Unterschied eigenes WLAN und mobiles Datennetz über UMTS etc.

wllogo

Man stelle sich folgende Situation vor:

Zu Weihnachten gab es bei jemandem ein Paket, in welchem ein Smartphone samt SIM-Karte mit Vertragsanbindung enthalten war. Teil dieses Vertrages ist eine Datenflatrate, surfen wann immer und wo immer es einem gefällt. Weiter stelle man sich vor, dass bei mir das Telefon klingelt und jemand um Hilfe bittet, weil die Internetverbindung plötzlich extrem langsam ist. Einige werden es schon ahnen… Richtig, diese Flatrate hat eine Volumenbegrenzung, nach 200 Megabyte Datenübertragung ist’s Essig mit Geschwindigkeit, ab jetzt wird bis zum 1. des kommenden Monats nur noch mit max. 64 kBit/s gesurft. Um es sich noch einmal vor Augen zu halten: Das ist vergleichbar mit surfen über ISDN in den 90ern oder Anfang des Jahrtausends :-D

Im ersten Moment will man lächeln, doch so verwunderlich ist so eine böse Überraschung gar nicht. Wer seine Mobilgerät einfach nur nutzt und sich nicht mit den technischen Details auseinandersetzen will, der vertraut darauf, das er einfach eine Flat hat. Diese ist ja vorhanden, eben nur mit verminderter Geschwindigkeit, wenn bestimmte Grenzen überschritten werden.

 


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Im konkreten Fall hat die Bekannte einfach nur gesehen sie hat WLAN und Flatrate, das war für sie alles gleichbedeutend. Natürlich hat sie seit dem 24. Dezember fleißig jeden Tag das Telefon samt/für/mit Internet genutzt, weitere Einstellungen waren ihr gar nicht bekannt. Wie verwirrend die Technik sein kann habe ich an dem Umstand erkannt, dass sie zunächst den Unterschied zwischen dem WLAN und dem mobilen Datennetz ihres Providers gar nicht begriffen hat. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis sie mir geglaubt hat, dass die für den Zugang zum eigenen (vorhandenen) Privat-WLAN keine Zugangsdaten ihres Mobilfunkanbieters benötigt. Sie hat im Gegenteil befürchtet, dass nun auch das Internet auf ihrem Laptop bzw. Stand-PC so langsam wird.

Ich habe also das WLAN eingerichtet und ihr erklärt, dass der DSL-Zugang am WLAN und die Datenverbindung über den Mobilfunkbetreiber völlig getrennte Dinge sind. Zuhause WLAN, unterwegs UMTS & Co.

Ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen (ich weiß es eigentlich), was Supportmitarbeiter an den zuständigen Stellen so alles erleben dürften :shock:

Nebenbei ist die erwähnte Bekannte zum Glück kein technischer Pflegefall und keine von den Personen, die einem grundsätzlich erst mal nichts glauben. Im Gegenteil, nach erkennen des Problems war sofort Verständnis zum Sachverhalt vorhanden. Leider weiß ich aus meiner Vergangenheit im EDV-Service, dass es genug Leute von anderem ‚Schlag‘ gibt :-(

 
 


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3 Gedanken zu „Unterschied eigenes WLAN und mobiles Datennetz über UMTS etc.

  1. Nach meinen Beobachtungen wird das WLAN genutzt, wenn es stabil vorhanden ist. Jedenfalls zeigen dies die Geschwindigkeiten und auch der Verbrauch des Mobilnetzvolumens. Wenn ich allerdings sicher bin, dass ich nur das WLAN benötige, schalte ich die Datenverbindung zum UMTS Netz ab, sicher ist sicher ;-)

  2. Frage: zieht sich das Handy zu Hause eigentlich die Daten immer nur aus dem WLAN? Oder nimmt es zu Hause die Daten lieber aus dem UMTS Netz? Muss man evtl. Die SIM Karte rausnehmen, damit nicht das Datenvolumen des UMTS Vertrag angezapft wird?

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