Rettungsaktion

keferinlampeKaum schaut man eher zufällig mal auf die untere Seite seiner Lupenleuchte, schon entdeckt man einen Marienkäfer…

Die Lampe ist eigentlich rundum geschlossen, unten ist ein (dicht schließender) transparenter Kunststoffeckel. Wie also kommt der Kerl da rein? :shock: Egal, ich will die Röhre eh mal tauschen, günstige Gelegenheit nachzusehen, was da wirklich drin verbaut ist.

Dem Käfer konnte ich leider nicht mehr helfen, seine Überreste gingen schon eher in Richtung Mumie :-(

 

Elektronische Lasten am Mikrocontroller / Offener Kollektor / Transistor als Schalter

Foto-AmpelImmer wenn ich einen Beitrag zum Mikrocontroller (wenn der eine größere Last schalten muss) schreibe, kommen Anfragen zum ‚womit und wie?‘. Im Prinzip bediene ich mich aber immer der gleichen Schaltung, nur mit angepassten Bauteilen.

 

Die meisten Controller arbeiten irgendwo zwischen 2,5 und 5V. Pro Pin sind meist weniger als 20mA maximaler Strom möglich, induktive Lasten sind auch so eine Sache. Wird ein ganzer Port benutzt, kann es noch enger sein. Meist kann dieser, i. d. R. 8 Ausgänge, nur mit max. 40mA belastet werden, diese müssen auf die einzelnen Pins verteilt werden. Einige LEDs kann man so vielleicht noch direkt über einen Vorwiderstand ansteuern, spätestens bei Motoren oder zahlreicheren Leuchtdioden ist aber Schluss. Hilft also alles nichts, es muss ein Verstärker eingesetzt werden, im einfachsten Fall ein Transistor. Um es nicht unnötig kompliziert zu gestalten halte ich mich in diesem Beitrag an die einfachsten Formen, sicherlich sind noch etliche Verfeinerungen möglich.

Hier und hier habe ich ja schon ein paar Worte zum Transistor auf das virtuelle Papier gebracht, die dort beschriebenen Vorgänge sind Grundvoraussetzung zum Einsetzen der folgenden Schaltungsform.

 

Ich nehme mal folgendes als gegeben an:

  • Betriebsspannung 12V DC.
  • zu versorgender 12V / 0,5A Motor, nur in eine Richtung laufend.
  • Ein beliebiger Mikrocontroller, der mit 5V versorgt wird, welche angenommen bereits vorhanden sind.
  • Maximaler Ausgangsstrom des Controller 20mA.
  • Ein NPN-Transistor mit B=100 und max. 1,5A Belastbarkeit (BD139 o. ä.).

Realisiert werden soll eine Schaltung, die bei einem ‚H‘-Pegel am Kontrollerausgang den Motor startet, bei ‚L‘ soll er eben einfach wieder stehen bleiben.
µC-Treiber--Im Bild die Prinzipschaltung.

+12V zum Motor, diese werden bei ‚H‘ am Controllerausgang (und somit der Basis des Tranistors) über den Motor nach GND durchgeschaltet – der Motor dreht sich. Die Freilaufdiode (rot) dient dazu, induzierte Spannungen vom Motor kurzzuschließen. Bei rein ohmschen Lasten wie LEDs oder ähnlichem braucht man sie nicht. Es genügt in diesem Falle übrigens eine Standard 1N400X oder ähnliches, bei höheren Strömen/Spannungen/Frequenzen kann etwas spezielleres erforderlich werden.

Besonderes Augenmerk liegt auf R1 bzw. R2.

R1

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Umstände gibt, unter denen es besser ist, die Basis eines Transistors sicher auf Masse bzw. GND zu legen. Der Wert ist nicht kritisch, es soll ja auch nicht unnötig viel Strom vom Controller geliefert werden müssen. Es geht eben darum, das im ‚L‘-Zustand des Controllerausganges die Basis vom Transistor auf GND liegt damit er nicht durchschalten kann. Im Alltagsgebrauch bin ich mit 10-100k gut ausgekommen.

R2

Sein Wert ist  abhängig vom B (Verstärkungsfaktor) des Transistors. Ist ‚B‘ im Datenblatt nicht zu finden, auch mal nach ‚hFE‘ sehen. Sinnvollerweise sollte der Transistor so weit aufgesteuert werden wie möglich. Man möchte ja die Energie optimal im Motor umsetzen, nicht in der Schaltung. Ausgehend von +5V am Controllerausgang bei „H“ und einer UBE von 0,7V stehen 4,3V an der Basis des Transitors zur Verfügung. Der Motor will 500mA an Strom, dies ist also das Minimum, was fließen soll. Es wäre allerdings Unsinn, jetzt den Stromfluss auf den Motorstrom zu begrenzen, die Spannung UCE würde ja auch wieder unnötig ansteigen und der Motor als Verbraucher bestimmt in diesem Fall sowieso den maximalen Strom. Um nun den minimalen Basisstrom zu errechnen, muss der Strom den der Controller liefern soll mit dem Verstärkungsfaktor multipliziert werden.

Soll also heißen:

Ich will min. 500mA für den Motor, besser ohne Begrenzung.

Der Transistor verstärkt x100, also müssen min. 5mA vom Controller kommen.

U=R*I -> die oben errechneten 4,3V / 5mA = 860 Ohm

Die ist also der maximale Wert, den der Widerstand R1 haben darf. Da aber der Transistor voll offen sein soll, muss der Basistrom noch höher sein. In diesem Falle spricht man im Allgemeinen vom Übersteuern, es wird mehr Basisstrom zugeführt, als für ein komplettes öffnen nötig wäre, z. B. +200%, also das Doppelte. Hier ist ein Blick ins Datenblatt des Transistors unerlässlich! Einmal für den Verstärkungsfaktor, zum anderen für den maximal zulässigen Basisstrom, ruinieren will man das Bauteil ja auch nicht. In der Praxis nehme ich immer einen Wert zwischen 220 und 470 Ohm, hat bisher funktioniert. Wichtig ist auch, dass der Transistor bei Übersteuerung langsamer wird. Das kann man aber getrost vernachlässigen, wenn man sich nicht im MHz Bereich bewegt. Bei allem, was das Auge erfassen kann allemal.

Ist (bei kleineren Strömen) der maximale Stromfluss erreicht, kann es sogar möglich sein, den Transistor ohne zusätzliche Kühlung zu betreiben. Bei den Universaltypen liegt die UCE übersteuert so um die 300mV. Fließen nun wirklich nur 500mA Motorstrom, sind das nach P=U*I 500mA*300mV= 150mW.

Dieser Schaltungstyp (Open Collector) eignet sich für sehr viele Anwendungen, in denen mit kleinem Steuersignal eine größere Last geschaltet werden soll. Man kann das ganze noch verbessern, indem statt des Transistors ein FET eingesetzt wird oder mit einer Brückenschaltung auch eine Umpolung ermöglicht oder ein Special-IC einsetzt oder, oder, oder… Die Frage ist einfach, wie viel Aufwand man für ein bestimmtes Ziel treiben möchte. Um ein paar LEDs blinken zu lassen, würde ich so simpel wie möglich planen, wenn Geschwindigkeit oder Präzision gefragt ist, entsprechend aufwändiger.

Fazit:

So ganz einfach kann ich das alles auch nicht beschreiben. Aber wenn man sich in den üblichen Hobbyanwendungen bewegt, führen ein BD139 oder BC548 (bei kleinen Strömen), R1=10k, R2=220 Ohm und bei Motoren eine 1N4007 als Freilaufdiode eigentlich immer zum Ziel. Bezogen auf 5V am Controller und 12V Versorgungsspannung für die Last. Evtl. möchte ein Motor auch noch einen Kondensator an seinen Anschlüssen sehen. Sollen LEDs angesteuert werden, die entsprechenden Vorwiderstände nicht vergessen, wie überhaupt natürlich darauf achten, dass Bauteile immer innerhalb ihrer Spezifikationen eingesetzt werden. Und wie immer VORSICHT bei elektrischen Basteleien bzw. wenn man experimentiert! ;.-)

 

 

Zusammenfassung der Artikel zur Mikrocontrollersteuerung für Modellbahnbeleuchtung

Mikrocontroller Lichtsteuerung ModellbahnDa ich doch reichlich Anfragen zu der Lichtsteuerung für Modellbahnhäuser bekomme, fasse ich hier mal kurz die Links zu den einzelnen Artikeln zusammen. Auch wenn ich weitere Informationen zu dem Thema habe bzw. aktuelleres ergänze, kommt das mit auf diese Seite.

Die Links:

Beleuchtung bei Modellhäusern – Teil 1

Beleuchtung bei Modellhäusern – Teil 2

Beleuchtung bei Modellhäusern – Teil 3

Anfragen zur Lichtsteuerung

Ergänzendes:

Wer selber keine PICs brennen oder programmieren kann, einfach mal melden. Es lohnt ja nicht, für eine einzelne Steuerung ein Programmiergerät zu kaufen oder bauen. Ich will da keinen Gewinn mit machen, ginge alles zum Porto und Selbstkostenpreis. Auch wäre es (wie schon im Artikel erwähnt) möglich, Platinen herstellen zu lassen, die dann nur noch bestückt werden müssen. Einige hatten ja schon angefragt, das wäre machbar. Allerdings nur per Sammelbestellung und Vorkasse, ich kann und will keine Platinen machen lassen die dann hier herumliegen und mir ein Loch in die Geldbörse fressen. Nebenbei ist das auch Aufwand, den möchte ich nicht sinnlos betreiben. Und da sich 5 von 7 Anfragenden nicht wieder gemeldet haben sofern es um Kosten geht, bin ich da vorsichtig ;-)

Wie gesagt kann man die Platinen aufbauen wie man möchte, wichtig ist eben nur sich an die Schaltskizze zu halten.

Da einige Vorschläge zum Thema ‚gleiche Platine, andere Funktion‘ aufgeschlagen sind, werde ich zukünftig auch noch andere Software einsetzen, welche die gewünschten Straßenlaternen, Baustellenblitzer und auch eine andere Lichtfolge für die Hausbeleuchtung bedienen kann. Kommt alles, wenn die Zeit da ist ;-)

Hier noch ein paar Elektroniktipps bei Reichelt (Affiliate):

Entwicklungstool PICkit Serial Analyzer


PICkit 2 Starter Kit


PICkit 2 Debug Express


PIC 16F688-I/P PIC-Controller DIL-14


PIC 16F688-I/SL :: PIC-Controller SOIC-14


Lochrasterplatine, Hartpapier, 75x100mm


Silberdraht, Ø 0,6mm, Länge: 10M


LED Gebastel am Rande

Wie schon geschrieben, habe ich ja wegen einer Eselei das 8,5V PS2 Netzteil quasi über. Nebenbei liegen auch noch einige der Doppelkern LEDs auf dem Basteltisch. Da ich gerade sowieso mit dem Licht zugange bin, juckt es in den Fingern, noch eine Lampe zu bauen. Einfach sehen, was die Restekiste so hergibt :-)

LED Beleuchtung - www.michael-floessel.de

 

Ein Stück Punktrasterplatine ist noch von irgendeiner anderen Aktion über.

 

 

 

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Ein paar SMD Widerstände auch noch, diesmal in Bauform 0402 (ca. 1,0 x 0,5 mm), das wird friemelig. 267 Ohm übrigens, diesmal soll das mit den 8,5V funktionieren. Weniger ginge auch, aber da ich diese Widerstände eh‘ noch habe… :-)

 

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Bei der Menge fallen einzelne echt nicht mehr auf. Etwas zu stark an der Folie gezogen und der ganze Tisch war voll. Also alle die meisten mit der Pinzette wieder aufsammeln :shock:

 

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Doppelkern LEDs sind auch ausreichend da. Allerdings will ich davon noch einige in Reserve behalten.

 

 

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Löten, löten,löten…

 

 

 

 

 

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Die Widerstände im Vergleich zur PLCC LED.

 

 

 

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Als Gehäuse dient eine alte Verpackung mit Sichtfenster.

 

 

 

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Funktionstest mit offenem Deckel.

 

 

 

 

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Fertig :-D Ich habe allerdings noch keine Idee, was ich mit dem Teil nun anstelle!? Vielleicht wird’s eine Schrankbeleuchtung…

Die Helligkeit ist O.K., kommt auf den Fotos einfach nicht richtig rüber. Leider habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, die Lichtverhältnisse mal korrekt per Kamera im Vergleich abzubilden.

Das war jetzt vielleicht nicht das sinnvollste Projekt, aber ich habe eben einen Fimmel für Beleuchtungen mit LEDs :-D

 

 

 


 

 

Salzlampe goes LED

Salzlampe goes LED - www.michael-floessel.deIch habe hier schon seit Jahren so eine Salzlampe (oder wie man die Teile bezeichnet). Sie verbreitet ein angenehm diffuses Licht, welches ich dazu nutze, im Flur etwas zu sehen, ohne gleich immer die Deckenbeleuchtung zu benutzen.

 

 

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Leider steckt in der Lampe so eine Kühlschrankglühlampe, Sockel E14/15W. Die Dinger braucht man nur anzuhusten, schon geben sie den Geist auf, gerne auch unter (temporärer) deutlicher Erhöhung der Lichtstärke.

Salzlampe goes LED - www.michael-floessel.de

 

 

Da die Lampe mit einem Federmechanismus zusammengebaut wird, welcher Fassung und Salzteil verbindet, gibt es beim wechseln des Leuchtmittels manchmal ziemliche Erschütterungen, die schon ein paarmal dafür gesorgt haben, dass eine neue ‚Birne‘ gleich wieder im Eimer ist. Das nervt! Ich werde also als nächstes mal schauen, ob man da nicht was mit LEDs basteln kann. Spart auch noch Strom, besonders hell ist die Funzel ohnehin nicht. Veilleicht kommt da ja was bloggenswertes bei raus :-D