Nur was macht man noch mit ihnen?
Aktuell ist bei mir die Lage eigentlich klar.
Mein Raspberry Pi 5 hat ja seinen (den) Job.
Der werkelt als privater Web-, Media- und Fileserver vor sich hin, hängt an einer M.2-SSD und macht im Großen und Ganzen genau das, was er soll. Schnell genug ist er auch, also alles gut.
Fast alles
Denn wie das mit Technik eben so ist, bleibt nach einem Upgrade nie nur Begeisterung übrig, sondern auch ein kleiner Haufen Altbestand mit beleidigtem Gesichtsausdruck ![]()
In meinem Fall heißt der Haufen nicht Elektroschrott, sondern Raspberry Pi 2 und Raspberry Pi 3.
Beide sind noch da, beide sind nicht kaputt, beide könnten im Grunde sofort wieder irgendetwas Sinnvolles tun. Der 3er hat sogar eine eigene USB-SSD, für alle gibt es eine Bluetooth-Tastatur und einen kleinen Full-HD-Monitor, falls der Fernzugriff mal wieder meint, heute lieber nicht. Es mangelt also weder an Hardware noch an gutem Willen.
Es mangelt an der entscheidenden Idee
Und genau das ist der Punkt, an dem solche kleinen Kisten irgendwann landen. Solange sie neu sind, hat man sofort tausend Pläne. Server hier, Freigabe da, Medienzeug, Testsystem, Spielwiese, ach komm, WordPress geht auch noch. Später steht dann das nächste Modell auf dem Tisch, macht alles flotter, eleganter und mit weniger Gebastel, und plötzlich sitzen die älteren Geräte da wie ausgelernte Fachkräfte ohne Einsatzplan.
Was eigentlich ziemlich unfair ist.
Denn wenn man ehrlich ist, können auch die alten Pis immer noch mehr, als man im Alltag wirklich braucht. Sie sind nicht nutzlos. Sie sind nur aus dem Rampenlicht gefallen, weil daneben jetzt ein 5er steht, der den dicken Max machen darf.
Der Pi 2 ist dabei so ein Kandidat, bei dem man fast automatisch unterschätzt, was er noch kann. Natürlich ist das kein Rennwagen mehr. Muss er aber auch nicht sein. Nicht jede Aufgabe im Heimnetz verlangt nach Raketenstart und Benchmark-Geschrei. Manches soll einfach nur still laufen und keinen Unsinn machen.
Der 3er hängt irgendwo dazwischen. Schon deutlich angenehmer, immer noch absolut brauchbar, aber eben momentan auch ohne festen Job. Und das ist fast der größere Vorwurf als jede technische Schwäche. Eine Maschine, die nichts zu tun hat, wirkt automatisch überholt, selbst dann, wenn sie es gar nicht wirklich ist.
Vielleicht liegt genau da der Denkfehler
Vielleicht muss ein alter Raspberry Pi gar nicht mithalten, sondern einfach nur eine saubere Aufgabe bekommen.
Einen festen Platz. Einen kleinen Dienst. Irgendwas, das dauerhaft Sinn ergibt und nicht nur für drei Tage nach guter Idee klingt.
Genau an der Stelle wird es bei mir gerade interessant. Ich merke nämlich, dass das Thema noch nicht durch ist. Im Gegenteil. Je länger die beiden hier herumliegen, desto mehr arbeitet es im Hinterkopf. Nicht laut, nicht mit großem Masterplan und ganz sicher nicht mit irgendeinem hypernervösen Youtube-Bastelgehampel, bei dem am Ende wieder drei Kabel, vier Adapter und ein halber Nervenzusammenbruch übrig bleiben.
Eher anders
Mehr in Richtung: Da liegt brauchbare Technik herum. Zu schade für die Schublade. Also muss da wieder was draus werden.
Nur was genau, das ist eben noch die offene Baustelle.
Der Pi 5 hat längst seinen Platz gefunden. Der 2er und der 3er warten noch darauf, dass mir für sie etwas einfällt, das nicht nur nett klingt, sondern im Alltag auch wirklich bleibt.
Und ich fürchte fast, genau daraus wird noch was. Also, irgendwann … praktischerweise heute oder morgen, weil … Geduld war noch nie meine Stärke ![]()
Nicht heute, nicht in diesem Beitrag, aber das Thema ist definitiv noch nicht erledigt.
Die beiden alten Dinger kriegen wieder Arbeit.
Ich weiß nur gerade selbst noch nicht welche ![]()
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Oftmals bekomme ich Anfragen zur Problemlösung rund um die gängigsten PC-Probleme. Vieles von Kontakten durch meine ehemalige Beschäftigung, noch mehr mittlerweile über diesen Blog hier.
