Quick & Dirty Servo

servo_14_llqSie funktioniert, macht alles, was ich von ihr erwartet habe und dennoch:

Diese Servosteuerung ist eine „Quick & Dirty“ Lösung ;-)

 

 

servo14Ich habe einfach auf die Schnelle eine Lösung gesucht, welche via Tasterdruck einen analogen Servo von einem Ende zu anderen fährt. Zusätzlich mussten diese Endpunkte justierbar und das Ganze schnell aufzubauen aber erweiterbar sein. Was soll ich schreiben, das ist mein Entwurf…

(Stromlaufplan geändert, die Verbindung von S1 muss direkt zum PIC gehen, ist in der gezeigten Version schon korrigiert, also nur interessant für Leser, die den alten Plan noch genutzt haben! Sorry, da hatte ich gepennt ;-) )

Da es alles erfüllt, was es soll und ich gelegentlich nach so einer Schaltung gefragt werde, kommt das Miniprojekt in den Blog. Stromlaufplan und .hex File für einen Pic 16F688 sind als Download unten bzw. als Bild oben verfügbar.

Vorteil:

  • 11 Bauteile
  • Schnell aufgebaut
  • Taster zieht nach GND, Hall-Sensoren, Reedschalter & Co unkompliziert nutzbar
  • Billig ;-)

Nachteil:

  • Überlauf der Trimmer in der Software nicht abgefangen, bei Endanschlag des Einstellers dreht der Servo um
  • Keinerlei Überlastschutz
  • Nachbau auf eigene Gefahr :mrgreen:

Funktion:

5V auf die Schaltung geben, Taster drücken, Servo fährt in eine Endstellung. Mit Trimmer Position einstellen. Neuer Tastendruck, Servo fährt in die andere Position, wieder justieren mit dem anderen Trimmer – fertig. Vorsichtig einstellen, die Trimmererfassung ist nur sehr rudimentär eingebunden, eben „Quick & Dirty“ :!: Die LEDs zeigen an, an welchem Ende der Servo sich befindet.

Bauteile:

Die Bauteile sind an sich nicht kritisch. Die LEDs können auch weiß oder purpurviolettpink sein, die Trimmer (R5/R6) dürften auch bei 4k7 oder 10k noch brauchbare Werte liefern, habe ich nicht anders versucht. R1 und R2 würde ich nicht höher 15k und kleiner 8k6 wählen, ist aber eher ein Erfahrungswert. R3 und R4 müssen zu den verwendeten Leuchtdioden passen, mit 220R wird man nichts verkehrt machen, Rest siehe Schaltbild

q__d__servo_x14cbDie Config-Bits sind NICHT(!) im Programm, ich hänge sie links als Bild dran, beim PIC programmieren beachten!

 

Download Stromlaufplan & .hex File

Wenn mal Zeit ist, werde ich vielleicht eine bessere Version erstellen, mehr brauch‘ ich im Moment einfach nicht…

 

 

 


 

 

SMD 2 THT Spider :-)

SMD2THT_SpiderSo manches mal wäre es gut, wenn moderne Elektronik etwas größer wäre. Im aktuellen Fall möchte ich gerne eine Versuchsplatine auf Lochraster aufbauen. Das passende IC steht mir aber nur als SMD-Version zur Verfügung, also dann wieder ein wenig frickeln, SMD goes THT eben :-)

Am Rande erwähnt: Ich habe es nicht so mit den Spinnentieren…! Den biologischen, lebenden, krabbelnden… Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, dass man durchaus mal zusammenzucken kann, wenn das abgebildete Teil im (noch dunklen) Keller auf dem Arbeitstisch liegt :mrgreen:

Im ersten Anlauf wollte ich zunächst eine Adapterlösung mit Sockel bauen, für die aktuelle Anwendung ist das aber unnötig bzw. vielleicht sogar von Nachteil.

SMD2THT_HeaderAlso IC einspannen und verzinnen…

 

 

SMD2THT_Holder… mit Kupferlackdraht etwas anschlussfreundlicher gestalten…

 

 

 

 

 

SMD2THT_Spider… ekeliges Aussehen erzeugen…

 

 

 

 

 

 

SMD2THT_Top

 

und montieren!

 

 

 

 

 

 

 

SMD2THT_Bottom

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufbauen will ich übrigens mal wieder einen Spannungswandler von 1,2V auf mindestens 3V, wahrscheinlich deutlich höher. Diesmal mit dem PR4404 statt dem PR4402, dieser kann rund 300mA liefern, also deutlich mehr als der 4402. Neben dem Vorteil wenige externe Bauteile zu benötigen, reizt mich einfach die Tatsache, dass die Bauteile eigentlich als LED-Treiber gedacht sind ;-) Wenn’s funktioniert, werdet Ihr es hier lesen :-D

 


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Der PIC 12F675 Teil 1 – Grundsätzliches

Informationen zum Microchip PIC 12F675 

Wie schon erwähnt, arbeite ich sehr gerne mit den ‚kleinen‘ PICs, vorzugsweise dem 12F675. Es gibt sehr viele Fälle in denen mehr Ports und Rechenleistung einfach nicht benötigt werden. Die Blogeinträge zu diesen Themen sind noch nicht lange online, trotzdem kamen schon ein paar Fragen zu Chip & Co, ich werde also mal versuchen, ein paar Erläuterungen zum µController zu geben.

 

Vorweg:

Ich habe kein deutsches Datenblatt zur Hand und habe auch kein richtiges über Tante Google finden können, man kommt also nicht drumherum, sich das englische anzusehen. Größtenteils ist das aber nicht sehr schlimm, es geht in der Hauptsache darum, die Register zu kennen und die möglichen/notwendigen Einstellungen vornehmen zu können. Diese sind ohnehin teilweise so kryptisch bezeichnet, das Sprachkenntnisse an der Stelle wenig bringen :-D

Was braucht man, um den PIC zu verstehen? Hier zwei Links, die vielleicht helfen:

Was man im Hinterkopf haben sollte:

  • Direkt nach dem Einschalten sind alle Ports Eingänge, soweit möglich analog
  • Es ist nicht unbedingt ein externer Oszillator nötig
  • Einige Register MÜSSEN eingestellt werden, sonst geht i.d.R. nichts
  • Die Config Bits MÜSSEN gesetzt werden, per Programm oder Brennsoftware
  • Pin 4 (Reset) muss über einen Widerstand an +UB (5-20k)
  • Wenn mehr als ein paar mA benötigt werden, extern beschalten
  • Betriebsspannung (ca.) 2,0 – 5,5V
Mir ist klar, das es auch hier wieder Ausnahmen gibt. Wer so fortgeschritten ist, wird sich meine Starthilfen aber wahrscheinlich nicht mehr antun :-) und kennt die weiteren Möglichkeiten.
Was kann/hat der 12F675?
  • 8 Bit
  • max. 20MHz (4 MHz bei internem Oszillator +/- 1%)
  • A/D Wandler 10 Bit
  • 6 I/O Ports (5 bei normaler Resetfunktion)
  • Analogkomparator
  • 2 Timer (8- und 16 Bit)
  • 1k Programmspeicher, 64 byte SRAM, 128 byte EEPROM
  • max. 25mA pro I/O Pin aber NICHT mehr als 125 mA gesamter Port!
Hinweis für alle, die schon mit anderen PICs gearbeitet haben oder ein anderes Programm portieren wollen:
Es gibt im 12F675 keinen PORTA, PORTB etc., hier wird das I/O Register mit GPIO angesprochen, also z.B. mit ‚bsf     GPIO,5‘ um GP5 auf ‚H‘ zu schalten!
Bei meinem ersten Kontakt mit dem Chip habe ich mich da etwas schwer getan weil ich das schlicht übersehen hatte ;-)
Für alles weitere lohnt natürlich wieder der Blick in das Datenblatt.
Wenn man in seinem Projekt ohne A/D Wandler auskommt, kann man übrigens auch den PIC 12F629 benutzen. Er ist fast identisch zu programmieren, man muss sich nur um die unterschiedlichen Register rund um den A/D Wandler kümmern.

Anmerkung zum Artikel:

Wenn die ganzen Einträge rund um MPLAB, den 12F675 und die Programmierung noch umfangreicher werden, kommen alle Links zu den Beiträgen nochmal auf eine eigene Unterseite um alles besser wiederfinden zu können. Es kann auch sein, das ich bestehende Artikel erweitere, also auch gelegentlich in die älteren Beiträge schauen. 

 




reichelt elektronik – Elektronik und PC-Technik

Nochmal Lichtsteuerung und Selbstbau

Prototyp Lichtsteuerung - www.michael-floessel.deHab mich wohl blöde ausgedrückt :-D Natürlich muss man die Steuerung nicht auf 160×80 mm Platinen aufbauen! Größer, kleiner – alles möglich. Wichtig ist eben, dass die Bauteile richtig miteinander verbunden werden.

Anfragen zur Lichtsteuerung

Stromlaufplan 10 Kanal Hauslicht - www.michael-floessel.deSo leid es mir im Moment tut, von den Steuerplatinen kann ich keine abgeben. Die sind komplett verplant!

Vielleicht lasse ich irgendwann welche nachmachen, das lohnt sich aber aktuell nicht wirklich. Vielleicht wenn noch mehrere Anfragen kommen sollten…

 

Prototyp Lichtsteuerung - www.michael-floessel.deWenn man aber nur eine Platine benötigt und/oder noch 160×80 mm Platz hat, ist es vielleicht sinnvoll, einfach eine Schaltung auf Lochraster aufzubauen.

Auf dem Foto ist meine Entwicklungsschaltung zu sehen, die funktioniert nicht schlechter als die geätzten Versionen. Nebenbei beziehen sich auch die Bauteildaten aus dem Schaltbild noch auf dieses Muster.
Hier noch ein paar Elektroniktipps bei Reichelt (Affiliate): 

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PIC 16F688-I/P PIC-Controller DIL-14


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