Rösler lehnt Sozialtarife beim Strom ab – T-Online

(Archivierter Beitrag, nur noch für die zeitliche Einordnung online ;-) )

Nicht soviel quatschen, unternehmt was!

Und zwar etwas, was sich auch bemerkbar macht. Deutlich!

Beim Bürger, beim einfachen Mann und der einfachen Frau!

Rösler lehnt Sozialtarife beim Strom ab. -T-Online

Wuppertaler wollte zur Polizei: Mann fährt mit Kriegsbombe durch Stadt – RP-Online

LOL, Leute gibt es:

Wuppertaler wollte zur Polizei: Mann fährt mit Kriegsbombe durch Stadt. RP-Online

Hubbrücke in Walsum gesperrt | WAZ.de

Hubbrücke in Walsum gesperrtIch wusste gar nicht, dass die Brücke so marode ist.

Hubbrücke in Walsum gesperrt | WAZ.de.

Elektronik Tipps: Transistor und Gleichstromverstärkung (B)

Artikelbild Elektronik Tipps - www.michael-floessel.deTransistor und Gleichstromverstärkung (B)

Im Artikel zur Funktion eines Transistors war die Rede vom Verstärkungsfaktor ‚B‘.

‚B‘ gibt an, um ein wie Vielfaches der Kollektorstrom (also der Strom vom Kollektor zum Emitter) höher ist, als der Basisstrom.

Schaltbild Transistor

Nehmen wir das mal ein wenig auseinander.

Wenn in einem Transistor von der Basis zum Emitter KEIN Strom fließt, ist er gesperrt. Vom Kollektor kann also auch kein Strom zum Emitter fließen.

Jetzt gibt es bei jedem Transistor einen Bereich, in dem ein (meist recht geringer) Stromfluss von der Basis den Transistor leitend macht.

Dies bedeutet, dass auch ein Strom vom Kollektor zu Emitter fließen kann. Aber wie hoch wird dieser sein?

Hier kommt ‚B‘ ins Spiel

Ein ‚B‘ von 100 würde bedeuten, dass bei einem Basisstrom von 1mA einen Kollektorstrom von 100mA fließen kann.

Natürlich nur dann, wenn dieser möglich ist. Wird durch weitere Bauteile in der Schaltung (z.B. ein Widerstand am Emitter) der Stromfluss schon begrenzt, dann wird auch nur dieser max. mögliche Strom fließen können.

Dabei muss man immer beachten, dass sich am Emitter der Stromkreis schließt! Ein dort vorhandener Widerstand wird den Basisstrom UND den Kollektorstrom beeinflussen!

Allerdings ist größtenteils der Basisstrom so gering, dass z.B. ein Vorwiderstand der LED (siehe unteres Schaltbild) von 560 Ohm keine allzu große Auswirkung auf den Basisstrom hätte. Arbeitet man aber aus irgendwelchen Gründen an den Grenzwerten des Transistors, kann dies schon zum Tragen kommen.

Transistor_Beispiel

In diesem Schaltbild ist eine einfache Ansteuerung einer LED aufgeführt.

Der Vorwiderstand R2 der LED ist so dimensioniert, dass bei voll geöffnetem Transistor nur die max. zulässigen 20mA für die LED fließen. Irgendwann hätte es also keinen Sinn den Basisstrom weiter zu erhöhen, wenn der maximale Strom durch die LED bereits erreicht ist.

Wie in der Transistorfunktion schon beschrieben, ist irgendwann keine Erhöhung des Kollektorstroms mehr möglich, der Transistor ist so weit offen, wie es geht.

Wird nun der Basisstrom weiter erhöht, wird der Transistor übersteuert. Arbeitet der Transistor als Schalter (also nur LED ein oder aus), ist dies meist in bestimmten Grenzen erwünscht, um sicherzustellen, dass der Kollektorstrom sein Maximum erreicht hat. Allerdings sollte man das in Grenzen halten (einige %), um das Bauteil nicht zu zerstören.

Um so etwas genau abzustimmen, muss unbedingt das Datenblatt des entspr. Typen zurate gezogen werden. Hier kann man anhand von Daten und Diagrammen ermitteln, ab welchem Basisstrom der Transistor leitend wird und wo sein Maximum liegt.

Innerhalb dieser Grenzen liegt dann der aussteuerbare Bereich. Das heißt, dass zwischen dem Punkt, ab dem der Transistor öffnet und dem, an dem er völlig leitend ist, jede Basisstromänderung eine Kollektorstromänderung um den Faktor ‚B‘ bewirkt.

Dies wird u. a. beim Audioverstärker ausgenutzt, um mit einem schwachen Musiksignal (z.B. vom MP3 Player) einen großen Lautsprecher zum Schwingen zu bringen. Leider ist dazu noch einiges an weiterer Elektronik notwendig. Unter anderem deshalb, weil der Aussteuerbereich eines einzigen Transistors dazu viel zu gering ist.

Hier kommt dann auch die Spannung von der Basis zum Emitter zum Tragen

Schaltbild Transistor

Die Strecke Basis-> Emitter (B-E), kommt einer Diodenstrecke gleich.

Dies bedeutet nun, dass der Bereich, in dem der Transistor leitend wird, dort eine Spannung von ca. 0,6-0,7V benötigt. Darunter wird kein ausreichender Basisstrom fließen und der Transistor nicht arbeiten.

Ein typischer Kleinsignaltransistor hat seinen Aussteuerbereich ca. bei 0,6-0,9V Spannung an B-E. Darunter leitet er nicht, darüber wird er übersteuert.

Daran kann man vielleicht schon erkennen, welcher Aufwand nötig werden kann, um einen Spannungsbereich von z.B. 0-2V auf 0-24V im Aussteuerbereich zu verstärken. (Dazu kommt aber auch noch ein eigener Blogbeitrag :-D )

Zusätzlich muss man im Hinterkopf behalten, dass kaum zwei identische Transistoren auch absolut den gleichen ‚B‘ besitzen. Oft wird schon im Datenblatt eine Toleranz für ‚B‘ angegeben, z.B. 100-140.

Durch die Exemplarstreuung ist dies nicht zu vermeiden. Will man also unbedingt so haargenau in diesem Bereich arbeiten, muss einiges an Abstimmmöglichkeiten geschaffen werden.

Im Modellbaubereich und der Digitaltechnik ist der Transistor aber zum Glück zu 99% als Schalter eingesetzt – an oder aus. Hier kommt man fast immer mit einfachen Faustformeln oder groben Überschlagsrechnungen aus.

Analog zum fließenden Wasser kann man sich ‚B‘ als Größe des Schiebers in einem Wasserhahn vorstellen. Und auch hier ist es eben so, dass es keinen Sinn macht, den Hahn noch weiter zu öffnen, wenn der Wasserstrahl nicht mehr stärker werden kann. Umgekehrt eben kein Wasserfluss, wenn der Wasserhahn geschlossen ist.

Zum guten Schluss noch die Formel zur Kollektorstromberechnung anhand von ‚B‘:

IC=IB*B
  • IC=Kollektorstrom
  • IB=Basisstrom
  • B=Verstärkungsfaktor ‚B‘

Eigentlich ja auch logisch:

Multipliziert man den Basisstrom mit ‚B‘, bekommt man den Kollektorstrom als Ergebnis.

 

Eselsbrücke: P=U*I

P=U*IOK, noch eine :-D

Das klappt auch mit der Leistung. Eigentlich mit jeder Formel, die in dieser Art aufgebaut ist.

 

 

 

 

Related posts:

Eselsbrücke: U=R*I

U=R*INicht lachen!

Es gibt viele Menschen, die auch eine einfache Formel nicht im Kopf auf die schnelle umstellen können, es klappt einfach nicht.

Hier hilft das ‚Mogeldreieck‘!

Einfach den gesuchten Wert mit dem Finger abdecken, die passende Formel bleibt über!

Wer sich näher mit der Elektronik beschäftigt, kommt um das ohmsche Gesetzt nicht herum, vielleicht ist es mit so einem Merke etwas leichter ;-)

 

 

Eselsbrücke: Farbcodes auf Widerständen

Artikelfoto Widerstand - www.michael-floessel.deStützen für’s Gehirn

Wenn man wenig Übung hat, kann es vorkommen, dass die Bestimmung eines Widerstandwertes anhand der Farbkennung länger dauert, als diesen einzulöten :-D

Gerade, wenn mehrere Exemplare aus einer Wühlkiste zusammengesucht werden müssen, kann das richtig nerven und auch reichlich Zeit beanspruchen.

 

Eine Alternative zum Lernen kann ich auch nicht bieten

Allerdings gibt eine Eselsbrücke, welche das Lernen der Farben (vielleicht) erleichtert.

  • 1 = braun = Ein brauner Pfennig (jetzt wohl Cent :-D)
  • 2 = rot = Zwei rote Lippen
  • 3 = orange = Drei orange Orangen (Geistreich, nicht?)
  • 4 = gelb = Vier Räder an einem gelben Postauto
  • 5 = grün = Ein grüner Fünf Markschein (Äh, nochmal Euro!)
  • 6 = blau = Eine blaue Fliege, hat sechs Beine
  • 7 = violett = Sieben violette Veilchen (OK, hinkt ein wenig, der Vergleich
  • 8 = grau = Ein Achtzig jähriger hat graue Haare
  • 9 = weiß = Neunundvierzig weiße Lottokugeln
  • 0 = schwarz = Kein Vergleich bekannt, kann man sich aber auch so merken, oder? (Hier habe ich den Text aufgrund der Farbgebung des Blogs natürlich nicht geändert ;-) )

Ein kleiner Tipp von Leser Burkhard:
für Schwarz/0: Ein schwarzes Nichts ;-)

OK, mir hat’s seinerzeit geholfen! Da kann ich mal wieder sehen, wie lange das her ist, werde ich alt?

 

 

Größte Mythen und Weisheiten zu Lithium-Ionen-Akkus

Eigentlich wollte ich in der nächsten Zeit einen Blogbeitrag zu diesem Thema bringen. Werde ich auch noch, es gibt noch die ein oder andere Info die ich gerne aufschreiben möchte. Da aber der Inhalt dieses Beitrages meine Zustimmung findet, hier einfach mal der Link:

Größte Mythen und Weisheiten zu Lithium-Ionen-Akkus. – bst-systemtechnik.de

Energieberatung: Geld und Strom sparen – bis zu 675 € Zuschuss

Mal kommentarlos zum meinem vorherigen Beitrag. Gerade eben gefunden:

Energieberatung: Geld und Strom sparen – bis zu 675 € Zuschuss.

So als Abschluss zum Thema.

Nochmal mein Senf zu Diskussionen um Strom, Benzin und die Mehrbelastung im Alltag

In der aktuellen Berichterstattung zur Stromverteuerung ist immer wieder zu lesen und hören, dass ein xx-Köpfiger Haushalt xx Euro an Mehrbelastung zu erwarten hat.

Warum wird das nicht immer konkret mit den Kilowattstunden angegeben? Es gibt 4-Personen Haushalte, die mit 4000 kWh auskommen, andere brauchen 7000. Von Durchlauferhitzer bis Heizung kann man das doch gar nicht pauschalisieren. Meist ist aber immer eine Personenanzahl als Bezug angegeben.

Fast alle Menschen, mit denen ich in den vergangenen Tagen gesprochen habe, sehen beim Bezug auf den Vorjahresverbrauch deutlich schlechter aus, als in den beispielhaften Angaben zur Haushaltsgröße.

In einem anderen Blog habe ich vorhin gelesen, dass man wegen der 50 Euro im Jahr nicht jammern sollte. Geht’s noch? Wegen der Sicherheit! Ich glaube ich spinne. Da hat sich aber jemand sehr schön von der Märchenwelt-Argumentation der Stimmungsmacher einwickeln lassen.

Das sind bei normalen Familien NIEMALS nur 50 Euro! Eher pro Person. Und warum soll der Verbraucher das alles tragen?

WARUM? Die Energieerzeuger haben sich in den letzten Jahren die Taschen mit gigantischen Gewinnen vollgestopft, es wäre mal an der Zeit, diese Gewinne zu nutzen! Andere Unternehmen müssen die Konkurrenzfähigkeit ihres Betriebes auch aus den Gewinnen meistern. Aber der Stromkunde hat bereits mit der vergangenen Rechnung das bezahlt, was er bekommen hat! es wurde ihm nichts geschenkt. Er zahlt aber mit der aktuellen Rechnung schon Kosten, welche noch gar nicht angefallen sind. Und für die er in anderen Geschäftsmodellen gar nicht aufkommen müsste. Und darüber hinaus ist jetzt schon sicher, dass er für die Zukunft Dinge bezahlt, die noch gar nicht vorhanden sind.

Da kommen als ernst gemeinter Vorschlag Energieberater auf’s Tablett. Schön! Ich kann, wenn nötig, die Kosten eines Gerätes auf 3 Stellen hinter dem Komma berechnen. Tu‘ ich auch! Und was nützt mir das? NIX! Schon alleine deswegen, weil ich keine Ahnung habe, welchen Vorwand man sich in Zukunft einfallen lassen wird, um wieder mehr abzugreifen.

Und weil niemand in der Politik WIRKLICH den Willen oder die Fähigkeit bzw. Macht hat, etwas an den Energiepreisen zu reglementieren, muss ich jeden Cent der über ist dafür ausgeben, die aktuellen Kosten zu decken. Klar frisst ein neuer Kühlschrank evtl. weniger. Wovon soll man ihn denn noch bezahlen? Für viele stellt sich die Wahl zwischen einem neuen Gerät ODER der Notwendigkeit, aktuelle Abschläge und Nachzahlungen auszugleichen.

Es gibt hauptsächlich zwei Themen, welche mir im Augenblick sauer Aufstoßen. Nein, eigentlich nicht die Themen, eher die sehr oft sinnlos dahergelaberten Vorschläge zur Lösungen und die angeblichen Gründe, warum man doch Verständnis haben soll .

Strompreise

Energieberater sollen helfen…

Schön, dann weiß ich, was in meinem Haushalt viel verbraucht. Und dann? Kriegen die Haushalte (vor allem die Geringverdiener, Hartz 4 Empfänger oder alleinigen Brötchenverdiener) dann die sparsameren Geräte umsonst oder wenigstens WESENTLICH günstiger? Nein! Im Gegenteil! Hintenrum wird ja auch damit Umsatz generiert. Wer sich neues leisten kann, der wird auch Geld in Umlauf bringen. Diese Menschen werden aber auch meist nicht in den Genuss des Gefühls der Angst  kommen, im nächsten Jahr vielleicht ohne Strom dazustehen. Der Rest kann eben schauen, wo er bleibt. Und ja, solche Fälle gibt es nicht nur bei Hartz 4 Empfängern!

Nebenbei habe ich alle Standby Verbraucher auf das absolut notwendigste reduziert. Die Großgeräte sind nicht sehr alt, mein Verbrauch ist seit Jahren gesunken oder zumindest in etwa gleich geblieben. Trotzdem zahle ich seit Jahren nach, immer im kleinen bis mittleren (dreistelligen) Bereich. Und Entschuldigung, ich lebe nicht in einer Höhle, ich will nicht soweit kommen aus Sparsamkeitsgründen demnächst hier mit Petroleumlampen beleuchten zu müssen. Aber auch egal, dann wird Petroleum innerhalb einiger Jahre 50 Euro pro Liter kosten und ich muss neue, EU-Norm gerechte Lampen kaufen, sonst erlischt jeder Versicherungsschutz. Aber vielleicht liegt alles ja auch daran, dass bei der in Zukunft gewünschten Elektromobilität der Strom eben das nicht mehr verkauft Benzin ausgleichen soll.

Benzinpreise bzw. Fahrtkosten

‚Dann muss man halt mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren’…

Ey, mir fliegt der Kopf weg. Das soll mir derjenige, der eine solche Scheiße von sich gibt, mal vormachen. Einfache Fahrt 30 km zur Arbeit. Mit dem Rad, jeden Tag! Und nebenbei, wer 8-10 Stunden am Tage gestanden hat, schweres geschleppt oder zusammengebaut hat, ist bestimmt immer scharf darauf, dann noch 10-30 km Fahrrad zu fahren! Und nicht vergessen, bei allen Infos die Realität im Auge zu halten. Es gibt auch Winter, -10°C, Schnee, Eis und vieles anderes. Und natürlich sind alle Menschen unter 30 und kerngesund.

‚Ein Auto mit weniger Verbrauch kaufen’…

Ja logisch, wer den Sprit kaum noch löhnen kann, hat ja mal eben 20.000 Euro für einen anderen Wagen über. Meiner braucht ca. 7,5 Liter/100 Kilometer. Was soll sich denn da noch rechnen?

‚Bus und Bahn‘

Ja bestimmt doch. Klappt immer, egal wohin. Kostet auch bestimmt weniger. Das ich nicht lache! Mal als Beispiel:

Eine Fahrt mit dem Bus von Duisburg Walsum bis zum Centro in Oberhausen dauert ca. 70 Minuten, wenn man Glück hat. WENN! In der Realität kommt aber der erste Bus so viel zu spät, dass man den Anschluss mit Sicherheit nicht bekommt. Dann sind das schon 1,5 Stunden. Für ca. 19 Kilometer… Übrigens kann man per Tagesticket mit Preisstufe A fahren. Das Monatsticket für diese Strecke gibt es aber nur in Preisstufe B. ist halt so. Habe ich Ende 2011 selber erfahren dürfen, als ich mal ca. 6 Wochen kein Auto hatte. Und wenn man dann noch am Samstag/Sonntag ran muss, wird das noch viel schlimmer. Da sind 2 Stunden mal zur Sicherheit einzuplanen. pro Tour. Hin und zurück irgendwo zwischen 3 und 4,5 Stunden. Großartig! Falls der Bus nicht einfach weg ist, weil er so voll war, dass niemand mehr hinein gepasst hat.

Nebenbei, habe ich nicht gerade noch lesen müssen, das man in der aktuellen Arbeitswelt flexibel sein muss? Auch längere und wirklich lange Arbeitswege in Kauf zu nehmen hat? Kann man aber irgendwann nicht mehr, wenn die Fahrtkosten den Unterschied zwischen ‚es geht gerade noch‘ oder ‚es ist kein Geld mehr da‘ ausmachen.

Und immer mal im Hinterkopf behalten:

Im Gegensatz zur anscheinend gängigen Meinung mancher, arbeiten nicht alle 8-17 Uhr im Büro! Viele Menschen, die dieses Land am Atmen halten, sind immer noch mit Körpereinsatz arbeitende, Handwerker und Malocher eben. Verkäufer(innen) und viele andere, die 8 Stunden (und oft mehr) rennen, stehen, Kartons stapeln und was weiß ich noch alles.

Klappt bestimmt super, wenn z.B. der kleine Dachdeckerbetrieb demnächst seine Leitern und Werkzeuge mit dem Rad zur 50 km entfernten Baustelle fährt. Oder die kleine Schlosserei besser das Material klebt anstatt zu schweißen, für die Maschinen kann leider der Strom nicht mehr bezahlt werden. Geht nicht? Ach! Die können dann ja einfach die Preise erhöhen! Logisch, wird von den Kunden sofort toleriert, Preiserhöhungen kommen im harten Wettbewerb immer gut. Von den Arbeitnehmern mal ganz zu schweigen, die jeden Tag wechselnde Einsatzorte haben. Macht aber nix, die haben ja immer ein Firmenfahrzeug, immer…

Mal einige Links aus den letzten Jahren, ohne Wertung, nur zum Verständnis und zur Information. 

Pendler in NRW – RP Online, Februar 2012

Fahrrad für den Arbeitsweg – Zeit Online

Keine Flexibilität bei Jobsuche – Handelsblatt

Verbraucher tragen Stromkosten der Industrie – Wirtschaftswoche

Änderungen bei Minijobs – www.iww.de

Jeder 4. nur Armutslohn – Spiegel Online

1600 Euro Netto im Monat – Süddeutsche.de

3127 Euro Brutto im Monat – Süddeutsche.de

Und ebenso wichtig: Von 400 Euro kann man natürlich leben, Fahrtkosten sind bei 400 Euro-Jobs bestimmt niedriger weil näher am Wohnort, Durchschnittslohn in Deutschland 2500 Euro Brutto. Alles Aussagen, die man immer wieder hört und liest und die einem suggerieren sollen, wie gut es doch die Deutschen haben. Im Vergleich zu irgendwo vielleicht, ich lebe aber nicht in ‚Irgendwo‘. Ich lebe im Land der Aufstocker und Reichen, in dem Land, in dem auch meine Beiträge und Ausgaben seit Jahrzehnten andere bereichert haben! Ich zahle meine Steuern in Deutschland und muss meinen Lebensstandard nicht auf Knien dankend mit dem der 3. Welt vergleichen lassen!

Da lese ich auch gerade noch das Argument mit der Pendlerpauschale… Haben einige mal ausgerechnet, was ein ’nicht gut Verdiener‘ mit 3 Kindern und Frau so an Lohnsteuer im Jahr bezahlt? Und dann mal nachgefragt, wie viel man wohl wiederbekommen kann? Na?

Ich könnte noch ewig viel dazu schreiben, es kommt immer ein neuer Gedanke auf, jetzt lasse ich es mal gut sein. Leider werden es die, die ich gerne ansprechen möchte nicht lesen. Jedenfalls nicht hier…

Deutschland mag kein schlechtes Land sein, noch nicht. Aber es gibt recht große Anstrengungen einiger Personen und Gruppen, dies schnell zu ändern.

So, auch das musste raus!