Wenn man Scheinwerfer, Leuchtstoffröhren, Flutlichter und solche Dinge im Modell simulieren möchte, können Doppelkern oder Doppelchip LEDs sehr gute Ergebnisse liefern.
Dabei stecken eigentlich nur 2 weiße LEDs in einem Gehäuse, lassen sich aber komplett einzeln ansteuern. In meiner KFZ Werkstatt kommen sie z.B. als Beleuchtung zum Einsatz, welche zwei nebeneinander liegende Leuchtstoffröhren simuliert.
Der Vollständigkeit halber habe ich in den Tagebuch PC noch einen Gehäuselüfter eingebaut. Habe ihn einfach aus der Grabbelkiste genommen, ohne genauer hinzusehen. Nach dem Einschalten hab‘ ich nicht schlecht gestaunt
Bin ja eigentlich kein ‚case modding‘ Fan. Aber gut aussehen tut’s schon
Der hart arbeitende Mechaniker in der Werkstatt schleift an der Karosserie eines alten Mercedes-Busses.
Rechts neben der kleinen Figur sind einige LEDs in verschiedenen Farben direkt in schwarze Kupferlackdrähte eingelötet. Bei aufgesetztem Dach sind diese vor dem grauen Boden so gut wie nicht zu sehen.
Weil ich mitunter recht kuriose Mails zu dem Thema bekomme, noch ein paar kurze Sätze zur Ergänzung des LED Artikels, das Ganze im ‚FAQ‘ Stil.
F:
Wie bekomme ich denn meine 2…3V an die LED, wenn doch der Widerstand davor ist?
A:
Hier handelt es sich um ein Verständnisproblem. Wenn ich nach dem Ohmschen Gesetz (U=R*I) den Vorwiderstand berechne, lege ich den Strom für die LED fest. Die entsprechende Spannung stellt sich quasi von alleine ein (Kennlinie Diode). Dabei hängt es von eben dieser Kennline ab, welche Spannung bei einem bestimmten Strom an der LED abfällt (bei einer grünen sind das eben typisch um 2V bei 15mA)! Habe ich nur eine Spannungsquelle von 1,5V, kann ich natürlich keine 2V an der LED erwarten. Stehen nur 12V zur Verfügung, werden bei richtiger Berechnung des Vorwiderstandes 10V am Widerstand, 2V an der LED abfallen. Je höher der durch den Widerstand festgelegte Maximalstrom, desto größer die Spannung an der LED. Ich bringe in den nächsten Tagen mal ein Beispiel zur Kennlinie
F:
Ich habe eine 12V LED gekauft, welchen Vorwiderstand muss ich nehmen.
A:
Mir ist keine (Standard) LED bekannt, die in diesem Bereich arbeitet. Ich vermute, es ist schon ein Vorwiderstand irgendwo in der Leitung montiert. Es gibt auch Versionen, die einen Widerstand im Gehäuse integriert haben.
F:
Kann ich eine LED direkt an 230V betreiben? Wie groß muss der Widerstand sein?
A:
Generell geht das, ja! Aber versuch das nicht nur mit einem Vorwiderstand, das reicht nicht aus! Und wenn Du nicht genau weißt, was Du da vorhast, LASS DAS SEIN! Finger weg von der Netzspannung, wenn Du kein ausgebildeter E-Fachmann bist!
Wenn ich mit dem Vorwiderstand 20mA festlege, wie viel verbraucht denn dann die LED?
A:
Wenn der Strom auf 20mA begrenzt ist, wird durch die LED nicht mehr fließen können. Oder habe ich die Frage falsch verstanden?
F:
Wie lange hält eine LED?
A:
Bei korrekten Betriebsbedingungen 10 Jahre und länger. Hier kann bei Herstellern die etwas auf sich halten, auch das Datenblatt bzw. die Spezifizierung der Serie weiterhelfen. In der Regel fallen LEDs aber nicht plötzlich aus, sie werden langsam immer schwächer. Ausnahmen bestätigen die Regel
Wieder mal eher was für mich persönlich. Das Foto stammt aus einem Projekt im Jahre 2005. Durchgeführt im BFW Oberhausen in der EGS 2. Sollte hier im Blog mal jemand vorbeischauen, der noch weiß was das ist, kann er sich gerne mal melden
Ich habe mal den Versuch unternommen darzustellen, wie hell eine LED bei welchem Stromfluss leuchtet. Die Kamera hat bei den Fotos leider nicht perfekt mitgespielt, trotzdem denke ich aber, das der Vergleich brauchbar ist.
Da die meisten Anfragen zu LEDs sich um den Bereich Roller/Auto drehen, nochmal der Hinweis:
Rechnet mit mehr als 12V, gerade wenn Ihr an das Limit der LED wollt! Im KFZ treten beim Laden mehr als 12V auf, es kann auch zu Spannungsspitzen kommen, die wesentlich höher sind!
Mit 15V als Berechnungsgrundlage ist man recht gut bedient. Will man die LED auch vor höheren Spannungsspitzen schützen, reicht ein Vorwiderstand alleine aber nicht aus, da muss schon etwas mehr Elektronik her!
In den vergangenen Tagen, ist mir mal wieder eine Platine in die Hände gefallen gedrückt worden, auf welcher zahlreiche blaue Leuchtdioden gleichzeitig leuchten sollten. Leider ist nach kurzer Zeit eine nach der anderen ausgefallen.
Klassischer Fehler war der Anschluss der Dioden in Reihe und ohne Vorwiderstand, direkt an die 12V Batterie im Fahrzeug.
Da mir dieser (und ähnliche) Fehler schon öfter begegnet sind, schreibe ich einfach mal ein paar Zeilen dazu. (Vorsicht: Auch viel Theorie )