Was man nicht kaufen kann…

… muss man eben selber bauen :-D

Aktuell ein Fall für den Bewegungssensor.

Ich brauche eine Schaltung, welche nicht nur eine justierbare Empfindlichkeit und Einschaltdauer besitzt, auch die Zeit, die bis zur nächsten Aktivierung mindestens vergangen sein muss, soll variabel sein. Zusätzlich müssen mehrere Aktivierungen erfolgen, ehe erneut eingeschaltet wird. Da ohnehin ein PIC 12F675 einen „intelligenten“ Part übernimmt, halte ich mir die Möglichkeit offen, später eine erkannte Bewegung drahtlos zu übermitteln, mal sehen wie ich da was realisiere.

Nun, die Hardware ist fertig, bei der Software für den Mikrocontroller noch nicht ein einziges Bit :mrgreen:

 

 

 

NETIO4 All – eine intelligente Steckdose

Net_IO_ArtikelNicht selten komme ich in die Verlegenheit, das in meiner Kellerwerkstatt noch irgendetwas ohne meine Beteiligung beendet werden will, sinnlos daneben stehen und warten muss ich aber auch nicht unbedingt haben.

 

Manchmal ist der PC länger beschäftigt, ein anderes Mal hängen noch Akkus am Ladegerät, in jeden Fall wird Strom benötigt. Nun bin ich aber auch niemand, der gerne alle Geräte einfach Energie vor sich hin verbrauchen lässt, die Sicherheit noch gar nicht betrachtet. Gerade wenn Akkus unbeaufsichtigt vor sich hin laden bin ich immer etwas misstrauisch, auch wenn in den Jahren so gut wie nie etwas auffälliges geschehen ist.

Net_IO_Artikel_ASchön wäre bzw. ist also eine Lösung, mit der ich von anderer Stelle aus meine Geräte Ein-/Ausschalten kann. Noch schöner ist es, wenn man durch unerwartete Umstände zu einem Gerät kommt, welches dieses per LAN, WLAN und (theoretisch) sogar Bluetooth 4.0/LE) erledigen kann.

 

In diesem Falle ist dies die „NETIO4 All“ Steckdosenleiste (PDU) von ‚KOUKAA‘. Ich habe eigentlich Hemmungen das Gerät als Steckdosenleiste zu bezeichnen, das ist einfach zu niedrig angesetzt. Für die ausführlichen Daten -> Link zum Hersteller!

Net_IO_Artikel_SKurz gesagt, eine eierlegende Wollmilchsau für mich. Neben den vier, per Netzwerk und direkt, schaltbaren Steckdosen, kann diese Version auch noch den Stromverbauch der angeschlossenen Last messen und, fast schon selbstverständlich, verschiedene Zeitfunktionen bedienen. Abgerundet wird der Funktionsumfang durch einen Watchdog. Angeschlossene Geräte mit Netzwerkfähigkeit können so in einstellbaren Zeitspannen angepingt und bei Bedarf neu gestartet werden. Einfach ausschalten – warten – einschalten. Sollte der Watchdog wiederholt auslösen, kann der an dieser Steckdose betriebene Verbraucher einfach dauerhaft aktiv oder inaktiv bleiben. Abgerundet wird die Funktion durch die Möglichkeit per Email benachrichtigt zu werden, wenn ein Ereignis eingetreten ist.

Net_IO_Artikel_BFür die erste Inbetriebnahme habe ich die Leiste per U-PNP gefunden, eingebunden via DHCP. Da dies in meinem Heimnetzwerk ungünstig ist, hat das Gerät gleich beim ersten Anschluss eine feste IP-Adresse bekommen. Ich greife per WLAN darauf zu, eine Funktion als Accesspoint ginge auch, brauche ich aber im Moment nicht. Lediglich für die Inbetriebnahme musste die NETIO an ein LAN-Kabel. Der gleichzeitige Anschluss LAN/WLAN ist auch möglich, die kabelgebundene Verbindung wird dann als Backupanschluss genutzt, wenn das WiFi-Netz aus irgendeinem Grund nicht verfügbar sein sollte.

Da ich meinen Arbeitsplatz zufällig auch in vier einzelne Stromkreise aufgeteilt habe, kann ich nun recht bequem die einzelnen Stränge beliebig ausschalten, egal von wo. Ich habe Messplatz, Computer, Maschinen und Licht auf eigene Verteiler gelegt, ist schon ein schöner Luxus, bestimmte Aufgaben aus anderen Räumen schalten zu können :mrgreen: Ein bisschen Einarbeitung ist allerdings Pflicht, die mitgelieferte Dokumentation ist, nun ja, eher dürftig ;-)

Für die eigene Einarbeitung darf die NETIO zunächst meinen Router, eine Telefonstation, den WLAN-Drucker und mein NAS bedienen. Alles Geräte, die ich nicht immer eingeschaltet lassen will, zu denen ich aber immer hinlaufen muss, wenn sie denn doch benötigt werden. Ausnahme ist natürlich der Router ;-) Kein Router -> kein Netzwerk -> keine IP-Steckdose. Für ihn nutze ich allerdings die Zeitschaltfunktion, einmal täglich gibt’s einen Neustart. Evtl. ordne ihm ihm auch einen Watchdog zu, allerdings soll die Steckdosenleiste ja in den Keller… Vielleicht doch eine zweite kaufen?!..? Mal sehen…

Net_IO_Artikel_ScreenAdministriert wird die NETIO4 Schaltleiste über den Webbrowser und/oder die passende Android-App (Playstore) bzw. die IOS Version, die ich mangels Apfel-Gerät allerdings nicht testen kann. Im Manual befinden sich QR-Codes, welche die Informationen zum Download der jeweiligen Mobilprogramme bieten. Die Bedienoberfläche ist dabei aufgeräumt und intuitiv zu bedienen, lediglich das Einloggen schlägt gelegentlich fehl bzw. es dauert etwas, bis der Anmeldeschirm angezeigt wird, jedenfalls wenn nicht der Ethernetanschluss benutzt wird.

00AA-NETIO4-A

Im obersten Menü werden die grundlegenden Schaltfunktionen und die Bedingungen für die einzelnen Steckdosen festgelegt. Schalten, Watchdog und Timer können für jeden einzelnen Anschluss getrennt konfiguriert und genutzt werden.

 

00AA-NETIO4-BBluetooth an oder aus… Bisher habe ich allerdings noch keine Möglichkeit gefunden, per BT Zugriffe zu erzeugen. Tablet, Telefon und Notebook finden kein Gerät.

 

 

00AA-NETIO4-CDie Benutzerverwaltung für Zugriffsberechtigte. Es können verschiedene Administrationsrechte festgelegt werden.

 

 

00AA-NETIO4-DNatürlich kann auch jede Dose ein eigenes Zeitprofil bekommen. Einmal erstellt, kann es unterschiedlich zugewiesen werden. Da mein Router gelegentlich neu gestartet werden will, lasse ich dies z. B. um 4 Uhr morgens erledigen.

00AA-NETIO4-EZusätzlich kann die ‚NETIO4 All‘ noch auf weitere Ereignisse reagieren, hier habe ich aber (noch) nichts genutzt oder getestet.

 

 

00AA-NETIO4-FDie Netzwerkverwaltung und einige Grundfunktionen wie Uhrzeit und Maileinstellungen. Eigentlich selbsterklärend, wenn man die Seite vor Augen hat. WLAN oder nicht und mit welchen Parameter und wie spät, all diese Funktionen eben :-)

 

00AA-NETIO4-GWas wann und manchmal auch warum geschehen ist, findet sich im Protokoll. Interessant ist auch die Möglichkeit, täglich das Protokoll per Mail an eine beliebige Adresse zu versenden.

 

Die beiden Antennen dienen übrigens für die Bluetooth- und WLAN  Verbindungen, jeweils eine Antenne für BT und eine für’s Funknetzwerk.

Abgerundet wird die Bedienung durch den Wippenschalter, mit dem das komplette Gerät abgeschaltet werden kann, ebenso durch eine rücksetzbare Sicherung. Pro Steckdose können 8 Ampere geschaltet werden, maximal 16A für das komplette Gerät. Die Stromaufnahme liegt laut Hersteller ‚KOUKAAM‘ bei ca. 4,1W.

OK, soweit mal eine kleine Übersicht zur „NETIO4 All“ :-D Das Gerät ist in den Farben Schwarz und Silber erhältlich, ebenfalls in einer günstigeren Variante ohne Bluetooth und Strommessfunktion.

Elektronische Lasten am Mikrocontroller / Offener Kollektor / Transistor als Schalter

Foto-AmpelImmer wenn ich einen Beitrag zum Mikrocontroller schreibe, in dem dieser eine größere Last schalten muss, kommen Anfragen zum „Womit und wie?“. Im Prinzip bediene ich mich dabei immer der gleichen Schaltung, nur mit angepassten Bauteilen.

 

Die meisten Controller arbeiten irgendwo zwischen 2,5 und 5 V. Pro Pin sind oft weniger als 20 mA Ausgangsstrom möglich, induktive Lasten sind auch so eine Sache. Wird ein ganzer Port benutzt, kann es noch enger werden. Je nach Controller stehen beispielsweise für einen Port mit acht Ausgängen insgesamt nur 40 mA zur Verfügung, die sich auf die einzelnen Pins verteilen müssen. Einige LEDs kann man so vielleicht noch direkt über einen Vorwiderstand ansteuern, spätestens bei Motoren oder zahlreicheren Leuchtdioden ist aber Schluss.

Hilft also alles nichts, es muss eine Treiberstufe eingesetzt werden, im einfachsten Fall ein Transistor. Um es nicht unnötig kompliziert zu gestalten, halte ich mich in diesem Beitrag an die einfachsten Formen. Sicherlich sind noch etliche Verfeinerungen möglich.

Hier und hier habe ich ja schon ein paar Worte zum Transistor auf das virtuelle Papier gebracht. Die dort beschriebenen Vorgänge sind Grundvoraussetzung zum Verständnis der folgenden Schaltungsform.

 

Ich nehme mal Folgendes als gegeben an:

  • Betriebsspannung: 12 V DC.
  • Ein zu versorgender Motor mit 12 V / 0,5 A, der nur in eine Richtung läuft.
  • Ein beliebiger Mikrocontroller, der mit 5 V versorgt wird. Diese Versorgung wird als bereits vorhanden angenommen.
  • Maximaler Ausgangsstrom des Controllers: 20 mA.
  • Ein NPN-Transistor mit angenommenem Verstärkungsfaktor B = 100 und maximal 1,5 A Belastbarkeit (BD139 o. Ä.).

Realisiert werden soll eine Schaltung, die bei einem H-Pegel am Controllerausgang den Motor startet. Bei L soll er einfach wieder stehen bleiben.

Prinzipschaltung: Mikrocontroller schaltet Motor über NPN-TransistorIm Bild die Prinzipschaltung.

Die +12 V liegen am Motor an. Bei H am Controllerausgang wird der Transistor über seine Basis angesteuert, sodass der Strom durch den Motor nach GND fließen kann. Der Motor dreht sich. Die Freilaufdiode (rot) dient dazu, Spannungsspitzen beim Abschalten des Motors abzufangen. Bei nicht-induktiven Lasten wie LEDs braucht man sie nicht. Für den hier beschriebenen Motor genügt bei einfachen Schaltvorgängen oft eine Standarddiode der Reihe 1N400X oder etwas Ähnliches. Bei höheren Strömen, Spannungen oder Schaltfrequenzen kann etwas Spezielleres erforderlich werden.

Besonderes Augenmerk liegt auf R1 und R2.

R1

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Umstände gibt, unter denen es besser ist, die Basis eines Transistors sicher auf Masse bzw. GND zu legen. Der Wert ist nicht kritisch, es soll ja auch nicht unnötig viel Strom vom Controller geliefert werden müssen. Es geht darum, dass die Basis auf GND liegt und der Transistor nicht unbeabsichtigt durchschaltet, etwa wenn der Controllerausgang hochohmig ist. Im Alltagsgebrauch bin ich mit 10 bis 100 kΩ gut ausgekommen.

R2

Sein Wert ist abhängig vom B (Verstärkungsfaktor) des Transistors. Ist „B“ im Datenblatt nicht zu finden, auch mal nach „hFE“ sehen. Sinnvollerweise sollte der Transistor so weit wie möglich durchgesteuert werden. Man möchte ja die Energie möglichst im Motor umsetzen und nicht in der Schaltung.

Ausgehend von +5 V am Controllerausgang bei H und einer angenommenen Basis-Emitter-Spannung UBE von 0,7 V stehen am Basisvorwiderstand 4,3 V zur Verfügung. Der Motor benötigt 500 mA Strom. Mit dem angenommenen Verstärkungsfaktor B = 100 ergibt sich als rechnerischer Ausgangspunkt ein Basisstrom von 5 mA.

Soll also heißen:

Ich will mindestens 500 mA für den Motor, möglichst ohne unnötige Begrenzung durch den Transistor.

Der angenommene Verstärkungsfaktor beträgt 100, also komme ich rechnerisch auf 500 mA / 100 = 5 mA Basisstrom.

R = U / I = 4,3 V / 5 mA = 860 Ω.

Das ist der rechnerische Wert für R2 bei dieser Annahme. Damit der Transistor als Schalter möglichst weit durchsteuert, muss der Basisstrom in der Praxis höher angesetzt werden. Man spricht hier vom Übersteuern, es wird also mehr Basisstrom zugeführt, als die einfache Rechnung zunächst ergibt, beispielsweise das Doppelte. Hier ist ein Blick ins Datenblatt des Transistors unerlässlich! Einmal für den Verstärkungsfaktor und zum anderen für die zulässigen Ströme. Ruinieren will man das Bauteil ja auch nicht.

In der Praxis habe ich oft einen Wert zwischen 220 und 470 Ω genommen, das hat bisher funktioniert. Allerdings muss der Controller den dafür benötigten Strom auch liefern können. Gerade 220 Ω liegen bei 5 V bereits sehr nah an den hier angenommenen 20 mA pro Ausgang. Wichtig ist außerdem, dass der Transistor bei starker Übersteuerung langsamer abschalten kann. Bei einfachen Ein-/Aus-Schaltungen fällt das meist nicht ins Gewicht.

Ist bei kleineren Strömen der Transistor ausreichend durchgesteuert, kann es sogar möglich sein, ihn ohne zusätzliche Kühlung zu betreiben. Nehmen wir für die Kollektor-Emitter-Sättigungsspannung UCE beispielsweise 300 mV an. Fließen nun wirklich nur 500 mA Motorstrom, sind das nach P = U × I genau 500 mA × 300 mV = 150 mW Verlustleistung. Ob dieser Wert im konkreten Aufbau erreicht wird, hängt natürlich von der tatsächlichen Ansteuerung ab.

Dieser Schaltungstyp (Open Collector) eignet sich für viele Anwendungen, in denen mit einem kleinen Steuersignal eine größere Last geschaltet werden soll. Man kann das Ganze noch verbessern, indem statt des Transistors ein FET eingesetzt wird, mit einer Brückenschaltung auch eine Umpolung ermöglicht wird oder ein spezielles IC zum Einsatz kommt. Oder, oder, oder … Die Frage ist einfach, wie viel Aufwand man für ein bestimmtes Ziel treiben möchte.

Um ein paar LEDs blinken zu lassen, würde ich so simpel wie möglich planen. Wenn Geschwindigkeit oder Präzision gefragt ist, entsprechend aufwändiger.

Fazit

So ganz einfach kann ich das alles auch nicht beschreiben. Aber wenn man sich in den üblichen Hobbyanwendungen bewegt, sind ein BD139 oder BC548 (bei kleinen Strömen), R1 = 10 kΩ, ein passend bemessener R2 und bei Motoren eine 1N4007 als Freilaufdiode ein möglicher Ausgangspunkt. Bei meinen einfachen Aufbauten habe ich für R2 häufig 220 Ω verwendet. Bezogen ist das auf 5 V am Controller und 12 V Versorgungsspannung für die Last. Eventuell möchte ein Motor auch noch einen Kondensator an seinen Anschlüssen sehen.

Zu beachten ist außerdem, dass ein Motor beim Anlaufen oder Blockieren deutlich mehr Strom aufnehmen kann als im normalen Betrieb. Sollen LEDs angesteuert werden, die entsprechenden Vorwiderstände nicht vergessen. Wie überhaupt natürlich darauf achten, dass die Bauteile innerhalb ihrer Spezifikationen eingesetzt werden. Und wie immer VORSICHT bei elektrischen Basteleien bzw. wenn man experimentiert! ;.-)

 


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Elektronik Tipps: Funktionsprinzip NPN Transistor

Artikelbild Elektronik Tipps - www.michael-floessel.deDer Transistor

Mit den folgenden Zeilen will ich mal versuchen, die grundsätzliche Funktion des NPN Transistors zu beschreiben.

Es ist zwar bei einigen Menschen umstritten, zur Illustration halte ich mich dabei aber an das Wassermodell, es ist m. M. nach einer der besten Wege, die Arbeitsweise aufzuzeigen.

Das Wassermodell zeigt auf, wie sich ein Wasserkreislauf annähernd verhalten würde, wenn er mit den Funktionen eines elektronischen Bauelementes beeinflusst würde.

Einige Merkmale eines NPN-Transisitors (ohne Rücksicht auf Sonderbauformen!)

  • 3 Anschlussbeine, Basis, Collector, Emitter
  • Unterschiedlichste Bauformen
  • Reihenfolge der Anschlüsse nicht bei allen Typen gleich
  • Basis = Steueranschluss
  • Collector = positiver Anschluss
  • Emitter = negativer Anschluss, gemeinsamer Bezugspunkt

Schaltbild Transistor

 

C = Collector

B = Basis

E = Emitter

 

 

Collector (oder Kollektor, in der Elektronik ist eben Englisch der Stand der Dinge :-) )

Der Sammler. In der Regel der Anschluss, an dem die zu steuernde Spannung zur Verfügung steht. Diese wird über die Funktion des Transistors beeinflusst.

Basis

Der Steueranschluss. Über eine hier angelegte Spannung, bzw. den resultierenden Strom, wird der Transistor veranlasst, mehr oder weniger Strom vom Collector kommend fließen zu lassen. Beim Silizium NPN Transistor i.d.R. um die 0,7V positiver als der Emitter, um einen Strom vom Collector kommend fließen zu lassen.

Emitter

Der Versender, besser Ausgang. Hier fließen die von der Basis und vom Collector kommenden Ströme zusammen. Bei vielen Messungen ist er auch der Bezugspunkt.

Funktionsprinzip 

Transistor_Beispiel

Einfache Transistorschaltung zur Ansteuerung einer LED.

 

 

 

 

 

Wie man im obigen Schaltbild erkennen kann, soll dieser Transistor eine LED Ein und Ausschalten können. An seinem Collectoranschluss liegt die volle Betriebsspannung, der Emitter liegt an der LED, soll also nach Masse (-) durchschalten. An der Basis liegt keine Spannung an, das Poti wäre auf Masse/0V eingestellt.

Gesperrter NPN Transistor

 

Im Wassermodell würde sich das so darstellen, dass der Wasserdruck zwar anliegt, durch die geschlossene Klappe aber nicht fließen kann.

 

 

 

Öffnender NPN Transistor

Würde man nun das Poti aufdrehen, läge über dem Vorwiderstand eine gegenüber dem Emitter positive Spannung an. Bei/ab ca. 0,7V beginnt der Transistor zu leiten, abhängig vom Typ.

Kommt beim Wassermodell analog zu oberen Beschreibung auf die Basis ebenfalls Wasserdruck, beginnt sich die Klappe beginnt zu öffnen, das Wasser fließt.

Man verzeihe mir die Tatsache, dass die Druckverhältnisse in Bezug auf die Klappengröße nicht stimmen dürften :mrgreen:

An dieser Stelle bitte beachten, dass im Gegensatz zum Wassermodell die Basis eines Transistors nur einen sehr viel geringeren Strom benötigt, als durch den Collector fließen kann. Dies ist allerdings und sogar eine der Grundvoraussetzungen, um mit einem kleinen Strom einen großen fließen lassen zu können.

Trasnsistor offen

Irgendwann ist der Basisstrom so groß, dass der Transistor nicht mehr weiter öffnen kann. Er ist vollständig leitend.

Eine weitere Erhöhung des Basisstromes hätte keine weitere Wirkung mehr, der Transistor würde übersteuert. Am Emitter fließen die Ströme von Basis und Collector zusammen.

Wird der Strom über die Anschlüsse zu groß, wird das Beuteil zerstört. Die wichtigsten Größen finden sich im Datenblatt des jeweiligen Typs. Es gibt Transistoren für die verschiedensten Anwendungen, manche optimiert für das Schalten von Lasten, andere zur Verstärkung hoher Frequenzen und noch viele weitere.

In dem einfachen Beispiel oben arbeitet der Transistor als Schalter. Auf oder Zu. Wenn man den Steuerbereich der Basis sehr fein auswählt, kann er auch als Verstärker arbeiten. Eine (sehr) geringe Änderung des Basisstromes wird den Collectorstrom sofort in gleichem Sinne umgesetzt.

Der Bereich, in dem der Basisstrom sich ändern muss, ist in sehr kleinen Grenzen gehalten. Hier spielt der Verstärkungsfaktor ‚B‘ eine Rolle. Auf diesen gehe ich aber in einem separaten Artikel ein. Zur Verständnis nehme ich aber mal vorweg, dass bei einem ‚B‘ von 100, eine Änderung des Basisstromes um 1 mA eine Änderung des Collectorstromes von 100mA zur Folge hätte usw.

 Das Prinzip mal in einer einfachen Animation:

Animation zum Funktionsprinzip des NPN Transistors - www.michael-floessel.de

 

Kleine Animation zu steigendem/sinkendem Kollektorstrom nach Anlegen der Basisspannung.

 

 

 

Mir ist klar, dass eine so einfache Beschreibung der Vorgänge weitere Fragen aufwirft und Details übergeht. Ich hoffe, in den demnächst folgenden Beispielen diese Punkte so gut wie möglich klären zu können.

Zum PNP-Transistor werde ich natürlich auch noch einen eigenen Beitrag schreiben. Aus Erfahrung weiß ich, dass dieser (warum auch immer… ;-) ) mehr Verständnisprobleme mit sich bringt. Ich habe nur gerade keine Idee, wie ich das umsetzen soll ;-) *kopfkratz*

Rein technisch oder physikalisch

Wer mit meiner Darstellung der Funktionsweise nicht gut zurechtkommt, bei Wikipedia oder Elektronik-Kompendium sind die Erklärungen garantiert auch nicht schlecht!