Ein neuer Akku für’s Xperia™ Z1 Compact (D5503)

So, ja… Die bestellten Ersatzteile sind da, es kann losgehen!

Wie bereits geschrieben, mein Xperia™ Z1 Compact hat ziemlich deutlich gemeldet, dass es einen neuen Energiespender haben möchte. Neben plötzlichem Abschalten, sprunghafter Meinungsänderung in Sachen Ladestand und Einschaltverweigerung wurde bei den letzten Ladeversuchen auch das komplette Gerät recht warm, Zeit für’s Eingreifen!

Ich dokumentiere hier meine Schritte beim Austausch, wer möchte sollte sich auch auf You Tube die diversen Videos zum Thema mal ansehen, schaden kann es nicht. Bin selber nicht so der Fan von bewegten Bildern bei Informationen, jedenfalls beim Erstellen dieser während der Arbeiten, danach geht es ja meist ohnehin nicht mehr ;-)

Wer gerne seinen Akku selber wechseln möchte, findet hier vielleicht ein wenig Unterstützung, bei anderen Geräten ist der Vorgang ja oft sehr ähnlich. Garantien kann ich ohnehin keine geben und übernehmen! Lest zuerst alles (ALLES!) und macht Euch klar, dass einiges schiefgehen kann. Man sollte sich auch vor Augen halten, dass eine professionelle Reparatur incl. Akku und Versand für unter 40€ zu bekommen ist. Diese hätte ich auch für ein Einzelgerät glatt in Anspruch genommen, hier sind allerdings auf Dauer in mehreren Mobilgeräten Akkus zu ersetzen und meine Bastelehre will, dass ich so etwas selbst erledige ;-)

Hier also der Bericht: :-)

Wie bei den meisten Smartphones und auch Tablets der letzten und aktuellen Generationen, ist das Gerät mit einem Akku ausgestattet, der vom Normalanwender nicht ohne weiteres getauscht werden kann oder besser soll. Was ich von dieser Praxis halte, sage ich hier mal besser nicht laut… ;-)

Was man benötigt, jedenfalls wenn man in der von mir beschriebenen Weise vorgeht:

  • Einen Heißluftfön.
  • Etwas zum anheben glatter Flächen, z. B. ein Saugnapf.
  • Eine stabile und harte Scheibe oder Klinge, mit STUMPFEN (!) Kanten.
  • Eine dünne Pappscheibe oder etwas entsprechendes aus Kunststoff.
  • Einen kleinen Kreuzschraubendreher.
  • Eine Pinzette.
  • Einen neuen Akku :mrgreen:
  • Eine neue Dichtung.
  • Ruhe und eine schmutzfreie Umgebung.

 


Bisschen Werbung ;-)


 

Erwärmung der Rückseite.

Zum Wechsel des Akkus muss zunächst einmal die Rückseite ab, welche recht gut verklebt ist. Mit brachialer Gewalt und einem guten Saugnapf könnte man die Abdeckung wahrscheinlich auch „einfach so“ abreißen, ich bin da aber eher der Freund einer schonenderen Vorgehensweise. Konkret habe ich einen Heißluftfön senkrecht aufgestellt und nach oben blasen lassen. Über 2-3 Minuten wird das Handy in kreisenden Bewegungen immer wieder mit gebührendem Abstand in der heißen Luft gehalten. Mein Grundgedanke ist einfach: Was mir nicht die Finger verbrennt, killt auch das Telefon nicht :mrgreen: Wenn die hintere Seite des Gerätes gefühlt warm aber noch nicht heiß ist, kann man loslegen.

Aufhebeln der Rückseite.

Einer der kritischsten Schritte, ist der Ansatz zum Lösen der Rückseite, Ich habe zum Glück alte Platinen-Stencils aus Metall hier, die geradezu ideal sind. Vor der Benutzung solcher Materialien ist es aber ZWINGEND NOTWENDIG, die Kanten des Bleches stumpf zu schleifen, ich habe sie schon vor längerer Zeit solange poliert, bis keine schneidende oder hobelnde Wirkung mehr zu bemerken war, brauche so etwas ja auch öfter zum Öffnen der Modellbahnfahrzeuge. Eine dünne Kunststoffscheibe oder ein Gitarrenplättchen gehen auch, man muss nur leichte Gewalt ausüben können. Ziel ist es eben, den ersten Ansatz anzuheben, ohne die Lackschicht des von innen gefärbten Deckels zu zerkratzen oder im inneren etwas abzureißen. Sobald der Deckel stückchenweise abhebt, einfach eine Pappscheibe oder dünne Kunststoffscheibe nachschieben, um erneutes verkleben zu verhindern. Parallel dazu habe ich mit dem Saugnapf GEFÜHLVOLL die Abdeckung abgezogen, was ich leider aus Mangel an weiteren Händen nicht knippsen konnte.

Frisch geöffnet!

Ab ist er, der Deckel!

Der kritische Moment ist vorbei, alles ist unbeschädigt geblieben.

 

 

 

 

Die alte Dichtung muss ab…

Was auf jeden Fall weg muss, sind die Reste der alten Dichtung. Nicht nur ein bisschen, nicht „geht schon“ – absolut alles! Hab‘ nachträglich die betroffenen Stellen noch mit Reinigungsbenzin von Kleberesten befreit, vielleicht ist dies aber nicht bei allen Materialien der diversen Hersteller zu empfehlen, am besten an einer unauffälligen Stelle testen.

Aushebeln der Akkuverbindung

Jetzt folgen die Pflichtübungen…

Mit Pinzette oder ähnlichem den Folienleiter-Stecker gefühlvoll nach oben abhebeln.

 

 

 

Lösen der einzigen Schraube.

Die einzige Schraube will auch raus :-)

Die NFC-Antenne liegt  mit ihren Kontakten nur auf, der Akku kann herausgehebelt werden. Ich habe dazu wieder meinen Saugnapf benutzt,warum soll man sich’s schwer machen?

 

Der alte Akku ist raus, der neue kann rein :-)

Eigentlich könnte man nun einfach alt gegen neu tauschen, wenn da nicht die NFC-Antenne wäre…

 

 

 

 

NFC

Das Xperia™ Z1 Compact beherrscht „near field communication“ – NFC, die benötigte Antenne klebt auf dem Akku. Die dünne Leiterfolie muss gerettet werden, hilft ja nichts. Da mir das Ablösen der eigentlichen Spulenfolie etwas zu heikel ist, wird der Akkuaufkleber darunter gleich mit entfernt und das wichtigste Stück, samt Leiterbahnen, einfach auf den neuen aufgeklebt. Hier bin ich wie beim Öffnen der Rückseite vorgegangen…

Lösen der Aufkleber…

Warm machen, vorsichtig die Klebelaschen lösen, wieder etwas erwärmen, wieder etwas weiter abziehen…

 

 

 

 

NFC-Antenne abgelöst und den Rest vom darunter befindlichen Aufkleber abgeschnitten.

… bis alles vom alten Akku abgelöst ist. Nun noch passend schneiden.

 

 

 

 

 

 

Klebeantenne wieder anbringen.

Um die Gefahr zu reduzieren, dass die NFC-Kontakte nachher neben den Gegenstücken landen, habe ich den neuen Akku zuerst lose wieder eingelegt, die Folie positioniert und leicht angedrückt. Nun Akku wieder raus, Folie bzw. Aufkleber richtig verkleben und fertig :-) Wenn keine großen Probleme mit Staub und ähnlichem aufgetreten sind, kann man die Klebeflächen getrost weiterverwenden. Nun also alles wieder einsetzen, Folienkabel andrücken und die Schraube nicht vergessen!

Alles wieder drin!

So, die Technik ist verbaut, den ersten Einschalttest hat es auch überstanden. Der Ladestand liegt bei 17%, Kamera geht noch, nun will alles auch wieder in einen ansehnlichen (und hoffentlich wasserdichten…) Zustand gebracht werden.

 

 

 

Neue Dichtung.

Sicherlich kann man auch mit Kleber oder Silikon oder sonstwas arbeiten, ich habe mich aber für eine neue Originaldichtung entschieden. Geliefert wird diese mit Schutzfolien auf beiden Seiten – lasst sie am besten so lange drauf, bis wirklich final verklebt wird, das Zeug pappt wie Hölle! Deswegen ist nebenbei auch eine vorherige Entfernung der alten Reste extrem wichtig! Sollten die Überbleibsel sich mit der neuen Dichtung verbinden, ist dies eher nicht mehr zu trennen, nebenbei dürfte auch die Dichtigkeit davon nicht gerade profitieren…

Die Dichtung, auf dem Backcover bereits angeklebt.

Nach einigem Probeliegen und etlichen „Trockenübungen“ kann die neue Dichtung auf das Backcover geklebt werden.

 

 

 

 

 

Die letzte Schutzfolie wird entfernt…

Tja, nun noch der letzte Schritt:

Abziehen der letzten Schutzfolie und das Gerät wieder verschließen. Auch hier empfehle ich einige Übungsanläufe während die Schutzfolie noch vorhanden ist, wenn man schlecht zielt, ist ein zweiter Anlauf eher nicht möglich :-)

Zum guten Schluss alles kurz auf Funktion testen und das Handy noch für einige Stunden auf eine Flache Unterlage legen, mit Büchern oder ähnlichem Beschweren und den Kelebstellen Zeit geben, sich gut zu verbinden.

Geht wieder :-D

Alles wieder OK :-D

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittlerweile ist der neue Akku samt Handy seit rund 2 Tagen wieder im Einsatz, bisher läuft alles wie am ersten Tag. Einen Vergleich zur ursprünglichen Laufzeit kann ich schlecht anstellen, ist einfach alles zu lange her und auch die ursprünglich genutzten App’s haben mittlerweile einige Updates erhalten, die sicherlich auch Auswirkungen auf den Stromverbrauch haben. Bei der Gelegenheit gibt es auch gleich einen Werksreset, wenn schon eine Erneuerung, dann richtig :-) Nach dem ersten Laden auf 100% darf der bisher einzige Test längerer Art per WLAN Videofilme abspielen, nach ca. 3 Stunden ist der Akku noch bei 71% Füllung, das sieht gut aus.

Was für Symptome mich zum Akkuwechsel veranlasst haben?

  • Plötzliches Abschalten des Smartphones, vor allem bei Kameranutzung oder Telefonie.
  • Ladestand springt von rund 80% auf unter 30%.
  • Speicherprobleme der SD-Karte.
  • Verdächtig kurze Ladezeiten.

Was dann hinzu kam, ausser das die oben genannten Probleme immer öfter auftraten?:

  • Gerät schaltet immer öfter ab und initialisiert die Applikationen beim Neustart.
  • Updateinstallationen-/Downloads  aus dem Playstore führen zum Reset.
  • Gerät lässt sich nicht mehr einschalten, Akku schlagartig völlig entladen.
  • Status-LED leuchtet rot obwohl der Akku gerade vorher noch >70% Ladung hatte.
  • Status-LED blinkt rot, Ladung beginnt erst nach etlichen Minuten
  • Handy wird beim Laden ungewöhnlich warm.

Tja, was soll ich sagen – das scheint behoben, mein Senf zum Thema :mrgreen:

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Sekundenkleber = Stundenkleber

Da es scheinbar doch nicht alle kennen:

Wenn es beim trocknen/aushärten von Sekundenkleber mal wieder zu lange dauert, hilft Aktivator-Spray! Anscheinend klebt diese Art von Kleber eh am besten an den Fingern :mrgreen:

Natürlich gibt’s sowas auch bei meinem Werbepartner Reichelt ;-) :

Jamara Aktivator-Spray, 200ml


Jamara Aktivator-Spray Styro, 200ml

 

Phototranistoren endlich fest

So, die drei infrarotempfindlichen Transistoren sind nun auch endlich fest. Irgendwie hat das überirdisch lang gedauert..!? (Heißt das denn nun Photo oder Foto?) Ach, ich habe mich so an Photo gewöhnt :-D

Bei den Innenansichten kann man natürlich sehen, wo der Kupferlackdraht durchgeführt ist. Ich werde diesen wahrscheinlich noch im Führerhaus auf eine kleine Platine setzen, dann brauche ich nur zwei Drähte durch das Fahrzeug zur Steuerung verlegen. Immerhin kommen da noch vier Leitungen für das Licht hinzu. Evtl. Kann ich die (+) Leitung aber gleich parallel verwenden, das wird sich später zeigen.

 

Werkzeug

www.michael-floessel.deIn letzter Zeit bin ich des öfteren gefragt worden, was man für die hier im Blog beschrieben Basteleien denn mindestens an Werkzeug braucht und was das alles kostet.

Nun, die Frage kann man schlecht pauschal beantworten, jeder entwickelt im Laufe solcher Arbeiten bestimmte Techniken, die auch bestimmte Werkzeuge benötigen. Ich kenne Menschen, die mit einem einfachen Bastelmesser nicht zurecht kommen, andere bringen sich mit dem Lötkolben beinahe um. Trotzdem hat jeder am Ende ein sehr gutes Ergebnis auf dem Tisch stehen.

Ich versuche mal, eine Liste des (meiner Meinung nach) notwendigsten Werkzeuges aufzustellen. Hier sollte man nicht unbedingt immer das billigste kaufen, das teuerste aber auch nicht. Ich habe z.B. Sekundenkleber für 5€ pro Tube im Baumarkt gesehen, im Euroshop 5 Tuben für 1€. Beide kleben gleich. Bei Pinzetten wiederum kann ich nur empfehlen wirklich gute zu kaufen, mit denen meisten Billigversionen kann man bestenfalls Einzelteile beim Lackieren festhalten. Oft kann man eine Entscheidung schon treffen, wenn man das Werkzeug einmal in der Hand hält. Man fühlt meist, ob man Müll oder nutzbares vor sich hat.

Also mal zur Liste:

  • Pinzetten
  • Seitenschneider (oder Saitenschneider :-) )
  • Minibohrmaschine (muss nicht Proxxon oder Dremel sein, sollte aber sauber und kraftvoll laufen).
  • Bastelmesser, besser ein Satz mit wechselbaren Klingen
  • Diverse Kleber (Sekundenkleber, Ruderer, Pattex)
  • Schieblehre (digital ist heute auch nicht mehr teuer)
  • Bohrer ab 0,5 mm
  • Diverser Schleifeinsätze für die Minibohrmaschine, auch Trennscheiben etc.
  • Kleine Zangen
  • Für feinste Löcher einen Handbohrer
  • Ein Lötkolben mit regelbarer Temperatur (-450°)
  • Lötzinn in verschiedenen Stärken
  • Lotabsaugpumpe
  • Entlötlitze
  • Diverse Litzen und Kabel.

Je nachdem welche Qualität man eben nimmt, kostet die Grundausstattung so um 200 €, mehr geht natürlich immer ;-) Wobei die Liste unter Garantie nicht vollständig ist. Aber man muss ja auch nicht alles auf einmal anschaffen. Möchte jemand nur einen Gebäudebausatz aufbauen, braucht er ja keine Lötstation. Wie gesagt, pauschal schwer zu beantworten.

www.michael-floessel.deEine Bohrmaschine von Einhell, die ich mal als Angebot im Baumarkt erstanden habe. Waren so um 30€ incl. biegsame Welle, Bohrern, Trennscheiben etc..

Für 5€ habe ich noch ein Proxxon Schnellspannfutter hinzu gekauft weil das Gewinde passt, etwas an der Bohrfutteraufnahme gebastelt und gut war’s. Ich benutze sie schon seit mehreren Jahren, einzig die biegsame Welle will bei guter Schmierung gehalten werden. Bei Bohrungen unter 1 mm greife ich aber lieber zu der Proxxon im Hintergrund.

www.michael-floessel.deWer etwas weiter gehen möchte, kann auch noch ein Airbrush-Set kaufen.  Aber Vorsicht, das ist eine Welt für sich! Ich habe vor längerer Zeit mal ein Billigset in der Bucht für ganz kleines Geld ersteigert, mit dem ich meine Kleinstarbeiten erledigen kann. Für einen gehobenen Anspruch ist es aber indiskutabel. Der Güde Kompressor leistet im ‚Kurzschluss‘ zwar rund 3 Bar, im Lackierbetrieb kommt er aber auf kaum mehr als 1,2 Bar Dauerdruck. Zum Lackieren von Kleinteilen, Karosserien in 1:87 und zum Altern diverser Modelle OK, für größere Flächen aber nicht unbedingt.

Dazu kommen noch verschiedene ‚Helferlein‘ wie Tischschraubstock, ‚Dritte Hand‘, Leuchtlupe und mein selbst gebauter Lichttisch. Einfach so Dinge, die man irgendwann auf dem Wühltisch entdeckt oder sich selber baut.

www.michael-floessel.de- -KAFFEE!

 

Und ohne Kaffee, geht GAR NIX :mrgreen:

 

 

Die ersten beiden IR Transistoren

Fototransistor Einbau - www.michael-floessel.de

 

So, die äußeren IR Transistoren sind montiert, also mal wieder auf den Kleber warten. Soviel zum Thema Sekundenkleber. Es gibt Aktivatorspray, ich weiß, aber ich habe keines da…