Die Zeit, die liebe Zeit …
Hat auch an dieser Stelle dafür gesorgt, dass der Inhalt dieses Beitrages im virtuellen Nichts verschwunden ist ![]()
Die Zeit, die liebe Zeit …
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Mit dem PR4402 kann man schon experimentieren Ich habe in diesem Artikel eine Schaltung mit dem PR4402 angesprochen, mit der aus einer Akkuspannung von 1,2V die benötigte Spannung für weiße/blaue LEDs von rund 3.1V erzeugt werden kann.
Bisher habe ich mich (fast) immer darauf beschränkt, mit diesem Schaltwandler oder Step-up-Konverter max. 2 weiße LEDs und einen Mikrocontroller zu versorgen.
Durch Blogleser Heiko (
) kam jetzt u. a. die Frage auf, wo wohl die Grenzen der Schaltung liegen, wenn man diese mit mehreren Leuchtdioden betreiben will, die einfach parallel am Ausgang liegen.
Da ich dieses „Spielchen“ bisher nicht bis an’s Limit getrieben habe, ist es nun Zeit für einen (schnellen) Test. Der Fokus liegt hier allerdings NICHT auf der maximalen Helligkeit, sondern mit welcher Anzahl an LEDs die Schaltung noch im Modellbau eingesetzt werden kann.
In diesem Bereich hat man oft den Effekt, dass voll ausgereizte Leuchtdioden ohnehin zu hell sind, eher ist Platzmangel das Problem. Also ist man versucht, möglichst viele LEDs mit nur einer Schaltung zu versorgen, genau das Ziel dieses Versuchs. Man möge mir den etwas schlampigen Versuchsaufbau verzeihen, soll ja nicht für die Ewigkeit sein ![]()
Schema der Wandlerschaltung, folgende Modifikationen bitte berücksichtigen:
L1 =4,7 µH, R1 entfernt bzw. überbrückt, Z-Diode D2 entfernt.
Oberseite des Step-Up-Wandlers. Da ich die Schaltung öfter einsetze, habe ich vor einiger Zeit einige Platinen fertigen lassen. Leider hab ich im Laufe der Zeit einige Bauteilanpassungen durchführen müssen, die Bestückung ist nun etwas improvisiert ![]()

Wenn es eine Oberseite gibt, existiert natürlich auch eine Unterseite ![]()
Kurze Übersicht über den kompletten Aufbau. Wie gesagt, alles auf die Schnelle zusammengebastelt.
Und wie hier schon zu sehen:
Maximal 8 LEDs sind bei dieser Art des Schaltungsaufbaus möglich. Nummer 9 ist auch noch aufgeleuchtet, allerdings mit deutlicher Reduzierung der Gesamthelligkeit.
Ich würde sagen, bei 8 LEDs liegt das Limit, wenn man die Schaltung nicht in die Knie zwingen will.
Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte bei 6-7 Stück bleiben. Die benutzten Leuchtdioden stammen übrigens aus einem Restpostensortiment, leider habe ich keine genaue Bezeichnung dazu.
Bisher haben alle Dioden aus dieser Serie aber immer mit 1-20 mA hervorragend funktioniert. Einzig bekannte Daten sind If = 20 mA, Uf = 3,0 V, Standardwerte eben. Ich denke aber, dass sich alle anderen ‚Normal 3V LEDs‘ ähnlich verhalten werden.
Zusammengefasste Daten:
Sicherlich alles ein wenig improvisiert, für einen groben Überblick sollte es aber ausreichen. Natürlich wird hier der PR4402 absolut jenseits seiner Spezifikationen betrieben, rechnet also durchaus ggf. mit negativen Ergebnissen.
Auch über die Lebensdauer kann ich nichts sagen, mir liegen bei dieser Beschaltung keinerlei Langzeiterfahrungen vor. Ich lasse den Aufbau allerdings mal in Betrieb, wenn’s Ausfälle gibt, kommt das selbstverständlich in den Blog.
Die Bauteile an sich sind nicht kritisch. Lediglich der PR4402 muss
natürlich eben dieser sein, andere Induktivitäten können den maximal
verfügbaren Ausgangsstrom der Schaltung reduzieren, siehe auch Datenblatt
zum PR4402.
Wenn man keine Platzprobleme hat, ist natürlich auch keine
SMD Technik notwendig. Ich habe diese Schaltung und diverse Modifikationen schon
mit allen möglichen Restmaterialien aufgebaut, fliegend und auch auf
Lochraster.
Lediglich der Ausgangskondensator sollte 1 µF nicht übersteigen,
sonst kann die Schaltung Probleme mit dem Anschwingen bekommen. Die Leiterbahnen sind so kurz wie möglich zu halten und nach Möglichkeit auf einen zentralen Massepunkt achten.
Ich bin mehrfach gefragt worden, wie ich die Anschluesse an diversen Akkus behandle. Da in den meisten Modellen wenig Platz ist, kann man eine einfache Halterung nicht verwenden, also bleibt nur löten.
Kontaktflaeche anschleifen (Minibohrmaschine mit Fraese, Trennscheibe etc.)
Angeschliffene Stelle verzinnen
Folgendes hat sich bei mir immer bewaehrt:
Vorzugsweise kein bleifreies Lötzinn
Hohe Temperatur auf den Loetkolben (400 Grad) geben
Eine Loetspitze, welche die Temperatur gut ableitet
Angeschliffenen Bereich am Akku verzinnen
Kabel und Kontakte die an die Akkus sollen vorher verzinnen
KURZ (!) aber beherzt und zügig löten!
Auf jeden Fall darauf achten, dass die Zelle nicht mehr Hitze abbekommt als nötig.
Die ganze Prozedur laesst sich so durchfuehren, das der Akku dabei bestenfalls warm wird, keinsesfalls so lange ‚rumbraten‘, bis man ihn nicht mehr anfassen kann. Mit ein klein wenig Loeterfahrung ist das eigentlich zu machen. Hat bisher bei mir mit allen Typen funktioniert.