetzt, gibt es eigentlich eher selten Probleme.

Vertical shells

Anzahl der Außenschichten.

Je mehr Schichten, desto dicker die Oberfläche des Modells Hier muss einfach vorher überlegt werden, wie grob oder fein das zu druckende Objekt.überhaupt ist. Eine dünne Wand von 0,5mm Stärke bei 0,4mm Düsenöffnung mit 4 Schichten zu drucken wird natürlich problematisch. Will ich aber am Ende, bei einem großen Modell vielleicht, noch etwas schleifen oder auch Löcher bohren, dann können auch 10 Umrundungen durchaus Sinn machen, das Modell gibt es eben vor. Bei einfachen Dingen komme ich meist mit 2 „Vertical shells“ aus, bei größeren überwiegend mit 3. Der Slicer berücksichtigt allerdings auch die Wanddicke und „denkt“ sozusagen mit. Wenn bei 1mm Wandstärke 4 „Vertikal shells“ ausgewählt wurden, reduziert er die Schichtanzahl trotzdem, um das Maß einzuhalten. Es ist mir noch nicht gelungen eine Wand zu drucken, die dünner als die 0,4mm Düsendurchmesser ist ;-)

Spiral vase

Spiralförmiges drucken.

Das Aktivieren dieser Einstellung setzt einige andere außer Kraft. Der Slicer wird damit angewiesen alles so aufzubereiten, daß praktisch mit einer einzigen Filamentspur das komplette Objekt gedruckt wird. Ein zylindrisches Modell würde, eben spiralförmig, von unten nach oben in einem Durchgang erstellt. Wenn man eine geeignete Vorlage nutzt, kann dies schon einiges an Zeit sparen, oft kann ich „Spiral vase“ allerdings nicht nutzen.

Horizontal shells

Das waagerechte Gegenstück zu „Vertical shells“, fast jedenfalls.

Hier kommt nämlich die eingestellte „Layer height“ zum Zuge. Da der Drucker in der Höhe die Schichtdicke variieren kann, ist es so möglich, in feineren Linien zu drucken. Eine 1mm starke Schicht würde bei einer „Layer height“ von 0,2mm eben in 5 Lagen gedruckt. Die untere Marke definiert der Drucker bzw. seine technischen Fähigkeiten (beim D1315 0,05mm), das Maximum der Düsendurchmesser, hier am Colido D1315 ab Werk 0,4mm. Ein vernünftiges Druckergebnis hängt auch sehr stark von der Filamentmenge ab, die während des Druckes zugeführt wird! Sehr oft ist die Qualität eines 3D-Druckes viel eher von der Filamentmenge, als der Schichtdicke abhängig.

Quality

Extra perimeter if needed

Wenn der Slicer erkennt, daß es durch die Vorgabe des Modells Lücken bzw. Löcher in den Wänden geben kann, fügt er selbstständig Schichten ein. Habe damit Unterschiede in schräg ansteigenden Wänden festgestellt.

Avoid crossing perimeters

Beim Druck das überqueren bereits erstellter Wände vermeiden. Macht gerade bei Druckern Sinn, die gerne bei Leerbewegungen Filament austreten lassen.

Detect thin walls

Zu dünne Wände werden erkannt und ggf. zusammengefasst, um druckbar zu bleiben. Habe bisher noch nicht wirklich herausgefunden, ob dies einen Unterschied macht. Vermutlich sind meine Wandstärken ohnehin immer ausreichend.

Detect bridging perimeters

Brücken sollen erkannt werden. Da dort wirklich in der Luft gedruckt wird, werden die Geschwindigkeit und die Filamentmenge angepasst und ein evtl. vorhandenmer Lüfter eingeschaltet.

Advanced

Seam position

Der Startpunkt zum erneuten Ansetzen einer Drucklinie. Es kann vorkommen, daß man innerhalb eines Modells erkennen kann, wo im nächsten Layer angesetzt wurde. Bei ungleichmäßigem Filamentfluss oder tropfendem Hotend vielleicht mal eine Linie, auch gelegentlich Lücken oder Punkte, durch unterschiedliche Ansätze ist da u. U. Abhilfe möglich.

Random

Zufälliger Punkt beim Ansetzen.

Nearest

Mit etwas Abstand starten, sinnvoll bei unsauber fortsetzenden Druckern. Kann allerdings auch zu kleinsten Lücken führen.

Aligned

Start dort, wo vorher unterbrochen wurde.

 

Zur Ergänzung

Aus Neugier habe ich mal folgendes getestet:

Ein ganz einfaches Druckobjekt (Foto links), drei Wände von jeweils 0,3, 0,6 und 0,9mm Stärke auf einer 0,8mm Grundschicht. (.STL Datei als Zip-Archiv: 03-06-09__08)

Erste Slicer-Einstellung:

0,4mm First Layer, 0,3mm Perimeter, jeweils immer 2 Schichten Top-, Bottom und Perimeter.

 

 

Zweite Slicer Einstellung:

0,4mm First Layer, 0,3mm Perimeter, jeweils immer 4 Schichten Top-, Bottom und Perimeter.

Ergebnis:

Beide Drucke waren absolut identisch. Beim Slicen achtet das Programm also unabhängig von der Anzahl der Lagen darauf, dass die Modellmaße Prorität haben.

Per Mail wurde mir von einem Leser das Gegenteilige Ergebnis gesendet, er hatte augenscheinlich bei „Vertikal perimeter = 6“ eine 3mm dicke Wand erhalten, welche laut Zeichnung nur 1,2mm stark ausfallen sollte. Dieses Ergebnis kann ich so nicht bestätigen, vermutlich spielen da, mir noch unbekannte, Zusammenhänge der Einstellungen ein Rolle.

Wie auch immer, dies sind so meine recherchierten, experimentierten und zusammengereimten Erkenntnisse zu den „“Layers and perimeters“ beim Slic3r. Vielleicht habe ich auch das eine oder andere nicht ganz korrekt gedeutet, solange meine Druckergebnisse am Ende passen, langt’s mir ;-)

Mehr demnächst!

 

 

 

 

 

Slic3r – Colido D1315 – Einstellungen

Gelegentlich schreibe ich ja auch Beiträge über den Colido D1315, also meinen 3D-Drucker. Seitdem finde ich überdurchschnittlich oft Fragen zu den Slicer-Einstellungen im Posteingang, traue mich aber nie wirklich, diese eindeutig zu beantworten.

Mit jedem neuen Druck findet sich eigentlich immer noch eine (virtuelle) Schraube, an der man drehen kann. Vieles ist absolut vom Modell und auch dem verwendeten Filament abhängig, anderes wirklich wieder von den Einstellungen in der Software und auch der Temperatur beim Druck.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich nutze Slic3r und stelle mal ein paar Screenshots von meinen Settings ein, mit denen ich bei einer Schichtdicke von 0,2mm als Ausgangspunkt gute Erfahrungen gemacht habe, Änderungen basieren eigentlich immer auf diesen Werten.

 

 

Grundsätzlich kann man für andere Schichtdicken auf diesen Einstellungen aufbauen, erfahrungsgemäß müssen bei dickeren Schichten die Filamentmengen unter „Advanced“ eher reduziert werden. Für die Geschwindigkeit sollte man nach dem Motto „feiner = langsamer“ vorgehen. Es ist eben doch vieles „Try & Error“, vielleicht hilft’s ja wem ;-)

 

 

 

 

 

Der 3. Advent

Euch allen einen ruhigen und friedlichen dritten Advent!

In einer Woche ist schon Heiligabend, der Advent ist in diesem Jahr kurz.

Versucht gerade in dieser Zeit etwas Eure persönliche Drehzahl zu senken, denn auch wenn es an jeder Ecke gewünscht wird:

Der Mensch ist keine Maschine! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein 1:87-Car-System-Getriebeträger

Dann und wann gibt es das eine oder andere Automodell nicht im Angebot der Händler. Oft ist mir der Preis auch zu hoch oder, und das vor allem, mich reizt einfach der Eigenbau. Wie auch immer, mit einem 3D-Drucker auf dem Tisch sollte da einiges an Möglichkeiten offenstehen ;-) Lange Rede kurzer Sinn – ich habe mir mal eine Bodengruppe erstellt, welche Zahnrad, Motor, Ladebuchse, Reedschalter und Hauptschalter aufnehmen kann.

Zum Einsatz kommen der M700 Motor, das 30er Faller Zahnrad nebst Schnecke und einige sonstige Bauteile, welche ich hier noch im Vorrat habe. Die Aufnahme für die Lenkung kann einfach vorne angesetzt werden, ist aber noch in der Vorbereitung.

Die ersten Varianten funktionieren besser als erwartet, ich denke mit Hilfe einiger Karosserieteile aus einem Standmodell wird da ein fahrtüchtiger LKW draus. Das weiße ist übrigens kein Schimmel, da ist das PLA-Material mit Akitvatorspray in Berührung gekommen.

Der komplette Aufbau ist recht einfach gestaltet, in Fahrtrichtung rechts eine Aussparung für einen Reedschalter, gegenüber für einen kleinen SMD-Schiebeschalter. Die Rundung in der Mitte dient der Motoraufnahme, in das hintere Loch passt das Zahnrad, dahinter eine 3-polige Ladebuchse mit 2,54mm Lochabstand. Die Lücken für die Achse sind so bemessen, dass 0,5mm² Adernendhülsen mit dem entsprechenden 1mm Innendurchmesser als Achslager dienen können.

Bei der ersten Versuchsversion habe ich aktuell die Bauteile noch verklebt, in kommenden Varianten soll alles reversibel sein.

Wer sich die Datei im .STL Format mal ansehen möchte:

cs_traeger_m700

Mit etwas Bastelfieber kann das Ganze schon eingesetzt werden, wie immer keine Garantie von mir für irgendeinen Erfolg :-D

Je nachdem, mit welchen Teilen bestückt werden soll, kann recht einfach Material ausgefräst werden. Ich habe mich noch nicht entschieden, welche Teile ich in Zukunft im Standard nutzen werde, derzeit soll erst der Vorrat verbraucht werden.

 

 

Hier geht’s zu den anderen Beiträgen zum und vom Colido D1315 ;-)

 

 

Low Cost PC – Athlon 5350 – Sempron 3850 – III – 1333 zu 1600 – HD6670

lc-pc-artikellNach Teil 1 und Teil 2 nun eben der dritte und letzte Beitrag zu der kleinen Kabinibastellei :-)

Da sich ja im Falle der integrierten Grafiklösungen die Komponenten den vorhandenen DDR3-Ram teilen müssen, sollte die Technik von einem schnelleren Speicher doch profitieren.

Da im Moment noch 1333er am Werk ist, dürfte eine Erhöhung auf die maximalen 1600 MHz doch noch etwas bringen. Und wenn man ohnehin schon einmal dabei ist… :mrgreen:

kabini-hyperxDie Wahl fällt auf dieses Modul:
Kingston HX316C9SR/4 Hyp Arbeitsspeicher 4GB (1600MHz, CL9, 1x 4GB) DDR3-RAM

Obendrein sieht’s auch noch gut aus! Ich weiß, völlig nebensächlich! Trotzdem… ;-)

Nun alten RAM raus, neuen rein und weiter geht’s…

Nun die Ergebnisse mit dem Athlon 5350 und 1600er DDR3 RAM:

Catzilla:

933 Punkte

3DMark: 

Fire Strike: 400

Sky Diver: 1533

Cloud Gate: 2713

Ice Storm: 29930

Also wieder eine Ecke schneller! Man merkt den Effekt (vor allem im Vergleich zu Ur-Konfiguration) schon recht deutlich, er bewegt sich im Rahmen der Erwartung. Zur Erinnerung: Es geht hier nicht um einen Gaming-PC, nur um die Alltagsleistung eines Low-Cost PC, wenn er mit ein wenig weiterer/anderer Hardware aufgerüstet wird.

Das war dann auch schon alles, was man mit Bo(a)rdmitteln und schnellerer APU nebst RAM realisieren kann. Am neugierigsten bin ich allerdings auf einen Test mit eigenständiger Grafikkarte. Da der PCIe Slot ohnehin nur mit x4 angebunden ist, soll es da nichts überdimensioniertes sein. Da ich hier noch eine Radeon HD 6670 liegen habe, bietet sich eine Versuch mit eben dieser an.

lc-pc-hd6670_ram

Die Grafikkarte: Club 3D Radeon HD6670 1024 MB DDR3 SDRAM

 

 

 

 

 

 

Mir ist bewußt, dass die Karte auch nicht der Oberhammer ist, soll sie für den Versuch aber ja auch gar nicht sein ;-)

Wie immer – Karte rein, PC an, aktuelle Treiber ziehen (Omega14.12) und wieder einmal die Testsoftware laufen lassen. So ganz nebenbei hat der PC nun auch die vollen 4 GB RAM für sich, vorher hat sich die Grafikeinheit rund 500 MB abgezwackt. Bei den normalen Handgriffen auf dem Desktop spürt man eher keinen Unterschied, in den Benchmarkprogrammen allerdings schon:

Ergebnisse Athlon 5350 mit 4GB DDR-1600 RAM und HD 6670 Grafikkarte:

Catzilla:

2233 Punkte

3DMark: 

Fire Strike: 845

Sky Diver: 2982

Cloud Gate: 4451

Ice Storm: 39022

Ein deutlicher Unterschied :-)

Sollte man sich also einen Computer ähnlicher Konfiguration zugelegt haben und mit der Onboardgrafik irgendwo an die Grenzen stoßen, kann eine externe Grafikkarte doch so einiges bewirken. Eine HD 6670 kriegt man gebraucht schon für unter 40 Euro, das ist unter Umständen recht wenig Geld, um den PC deutlich zu beschleunigen. Zumindest was die Grafikleistung angeht.

Zum Vergleich kann ich im Moment nur den PC heranziehen, in dem die HD6670 eigentlich ihren Dienst verrichtet. Dieser ist mit einem Athlon 64 X2 5000+ (2,6 GHz) ausgestattet und fühlt sich bei allgemeinen Aufgaben teilweise weniger flüssig an, ist aber auch nicht mit einem frischen Windows aufgesetzt.

Messergebnisse Athlon 64 X2 5000+ mit HD 6670 Grafik zum Vergleich:

Catzilla:

1534 Punkte

3DMark: 

Fire Strike: 836

Sky Diver: 2694

Cloud Gate: 3300

Ice Storm: 32648

Also doch eine Ecke schneller, als das ältere Zweikernmodell, in dem die Karte ansonsten arbeitet. Es macht durchaus Spaß, mit dem 5350er-PC zu arbeiten. Dank der verbauten SSD geht das Booten in Sekunden und auch bei Videokonvertierung oder dem Entpacken größerer Archive kommt das System gut zurecht.

In wie weit der neue Prozessor, der 1600er RAM, eine andere Grafikkarte und eine SSD noch den Begriff ‚Low-Cost‘ rechtfertigen, kann ich nicht pauschal beantworten. Besitzt man so einen Computer bereits, dürfte eine schrittweise Aufrüstung sinnvoll sein. Steht jedoch ein Neukauf an, sollte man sich die Komponenten im Vorfeld ansehen. Sicherlich bewegt sich ein Rechner in dem all diese Hardware (oder leistungsfähigere) steckt preislich nicht auf der gleichen Linie, ist als System aber u. U. günstiger als der Einzelkauf. Andererseits kostet eine SSD nicht mehr die Welt und würde bei mir in jedem PC zum Einsatz kommen. Zumindest als Systemlaufwerk, für Datensammlungen kann es dagegen immer noch eine klassische Festplatte sein.

Wenn man den Preis für RAM und CPU, also den übergebliebenen Teilen abzieht, kommt sicherlich eine andere Rechnung dabei heraus. Umständehalber kenne ich einige der Preise nicht, kann also dahingehend keine Rechnung präsentieren.

Hier noch einmal alle Messergebnisse zusammen:

Sempron 3850, integrierte Grafik und 1333er DDR3 RAM:

Catzilla:

737 Punkte

3DMark: 

Fire Strike: 305

Sky Diver: 1202

Cloud Gate: 2037

Ice Storm: 22578

Die Ergebnisse mit dem Athlon 5350, 1333er RAM:

Catzilla:

861 Punkte

3DMark: 

Fire Strike: 381

Sky Diver: 1476

Cloud Gate: 2569

Ice Storm: 28034

Athlon 5350 und 1600er DDR3 RAM:

Catzilla: 933 Punkte

3DMark: 

Fire Strike: 400

Sky Diver: 1533

Cloud Gate: 2713

Ice Storm: 29930

Athlon 5350 mit 4GB DDR-1600 RAM und HD 6670 Grafikkarte:

Catzilla:

2233 Punkte

3DMark: 

Fire Strike: 845

Sky Diver: 2982

Cloud Gate: 4451

Ice Storm: 39022

Sei noch zu erwähnen, dass der Stromverbrauch dieser Zusammenstellung selbst mit der HD 6670 Grafikkarte bei ca. 35 W bei Desktopbetrieb und 75 W unter Last lag. Diese Werte sind leider nur nebenbei und ohne Sorgfalt gemessen, der Fokus lag auf anderen Daten ;-) Wenn machbar, liefere ich noch genauere Daten nach. Mir hat die kleine Testerei jedenfalls viel Spaß gemacht :-D

Vielleicht liest diese Artikel ja jemand, dem ich eine kleine Entscheidungshilfe geben kann. Als ‚lahme Krücke‘ muss sich so ein Kabini-PC aber keinesfalls bezeichnen lassen!