Wieder der 1. Advent

Wie in jedem Jahr, wünsche ich Euch auch heute einen friedlichen, besinnlichen und ruhigen ersten Advent!

 

 

 

Allzuviel habe ich in 2019 hier im Blog nicht bewegt, ich weiß. Es war einfach zuviel im Privaten, was eben eher mich bewegt hat, seht es mir nach. Manchmal kann man es sich nicht aussuchen :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Advent 2018

Auch wenn ich aus den verschiedensten Gründen in diesem Jahr nur wenig Zeit für den Blog gefunden habe, darf ein Adventsgruß natürlich nicht fehlen!

 

 

 

 

In diesem Sinne, wünsche ich meinen Bloglesern (und natürlich auch allen anderen ;-) ) einen ruhigen und friedlichen ersten Advent!

 

Da es hier hier ja gelegentlich auch um das Thema „Elektronik“ geht, noch ein Foto von einer eher puristischen Variante der Adventskerze für Lötkolbenschwinger :-D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein neuer Akku für’s Xperia™ Z1 Compact (D5503)

So, ja… Die bestellten Ersatzteile sind da, es kann losgehen!

Wie bereits geschrieben, mein Xperia™ Z1 Compact hat ziemlich deutlich gemeldet, dass es einen neuen Energiespender haben möchte. Neben plötzlichem Abschalten, sprunghafter Meinungsänderung in Sachen Ladestand und Einschaltverweigerung wurde bei den letzten Ladeversuchen auch das komplette Gerät recht warm, Zeit für’s Eingreifen!

Ich dokumentiere hier meine Schritte beim Austausch, wer möchte sollte sich auch auf You Tube die diversen Videos zum Thema mal ansehen, schaden kann es nicht. Bin selber nicht so der Fan von bewegten Bildern bei Informationen, jedenfalls beim Erstellen dieser während der Arbeiten, danach geht es ja meist ohnehin nicht mehr ;-)

Wer gerne seinen Akku selber wechseln möchte, findet hier vielleicht ein wenig Unterstützung, bei anderen Geräten ist der Vorgang ja oft sehr ähnlich. Garantien kann ich ohnehin keine geben und übernehmen! Lest zuerst alles (ALLES!) und macht Euch klar, dass einiges schiefgehen kann. Man sollte sich auch vor Augen halten, dass eine professionelle Reparatur incl. Akku und Versand für unter 40€ zu bekommen ist. Diese hätte ich auch für ein Einzelgerät glatt in Anspruch genommen, hier sind allerdings auf Dauer in mehreren Mobilgeräten Akkus zu ersetzen und meine Bastelehre will, dass ich so etwas selbst erledige ;-)

Hier also der Bericht: :-)

Wie bei den meisten Smartphones und auch Tablets der letzten und aktuellen Generationen, ist das Gerät mit einem Akku ausgestattet, der vom Normalanwender nicht ohne weiteres getauscht werden kann oder besser soll. Was ich von dieser Praxis halte, sage ich hier mal besser nicht laut… ;-)

Was man benötigt, jedenfalls wenn man in der von mir beschriebenen Weise vorgeht:

  • Einen Heißluftfön.
  • Etwas zum anheben glatter Flächen, z. B. ein Saugnapf.
  • Eine stabile und harte Scheibe oder Klinge, mit STUMPFEN (!) Kanten.
  • Eine dünne Pappscheibe oder etwas entsprechendes aus Kunststoff.
  • Einen kleinen Kreuzschraubendreher.
  • Eine Pinzette.
  • Einen neuen Akku :mrgreen:
  • Eine neue Dichtung.
  • Ruhe und eine schmutzfreie Umgebung.

 

Erwärmung der Rückseite.

Zum Wechsel des Akkus muss zunächst einmal die Rückseite ab, welche recht gut verklebt ist. Mit brachialer Gewalt und einem guten Saugnapf könnte man die Abdeckung wahrscheinlich auch „einfach so“ abreißen, ich bin da aber eher der Freund einer schonenderen Vorgehensweise. Konkret habe ich einen Heißluftfön senkrecht aufgestellt und nach oben blasen lassen. Über 2-3 Minuten wird das Handy in kreisenden Bewegungen immer wieder mit gebührendem Abstand in der heißen Luft gehalten. Mein Grundgedanke ist einfach: Was mir nicht die Finger verbrennt, killt auch das Telefon nicht :mrgreen: Wenn die hintere Seite des Gerätes gefühlt warm aber noch nicht heiß ist, kann man loslegen.

Aufhebeln der Rückseite.

Einer der kritischsten Schritte, ist der Ansatz zum Lösen der Rückseite, Ich habe zum Glück alte Platinen-Stencils aus Metall hier, die geradezu ideal sind. Vor der Benutzung solcher Materialien ist es aber ZWINGEND NOTWENDIG, die Kanten des Bleches stumpf zu schleifen, ich habe sie schon vor längerer Zeit solange poliert, bis keine schneidende oder hobelnde Wirkung mehr zu bemerken war, brauche so etwas ja auch öfter zum Öffnen der Modellbahnfahrzeuge. Eine dünne Kunststoffscheibe oder ein Gitarrenplättchen gehen auch, man muss nur leichte Gewalt ausüben können. Ziel ist es eben, den ersten Ansatz anzuheben, ohne die Lackschicht des von innen gefärbten Deckels zu zerkratzen oder im inneren etwas abzureißen. Sobald der Deckel stückchenweise abhebt, einfach eine Pappscheibe oder dünne Kunststoffscheibe nachschieben, um erneutes verkleben zu verhindern. Parallel dazu habe ich mit dem Saugnapf GEFÜHLVOLL die Abdeckung abgezogen, was ich leider aus Mangel an weiteren Händen nicht knippsen konnte.

Frisch geöffnet!

Ab ist er, der Deckel!

Der kritische Moment ist vorbei, alles ist unbeschädigt geblieben.

 

 

 

 

Die alte Dichtung muss ab…

Was auf jeden Fall weg muss, sind die Reste der alten Dichtung. Nicht nur ein bisschen, nicht „geht schon“ – absolut alles! Hab‘ nachträglich die betroffenen Stellen noch mit Reinigungsbenzin von Kleberesten befreit, vielleicht ist dies aber nicht bei allen Materialien der diversen Hersteller zu empfehlen, am besten an einer unauffälligen Stelle testen.

Aushebeln der Akkuverbindung

Jetzt folgen die Pflichtübungen…

Mit Pinzette oder ähnlichem den Folienleiter-Stecker gefühlvoll nach oben abhebeln.

 

 

 

Lösen der einzigen Schraube.

Die einzige Schraube will auch raus :-)

Die NFC-Antenne liegt  mit ihren Kontakten nur auf, der Akku kann herausgehebelt werden. Ich habe dazu wieder meinen Saugnapf benutzt,warum soll man sich’s schwer machen?

 

Der alte Akku ist raus, der neue kann rein :-)

Eigentlich könnte man nun einfach alt gegen neu tauschen, wenn da nicht die NFC-Antenne wäre…

 

 

 

 

NFC

Das Xperia™ Z1 Compact beherrscht „near field communication“ – NFC, die benötigte Antenne klebt auf dem Akku. Die dünne Leiterfolie muss gerettet werden, hilft ja nichts. Da mir das Ablösen der eigentlichen Spulenfolie etwas zu heikel ist, wird der Akkuaufkleber darunter gleich mit entfernt und das wichtigste Stück, samt Leiterbahnen, einfach auf den neuen aufgeklebt. Hier bin ich wie beim Öffnen der Rückseite vorgegangen…

Lösen der Aufkleber…

Warm machen, vorsichtig die Klebelaschen lösen, wieder etwas erwärmen, wieder etwas weiter abziehen…

 

 

 

 

NFC-Antenne abgelöst und den Rest vom darunter befindlichen Aufkleber abgeschnitten.

… bis alles vom alten Akku abgelöst ist. Nun noch passend schneiden.

 

 

 

 

 

 

Klebeantenne wieder anbringen.

Um die Gefahr zu reduzieren, dass die NFC-Kontakte nachher neben den Gegenstücken landen, habe ich den neuen Akku zuerst lose wieder eingelegt, die Folie positioniert und leicht angedrückt. Nun Akku wieder raus, Folie bzw. Aufkleber richtig verkleben und fertig :-) Wenn keine großen Probleme mit Staub und ähnlichem aufgetreten sind, kann man die Klebeflächen getrost weiterverwenden. Nun also alles wieder einsetzen, Folienkabel andrücken und die Schraube nicht vergessen!

Alles wieder drin!

So, die Technik ist verbaut, den ersten Einschalttest hat es auch überstanden. Der Ladestand liegt bei 17%, Kamera geht noch, nun will alles auch wieder in einen ansehnlichen (und hoffentlich wasserdichten…) Zustand gebracht werden.

 

 

 

Neue Dichtung.

Sicherlich kann man auch mit Kleber oder Silikon oder sonstwas arbeiten, ich habe mich aber für eine neue Originaldichtung entschieden. Geliefert wird diese mit Schutzfolien auf beiden Seiten – lasst sie am besten so lange drauf, bis wirklich final verklebt wird, das Zeug pappt wie Hölle! Deswegen ist nebenbei auch eine vorherige Entfernung der alten Reste extrem wichtig! Sollten die Überbleibsel sich mit der neuen Dichtung verbinden, ist dies eher nicht mehr zu trennen, nebenbei dürfte auch die Dichtigkeit davon nicht gerade profitieren…

Die Dichtung, auf dem Backcover bereits angeklebt.

Nach einigem Probeliegen und etlichen „Trockenübungen“ kann die neue Dichtung auf das Backcover geklebt werden.

 

 

 

 

 

Die letzte Schutzfolie wird entfernt…

Tja, nun noch der letzte Schritt:

Abziehen der letzten Schutzfolie und das Gerät wieder verschließen. Auch hier empfehle ich einige Übungsanläufe während die Schutzfolie noch vorhanden ist, wenn man schlecht zielt, ist ein zweiter Anlauf eher nicht möglich :-)

Zum guten Schluss alles kurz auf Funktion testen und das Handy noch für einige Stunden auf eine Flache Unterlage legen, mit Büchern oder ähnlichem Beschweren und den Kelebstellen Zeit geben, sich gut zu verbinden.

Geht wieder :-D

Alles wieder OK :-D

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittlerweile ist der neue Akku samt Handy seit rund 2 Tagen wieder im Einsatz, bisher läuft alles wie am ersten Tag. Einen Vergleich zur ursprünglichen Laufzeit kann ich schlecht anstellen, ist einfach alles zu lange her und auch die ursprünglich genutzten App’s haben mittlerweile einige Updates erhalten, die sicherlich auch Auswirkungen auf den Stromverbrauch haben. Bei der Gelegenheit gibt es auch gleich einen Werksreset, wenn schon eine Erneuerung, dann richtig :-) Nach dem ersten Laden auf 100% darf der bisher einzige Test längerer Art per WLAN Videofilme abspielen, nach ca. 3 Stunden ist der Akku noch bei 71% Füllung, das sieht gut aus.

Was für Symptome mich zum Akkuwechsel veranlasst haben?

  • Plötzliches Abschalten des Smartphones, vor allem bei Kameranutzung oder Telefonie.
  • Ladestand springt von rund 80% auf unter 30%.
  • Speicherprobleme der SD-Karte.
  • Verdächtig kurze Ladezeiten.

Was dann hinzu kam, ausser das die oben genannten Probleme immer öfter auftraten?:

  • Gerät schaltet immer öfter ab und initialisiert die Applikationen beim Neustart.
  • Updateinstallationen-/Downloads  aus dem Playstore führen zum Reset.
  • Gerät lässt sich nicht mehr einschalten, Akku schlagartig völlig entladen.
  • Status-LED leuchtet rot obwohl der Akku gerade vorher noch >70% Ladung hatte.
  • Status-LED blinkt rot, Ladung beginnt erst nach etlichen Minuten
  • Handy wird beim Laden ungewöhnlich warm.

Tja, was soll ich sagen – das scheint behoben, mein Senf zum Thema :mrgreen:

 

 

 

 

 

 

 

 

5V aus 1,2V für ein paar Cent…

12-50v_mit_ohne_usbDas Problem:

Versorgt werden kann oder muss die Elektronik aus einem 1,2V Akku oder einer 1,5V Batterie, 3V müssen aber mindestens für die Schaltung vorhanden sein. OK, muss es sehr individuell sein, lohnt vielleicht ein Selbstbau, es geht aber auch anders.

Für unter 6€ gibt es unter anderem bei Amazon „Step-Up“ Wandler im 10er-Pack, die aus einer gewöhnlichen Batterie-/Akkuspannung von 1,5 bzw. 1,2V  die gewünschten 5V erzeugen, eine passende USB-Buchse ist gleich mit dran, mit etwas Geschick und einem brauchbaren Lötkolben ist diese allerdings recht gut zu entfernen. Wer nicht unbedingt mit Modellen 1:87 und kleiner beschäftigt ist, findet die Anschlussmöglichkeit ja vielleicht sogar gut :mrgreen:

12-50v_dmm_messKleiner improvisierter Messaufbau, so anspruchsvoll ist’s ja nicht :-)

 

 

 

 

12-50v_dmm_uin

1,2V rein…

 

 

 

 

 

12-50v_dmm_uout…5,1V raus. Die Stromaufnahme im Leerlauf liegt übrigens bei 17mA.

 

 

 

12-50v_lang24,5mm lang

 

 

 

 

 

12-50v_breit

18mm breit

 

 

 

 

12-50v_dick3,5mm dick bzw. stark.

 

 

 

 

 

Ausgangsseitiges Verhalten bei 1,2V am Eingang:

Eingangsstrom:     Laststrom:     Ausgangsspannung:

130mA                        20mA                   5,14V

300mA                        60mA                   4,97V

510mA                      100mA                   4,75V

730mA                      158mA                   3,34V

Eine wirklich umfangreiche Messtabelle habe ich nicht erstellt, die Werte hängen extrem von der Spannung am Eingang und deren Stabilität ab. Die oberen Angaben sind bei Verwendung eines neuen/vollen 1,2V NiMH-Akku entstanden, bei einer Versorgung über Batterie bzw. Netzteil oder auch höheren Eingangsspannung ist der belastbare Bereich größer, ehe die für mich relevanten 3,3V am Ausgang unterschritten werden. Ich muss dabei allerdings die Kirche im Dorf lassen, in der Regel versorge ich im Modellbau mit so einer Schaltung weiße LEDs und Mikrocontroller, kaum über 10-20mA Gesamtstromaufnahme, eher weniger. Die aktuellen Leuchtdioden sind schon bei ca. 1mA ausreichend hell, der Controller selber ist noch genügsamer. Für meine Zwecke vollkommen OK, unten die Links zur Bezugsquelle.

Fazit:

Für kleine Lasten absolut ausreichend, wenn ich mehrere hundert mA am Ausgang brauche, würde ich zu anderen Lösungen greifen! Im aktuellen Beispiel muss aber auch immer der Preis von ca. 0,6€/Platine im Auge behalten werden!