Stromsparen im Haushalt – Tipps & Ideen

Beispielbild zu einem Artikel auf www.michael-floessel.de - Energiekosten PCAufgrund der aktuellen Entwickung der Stromkosten habe ich beschlossen, mal einen älteren Artikel aus dem Blog etwas nach oben zu holen. Wer mich näher kennt weiß, daß ich nicht erst seit ein paar Wochen ziemlich sauer auf das reagiere, was dem Bürger und Verbraucher da an Verpflichtungen bei den Energiekosten aufgezwungen wird.

Als Reaktion auf mein Gemecker, habe ich eigentlich eher mit negativem Feedback in der Art von ‚Jammer nicht‘, ‚da musst Du durch‘ und schlimmerem ähnlichem gerechnet. Immer wirder kommen aber Anfragen zu mir, die inhaltlich Tipps zum Stromsparen wünschen. Übrigens deutlich mehr, als bisher zu allen anderen Artikeln hereingekommen ist.

Freut mich natürlich :-D

Nun ist es ja so, daß die meisten der allgemeinen Tipps schon an vielen Stellen gegeben wurden. Ich werde also mal wieder meinen Senf dazu beitragen, natürlich incl. der Vorschläge, die ohnehin schon jeder kennen dürfte…

Tipps zum Strom sparen:

  • Stationäre PC’s weg, Notebooks anschaffen. Vorzugsweise dann, wenn ohnehin etwas neues fällig ist.
  • Aquarium abschaffen
  • Wäsche nur so heiß waschen, wie wirklich nötig
  • Wärmetauscher am Kühlschrank reinigen, also das Gitter an der Rückseite
  • Kühlschrank regelmäßig abtauen und auf die wirklich notwendige Stufe stellen
  • Deckel beim Kochen auf die Töpfe
  • Glühlampen gegen sparsameres tauschen, vorzugsweise LEDs (dazu kommt in meinem Blog auch noch einiges!)
  • Abschaltbare Steckdosen an alles, was auch ohne Dauerstrom auskommt. Die meisten Unterhaltungsgeräte aus der Jubelelektronik speichern auch ohne Strom die letzten Einstellungen. Wenn nicht, irgendwann ersetzen.
  • Raumbeleuchtung auf Werte reduzieren, die man wirklich braucht. 120 Watt Gesamtleistung bei Halogenstrahlern im 2 Meter langen Korridor sind nicht immer wirklich sinnvoll.
  • Ladegeräte bei Nichtbenutzung aus der Steckdose ziehen. Oder alle zusammen an eine schaltbare Leiste, dann komplett abschalten. Geht natürlich nur, wenn immer alles zusammen geladen wird.
  • Statt Backofen oder Herd die Mikrowelle nutzen, wenn das möglich ist. Hier aber darauf achten, das die Nutzungszeit der Mikrowelle nicht so lang wird, das er Ofen wieder günstiger wird. Mir wurde berichtet, das es Leute gibt die z.B. Wasser für Tee in der Welle erhitzen, ich habe das aber noch nicht näher betrachtet.
  • Wäschetrockner auf Bedarf prüfen. Sicherlich eine feine Sache, so ein Trockner… Aber auch ein Luxusproblem. An sich trocknet Wäsche gut kostenlos ;-)
  • In Haushalten, in denen mehrfach am Tag gekocht wird schauen, ob man die Essenszeiten nicht verlegen kann. Hat bei unserer 5-Kopf-Bande gut funktioniert. Nicht immer, aber oft genug.
  • An Stellen, die gerne vergessen werden prüfen, ob man evtl. eine Zeitschaltuhr installieren kann, die immer dann ausschaltet, wenn ein Geräte garantiert nicht gebraucht wird. Z.B. Kellerlicht zwischen 23 und 8 Uhr morgens. Aber keine Stolperfallen bauen!
  • Tiefkühltruhe(n) auf Bedarf prüfen. Oft ist der Strom teuer, als das, was man durch die Vorratshaltung einsparen kann.
  • Röhrengeräte (Fernseher und Monitore) gegen aktuelle mit LED Beleuchtung austauschen. Aber hier auf die Leistungsaufnahme achten. Ältere und auch sehr große Geräte sparen nicht unbedingt was ein!
  • Schaut mal in die Zimmer Eurer Kinder, sofern vorhanden! Kinder mein ich, nicht nur Zimmer. Ein „PC + Fernseher + Konsolen + Stereoanlage + Lichter = ALLES AN – Szenario“ ist nicht selten. Ich weiß, wovon ich rede :shock:

Dies sind fast alles Tipps, die wir hier, nach und nach, befolgt haben. Unter dem Strich hat dieses Verhalten im Laufe der Jahre rund 2000 kWh eingespart. Wenn ich bis zum Jahr 1996 zurück gehe, sind es sogar 2500 kWh, die heute weniger gebraucht werden. Natürlich spielt auch eine Rolle, dass die Kinder größer geworden sind und so z. B. die Waschmaschine weniger in Betrieb ist. Dafür kamen aber auch Geräte in die Kinderzimmer, die vorher nicht vorhanden waren. Laptop, Konsole und so Zeugs.

Natürlich sind einige der Tipps krass. Das Abschaffen des Aquariums zum Beispiel. Ist natürlich eine Extremlösung und davon abhängig, ob man nun wirklich sparen MUSS oder nur WILL. Ich habe meines damals eigentlich nur an freien Tagen in Betrieb gesehen, meist war nach Feierabend alles bald dunkel. Irgendwann habe ich das als sinnlos empfunden und mir nebenbei die Wasserschlepperei alle paar Wochen erspart. Ansonsten ist es wie bei jedem anderen Hobby – es kostet Geld. Wenn man an seinen Fischen hängt, kosten sie eben auch etwas. Ist ja bei anderen Freizeitaktivitäten nicht anders. Und gegenüber anderen Steckenpferden sind die im Mittel 100 -200 Euro an Strom pro Jahr und Aquarium auch nicht unbedingt teuer. Hier muss man die Kosten einfach in das richtige Verhältnis setzen.

Das Problem ist natürlich auch, dass ein radikales Neuanschaffen vieler Geräte gar nichts bringt. Man kann dann durchaus eine 1000€ ausgeben, diese Kosten aber vielleicht gar nicht mehr reinholen. Wie immer, muss bei so einem Thema der Einzelfall betrachtet und der Verstand genutzt werden.

Zum Schluss ein Wort an diejenigen, die etwas ändern können. Auch wenn sie sich nicht hierhin verirren werden:

Unterm Strich ist eines sicher: Die aktuellen Stromkosten sind so nicht hinzunehmen, da muss sich was tun! Strom ist kein Luxusgut, er ist lebensnotwendig. Damit darf kein Schindluder und schon gar keine Bereicherung getrieben bzw. erzielt werden. Und dann mal bitte über die Mehrwertsteuer bei Lebensnotwendigem nachdenken! 

 

 

 

 

NETIO4 All – eine intelligente Steckdose

Net_IO_ArtikelNicht selten komme ich in die Verlegenheit, das in meiner Kellerwerkstatt noch irgendetwas ohne meine Beteiligung beendet werden will, sinnlos daneben stehen und warten muss ich aber auch nicht unbedingt haben.

 

Manchmal ist der PC länger beschäftigt, ein anderes Mal hängen noch Akkus am Ladegerät, in jeden Fall wird Strom benötigt. Nun bin ich aber auch niemand, der gerne alle Geräte einfach Energie vor sich hin verbrauchen lässt, die Sicherheit noch gar nicht betrachtet. Gerade wenn Akkus unbeaufsichtigt vor sich hin laden bin ich immer etwas misstrauisch, auch wenn in den Jahren so gut wie nie etwas auffälliges geschehen ist.

Net_IO_Artikel_ASchön wäre bzw. ist also eine Lösung, mit der ich von anderer Stelle aus meine Geräte Ein-/Ausschalten kann. Noch schöner ist es, wenn man durch unerwartete Umstände zu einem Gerät kommt, welches dieses per LAN, WLAN und (theoretisch) sogar Bluetooth 4.0/LE) erledigen kann.

 

In diesem Falle ist dies die „NETIO4 All“ Steckdosenleiste (PDU) von ‚KOUKAA‘. Ich habe eigentlich Hemmungen das Gerät als Steckdosenleiste zu bezeichnen, das ist einfach zu niedrig angesetzt. Für die ausführlichen Daten -> Link zum Hersteller!

Net_IO_Artikel_SKurz gesagt, eine eierlegende Wollmilchsau für mich. Neben den vier, per Netzwerk und direkt, schaltbaren Steckdosen, kann diese Version auch noch den Stromverbauch der angeschlossenen Last messen und, fast schon selbstverständlich, verschiedene Zeitfunktionen bedienen. Abgerundet wird der Funktionsumfang durch einen Watchdog. Angeschlossene Geräte mit Netzwerkfähigkeit können so in einstellbaren Zeitspannen angepingt und bei Bedarf neu gestartet werden. Einfach ausschalten – warten – einschalten. Sollte der Watchdog wiederholt auslösen, kann der an dieser Steckdose betriebene Verbraucher einfach dauerhaft aktiv oder inaktiv bleiben. Abgerundet wird die Funktion durch die Möglichkeit per Email benachrichtigt zu werden, wenn ein Ereignis eingetreten ist.

Net_IO_Artikel_BFür die erste Inbetriebnahme habe ich die Leiste per U-PNP gefunden, eingebunden via DHCP. Da dies in meinem Heimnetzwerk ungünstig ist, hat das Gerät gleich beim ersten Anschluss eine feste IP-Adresse bekommen. Ich greife per WLAN darauf zu, eine Funktion als Accesspoint ginge auch, brauche ich aber im Moment nicht. Lediglich für die Inbetriebnahme musste die NETIO an ein LAN-Kabel. Der gleichzeitige Anschluss LAN/WLAN ist auch möglich, die kabelgebundene Verbindung wird dann als Backupanschluss genutzt, wenn das WiFi-Netz aus irgendeinem Grund nicht verfügbar sein sollte.

Da ich meinen Arbeitsplatz zufällig auch in vier einzelne Stromkreise aufgeteilt habe, kann ich nun recht bequem die einzelnen Stränge beliebig ausschalten, egal von wo. Ich habe Messplatz, Computer, Maschinen und Licht auf eigene Verteiler gelegt, ist schon ein schöner Luxus, bestimmte Aufgaben aus anderen Räumen schalten zu können :mrgreen: Ein bisschen Einarbeitung ist allerdings Pflicht, die mitgelieferte Dokumentation ist, nun ja, eher dürftig ;-)

Für die eigene Einarbeitung darf die NETIO zunächst meinen Router, eine Telefonstation, den WLAN-Drucker und mein NAS bedienen. Alles Geräte, die ich nicht immer eingeschaltet lassen will, zu denen ich aber immer hinlaufen muss, wenn sie denn doch benötigt werden. Ausnahme ist natürlich der Router ;-) Kein Router -> kein Netzwerk -> keine IP-Steckdose. Für ihn nutze ich allerdings die Zeitschaltfunktion, einmal täglich gibt’s einen Neustart. Evtl. ordne ihm ihm auch einen Watchdog zu, allerdings soll die Steckdosenleiste ja in den Keller… Vielleicht doch eine zweite kaufen?!..? Mal sehen…

Net_IO_Artikel_ScreenAdministriert wird die NETIO4 Schaltleiste über den Webbrowser und/oder die passende Android-App (Playstore) bzw. die IOS Version, die ich mangels Apfel-Gerät allerdings nicht testen kann. Im Manual befinden sich QR-Codes, welche die Informationen zum Download der jeweiligen Mobilprogramme bieten. Die Bedienoberfläche ist dabei aufgeräumt und intuitiv zu bedienen, lediglich das Einloggen schlägt gelegentlich fehl bzw. es dauert etwas, bis der Anmeldeschirm angezeigt wird, jedenfalls wenn nicht der Ethernetanschluss benutzt wird.

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Im obersten Menü werden die grundlegenden Schaltfunktionen und die Bedingungen für die einzelnen Steckdosen festgelegt. Schalten, Watchdog und Timer können für jeden einzelnen Anschluss getrennt konfiguriert und genutzt werden.

 

00AA-NETIO4-BBluetooth an oder aus… Bisher habe ich allerdings noch keine Möglichkeit gefunden, per BT Zugriffe zu erzeugen. Tablet, Telefon und Notebook finden kein Gerät.

 

 

00AA-NETIO4-CDie Benutzerverwaltung für Zugriffsberechtigte. Es können verschiedene Administrationsrechte festgelegt werden.

 

 

00AA-NETIO4-DNatürlich kann auch jede Dose ein eigenes Zeitprofil bekommen. Einmal erstellt, kann es unterschiedlich zugewiesen werden. Da mein Router gelegentlich neu gestartet werden will, lasse ich dies z. B. um 4 Uhr morgens erledigen.

00AA-NETIO4-EZusätzlich kann die ‚NETIO4 All‘ noch auf weitere Ereignisse reagieren, hier habe ich aber (noch) nichts genutzt oder getestet.

 

 

00AA-NETIO4-FDie Netzwerkverwaltung und einige Grundfunktionen wie Uhrzeit und Maileinstellungen. Eigentlich selbsterklärend, wenn man die Seite vor Augen hat. WLAN oder nicht und mit welchen Parameter und wie spät, all diese Funktionen eben :-)

 

00AA-NETIO4-GWas wann und manchmal auch warum geschehen ist, findet sich im Protokoll. Interessant ist auch die Möglichkeit, täglich das Protokoll per Mail an eine beliebige Adresse zu versenden.

 

Die beiden Antennen dienen übrigens für die Bluetooth- und WLAN  Verbindungen, jeweils eine Antenne für BT und eine für’s Funknetzwerk.

Abgerundet wird die Bedienung durch den Wippenschalter, mit dem das komplette Gerät abgeschaltet werden kann, ebenso durch eine rücksetzbare Sicherung. Pro Steckdose können 8 Ampere geschaltet werden, maximal 16A für das komplette Gerät. Die Stromaufnahme liegt laut Hersteller ‚KOUKAAM‘ bei ca. 4,1W.

OK, soweit mal eine kleine Übersicht zur „NETIO4 All“ :-D Das Gerät ist in den Farben Schwarz und Silber erhältlich, ebenfalls in einer günstigeren Variante ohne Bluetooth und Strommessfunktion.

SCHUKO – Steckdose und USB-Ladestation in einem – Gadget | TecChannel.de

Das ist mal eine sinnvolle Idee:

SCHUKO – Steckdose und USB-Ladestation in einem – Gadget | TecChannel.de.

Leider ist ja die aktuelle Entwicklung der Technik oft wesentlich schneller, als das die klassische Elektroinstallation in Wohnungen und Häusern wirklich folgen könnte, einen Neubau würde ich nicht bei jeder Steckdose damit versehen wollen.

Für rund 35€ ist aber der Ordnung halber vielleicht die Anschaffung von 2-3 Dosen eine Überlegung wert. Im Bad oder hinter dem Kühlschrank wird man ja wahrscheinlich eher keinen USB Anschluss benötigen ;-) Allerdings wären 700 mA max. Strom für mein Tablett zu wenig, um gleichzeitig laden und arbeiten zu können. Für viele MP3 Player oder Telefone sollte das aber ausreichen.

Die Idee finde ich jedenfalls gut.

 

 


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