Nozzle für den Colido D1315


Man freut sich doch immer, wenn etwas was schwierig zu finden war, endlich geliefert wird ;-)

Irgendwann bin ich auf die Idee gekommen, dass für meinen 3D-Drucker ja ein paar Ersatzteile bestimmt sinnvoll wären. Der mehrfache Kontakt zum Hersteller war, na sagen wir mal merkwürdig bis unproduktiv…

Jedenfalls bin ich den „Print-Rite“ Hinweisen auf diversen Teilen gefolgt und fündig geworden, mein Ersatznozzle ist da :-D Scheint zwar für den D1315 Plus zu sein, augenscheinlich dürfte das rein technisch aber egal sein, man wird sehen…

Ich weiß zwar nicht wie lange der Link nutzbar ist, für alle die vielleicht ebenfalls mal einen Nozzle auf Lager haben wollen, hier der Link zum Anbieter. Ach ja, alles zusammen rund 30€ ;-)

 

 

 

 

3D Drucker + Schubladenschrank = Ordnung

Wenn lange erwarteter Kleinkram endlich ankommt, ist dies ein guter Grund, mal wieder neu zu sortieren und Ordnung zu schaffen ;-)

 

 

 

 

Nicht ganz zufällig ist es dann günstig, wenn man sich einen kleinen Schubladenschrank gedruckt hat….

 

 

 

 

 

… und (mal wieder) damit beginnen kann, den Teilebestand auf einen aktuellen Stand zu bringen.

Der nächste Schrank ist schon im Druck, ich fürchte, da werden noch einige unzählige folgen :mrgreen:

 

 

 

 

 

 

 

Slic3r – Print Settings – „Layers and perimeters“

Die Einstellung „Layers and Perimeters“.

Nach meinem Blogbeitrag zu den Beispieleinträgen im „Slic3er“, kamen einige Fragen auf. Ich beginne mit diesem Eintrag hier nun einfach, (m)eine Deutung der Slic3er-Settings zu notieren.

Alles werde ich in einem Rutsch nicht schaffen, für Ungeduldige finden sich ja auch andere Internetseiten, die sich dieses Themas schon angenommen haben, vielleicht sogar direkt bei slic3r.org? ;-)

Ansonsten starte ich in der Reihenfolge der Einstellungen so, wie sie das Programm vorgibt (Version 1.2.2 – 1.2.9). Soweit ich das überhaupt kann, habe ich Antworten auf einige Fragen in Artikel einfließen lassen.

 Wichtig vorweg:

Fast alle Einstellungen beeinflussen das Verhalten anderer! Filamenttemperatur, Fördermenge, Schichtdicken und Geschwindigkeit – all dies spielt zusammen. Einen einzigen Tipp, der alle Probleme berücksichtigt, gibt es einfach nicht. Ebenso keine „All in one“ Einstellung. Der beste Weg ist es, sich eine einzige Einstellung zu erarbeiten und auf dieser, mit einem kleinen Testobjekt und vielen Versuchen, seine Erkenntnisse aufzubauen.

Übrigens, weil auch als Komplikation aufgetreten:

Mit dem Diskettensymbol kann die jeweilige Einstellung unter einem beliebigen Namen gespeichert werden. Dieses Setting muss auch zwingend VOR dem Slicen ausgewählt werden! Es nützt nichts, eine Einstellung zu verändern und mit einer anderen zu arbeiten.

 

Die Einstellungen:

Layer height

Dicke der einzelnen Schichten in der Horizontalen. Beim D1315 haben sich Werte zwischen 0,08 und 0,4mm als sinnvoll erwiesen. Er könnte runter bis auf 0,05mm, ich kann aber, außer einer längeren Druckzeit, keinen wirklichen Unterschied zu den 0,08mm dicken Lagen erkennen. Es ist natürlich auch möglich, daß ich einfach noch kein Objekt gedruckt habe, bei dem so feine Details notwendig waren. Über 0,4mm Dicke geht ohnehin nicht, mehr lässt die 0,4mm Düse nicht zu. Man muss eben abwägen, in welchem Zeitraum man welches Ergebnis erwartet. Ständer für Telefone oder Kopfhörer müssen theoretisch nicht besonders fein sein, bei Zahnrädern oder Gewindeteilen kann das ganz anders aussehen.

First layer height

Stärke der ersten Druckschicht.

Da der D1315 kein beheiztes Druckbett besitzt, hat er es gelegentlich gern etwas dicker. Mit 0,3 – 0,4mm hatte ich noch nie Haftungsprobleme, unterhalb 0,29mm mag es der Drucker gern ein wenig langsamer. Ein gut kalibriertes Druckbett, eine ausreichende Menge Filamentnachschub und etwas Gefühl für die Temperatur vorausgesetzt, gibt es eigentlich eher selten Probleme.

Vertical shells

Anzahl der Außenschichten.

Je mehr Schichten, desto dicker die Oberfläche des Modells Hier muss einfach vorher überlegt werden, wie grob oder fein das zu druckende Objekt.überhaupt ist. Eine dünne Wand von 0,5mm Stärke bei 0,4mm Düsenöffnung mit 4 Schichten zu drucken wird natürlich problematisch. Will ich aber am Ende, bei einem großen Modell vielleicht, noch etwas schleifen oder auch Löcher bohren, dann können auch 10 Umrundungen durchaus Sinn machen, das Modell gibt es eben vor. Bei einfachen Dingen komme ich meist mit 2 „Vertical shells“ aus, bei größeren überwiegend mit 3. Der Slicer berücksichtigt allerdings auch die Wanddicke und „denkt“ sozusagen mit. Wenn bei 1mm Wandstärke 4 „Vertikal shells“ ausgewählt wurden, reduziert er die Schichtanzahl trotzdem, um das Maß einzuhalten. Es ist mir noch nicht gelungen eine Wand zu drucken, die dünner als die 0,4mm Düsendurchmesser ist ;-)

Spiral vase

Spiralförmiges drucken.

Das Aktivieren dieser Einstellung setzt einige andere außer Kraft. Der Slicer wird damit angewiesen alles so aufzubereiten, daß praktisch mit einer einzigen Filamentspur das komplette Objekt gedruckt wird. Ein zylindrisches Modell würde, eben spiralförmig, von unten nach oben in einem Durchgang erstellt. Wenn man eine geeignete Vorlage nutzt, kann dies schon einiges an Zeit sparen, oft kann ich „Spiral vase“ allerdings nicht nutzen.

Horizontal shells

Das waagerechte Gegenstück zu „Vertical shells“, fast jedenfalls.

Hier kommt nämlich die eingestellte „Layer height“ zum Zuge. Da der Drucker in der Höhe die Schichtdicke variieren kann, ist es so möglich, in feineren Linien zu drucken. Eine 1mm starke Schicht würde bei einer „Layer height“ von 0,2mm eben in 5 Lagen gedruckt. Die untere Marke definiert der Drucker bzw. seine technischen Fähigkeiten (beim D1315 0,05mm), das Maximum der Düsendurchmesser, hier am Colido D1315 ab Werk 0,4mm. Ein vernünftiges Druckergebnis hängt auch sehr stark von der Filamentmenge ab, die während des Druckes zugeführt wird! Sehr oft ist die Qualität eines 3D-Druckes viel eher von der Filamentmenge, als der Schichtdicke abhängig.

Quality

Extra perimeter if needed

Wenn der Slicer erkennt, daß es durch die Vorgabe des Modells Lücken bzw. Löcher in den Wänden geben kann, fügt er selbstständig Schichten ein. Habe damit Unterschiede in schräg ansteigenden Wänden festgestellt.

Avoid crossing perimeters

Beim Druck das überqueren bereits erstellter Wände vermeiden. Macht gerade bei Druckern Sinn, die gerne bei Leerbewegungen Filament austreten lassen.

Detect thin walls

Zu dünne Wände werden erkannt und ggf. zusammengefasst, um druckbar zu bleiben. Habe bisher noch nicht wirklich herausgefunden, ob dies einen Unterschied macht. Vermutlich sind meine Wandstärken ohnehin immer ausreichend.

Detect bridging perimeters

Brücken sollen erkannt werden. Da dort wirklich in der Luft gedruckt wird, werden die Geschwindigkeit und die Filamentmenge angepasst und ein evtl. vorhandenmer Lüfter eingeschaltet.

Advanced

Seam position

Der Startpunkt zum erneuten Ansetzen einer Drucklinie. Es kann vorkommen, daß man innerhalb eines Modells erkennen kann, wo im nächsten Layer angesetzt wurde. Bei ungleichmäßigem Filamentfluss oder tropfendem Hotend vielleicht mal eine Linie, auch gelegentlich Lücken oder Punkte, durch unterschiedliche Ansätze ist da u. U. Abhilfe möglich.

Random

Zufälliger Punkt beim Ansetzen.

Nearest

Mit etwas Abstand starten, sinnvoll bei unsauber fortsetzenden Druckern. Kann allerdings auch zu kleinsten Lücken führen.

Aligned

Start dort, wo vorher unterbrochen wurde.

 

Zur Ergänzung

Aus Neugier habe ich mal folgendes getestet:

Ein ganz einfaches Druckobjekt (Foto links), drei Wände von jeweils 0,3, 0,6 und 0,9mm Stärke auf einer 0,8mm Grundschicht. (.STL Datei als Zip-Archiv: 03-06-09__08)

Erste Slicer-Einstellung:

0,4mm First Layer, 0,3mm Perimeter, jeweils immer 2 Schichten Top-, Bottom und Perimeter.

 

 

Zweite Slicer Einstellung:

0,4mm First Layer, 0,3mm Perimeter, jeweils immer 4 Schichten Top-, Bottom und Perimeter.

Ergebnis:

Beide Drucke waren absolut identisch. Beim Slicen achtet das Programm also unabhängig von der Anzahl der Lagen darauf, dass die Modellmaße Prorität haben.

Per Mail wurde mir von einem Leser das Gegenteilige Ergebnis gesendet, er hatte augenscheinlich bei „Vertikal perimeter = 6“ eine 3mm dicke Wand erhalten, welche laut Zeichnung nur 1,2mm stark ausfallen sollte. Dieses Ergebnis kann ich so nicht bestätigen, vermutlich spielen da, mir noch unbekannte, Zusammenhänge der Einstellungen ein Rolle.

Wie auch immer, dies sind so meine recherchierten, experimentierten und zusammengereimten Erkenntnisse zu den „“Layers and perimeters“ beim Slic3r. Vielleicht habe ich auch das eine oder andere nicht ganz korrekt gedeutet, solange meine Druckergebnisse am Ende passen, langt’s mir ;-)

Mehr demnächst!

 

 

 

 

 

Slic3r – Colido D1315 – Einstellungen

Gelegentlich schreibe ich ja auch Beiträge über den Colido D1315, also meinen 3D-Drucker. Seitdem finde ich überdurchschnittlich oft Fragen zu den Slicer-Einstellungen im Posteingang, traue mich aber nie wirklich, diese eindeutig zu beantworten.

Mit jedem neuen Druck findet sich eigentlich immer noch eine (virtuelle) Schraube, an der man drehen kann. Vieles ist absolut vom Modell und auch dem verwendeten Filament abhängig, anderes wirklich wieder von den Einstellungen in der Software und auch der Temperatur beim Druck.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich nutze Slic3r und stelle mal ein paar Screenshots von meinen Settings ein, mit denen ich bei einer Schichtdicke von 0,2mm als Ausgangspunkt gute Erfahrungen gemacht habe, Änderungen basieren eigentlich immer auf diesen Werten.

 

 

Grundsätzlich kann man für andere Schichtdicken auf diesen Einstellungen aufbauen, erfahrungsgemäß müssen bei dickeren Schichten die Filamentmengen unter „Advanced“ eher reduziert werden. Für die Geschwindigkeit sollte man nach dem Motto „feiner = langsamer“ vorgehen. Es ist eben doch vieles „Try & Error“, vielleicht hilft’s ja wem ;-)

 

 

 

 

 

3D Druck und Murphy

In der Regel bleibe ich, gerade beim Start eines 3D-Druckes, in der Nähe des Gerätes. Man weiß ja nie… Allerdings habe ich mittlerweile doch einiges an Übung, Fehlstarts gibt es eher selten, wird schon klappen.

Es sei denn, der Paketbote klingelt und ich muss schnell zur Tür… Dann, natürlich, geht’s von vorne bis hinten schief…

Ich brauchte eigentlich nur eine Motorhalterung, Optik fast egal, funktionieren sollte sie, also was „schnelles“. Prompt falsche Einstellung für den Slicer erwischt bzw. eingetippt (0,003 mm für erste Layer waren wohl doch zu wenig. Keine Ahnung, was ich eingetippt hab‘ :-( ), es schellt an der Tür, Druck beginnt gerade – das Ergebnis sieht man oben.

 

OK, im zweiten Anlauf alles soweit im grünen Bereich.

Neuer Merker an mich:

Schnell und Murphy = Lass das!

;-)

 

 

 

 

 

 

 

 

Software Colido D1315

Die mit dem „D1315“ mitgelieferte Software „Print-Rite 1.5.5“, ist nicht mehr die neueste.

Um nicht mit 3 neuen Baustellen beschäftigt zu sein, habe ich mich bis gestern mit eben dieser befasst.

Der D1315 ist aber nicht besonders gut bei den vorgefertigten Einstellungen berücksichtigt, das ist mit der Version „Print-Rite CoLiDo Repetier-host 2.0.1 for Windows“ besser geworden. Auf den ersten Blick scheint sich das komplette Druckverhalten gebessert zu haben, bestimmte kleinere Problemchen treten bisher nicht mehr auf.

 

Hier geht’s zu den anderen Beiträgen zum und vom Colido D1315 ;-)

 

 

 

Der Colido D1315 – (M)ein 3D-Drucker

Manchmal kommt man ja an ein Gerät, wie die berühmte Jungfrau zum noch berühmteren Kind, aktuell ein 3D Drucker.

Nun, OK – nicht ganz Kind und Jungfrau, aber fast…

Besitzen wollte ich so ein feines Teil schon länger, Geld ausgeben nicht zwingend. Zeit für eine umfangreiche Einarbeitung ist ebenfalls Mangelware, also eher etwas für die nicht so nahe Zukunft. Im häuslichen Umfeld habe ich natürlich schon laut genug gejammert erwähnt, dass ein 3D-Drucker ach so sinnvoll wäre, man kann seine Wünsche ja nicht unerwähnt lassen :mrgreen:

Irgendwie hat(te) mir die Thematik zuviel Bastelcharakter, was man so lesen kann, klingt für mich oftmals nach „Try & Error“. Andersherum ist so eine Fummelei ja genau mein Ding, dann bleibt noch immer das Zeitproblem. Was ich gar nicht mag, ist es einfach Dinge nachzudrucken, welche von fremder Hand entworfen wurden, selbst ist der Mann! Also steht auch das Suchen geeigneter Software und die Einarbeitung auf dem Programm, mit der man Druckbares hervorbringen kann.

Das war bisher mein Stand der Dinge in Sachen 3D-Druck. Wenn man allerdings plötzlich noch zwei Leute aus dem Familenkreise als Beteiligte, vor allem an den Kosten, neben sich sitzen hat, sieht die Geschichte plötzlich anders aus.

Kurzum: Die Wahl fiel auf den Colido D1315! (Die Anschaffung ist übrigens auch der Grund für die wenigen Blogbeiträge der letzten Wochen, ich war beschäftigt ;-) )

Natürlich kann ich so ein Gerät hier in Zukunft nicht unerwähnt lassen, im Gegenteil. Allerdings bin ich noch viel zuviel blutiger Anfänger, um hier Tipps oder Ratschläge zu geben. Ich kann zwar mittlerweile auf eine Reihe erfolgreicher Druckergebnisse zurückgreifen, auf eine Menge Misserfolge aber auch… Kurz: Das hier (samt dem sicherlich folgenden) wird weder eine Anleitung zum 3D-Druck noch eine Geräteempfehlung! Es wird einfach ein Bericht zu meinen persönlichen Erlebnissen mit dem Thema. Erfahrungsgemäß kommt man allerdings irgendwann an einen Punkt, an dem irgendetwas auftritt, was jemand anderem hilft oder wo man selber einen entscheidenden Hinweis erhält, wie auch immer.

Das Gerät und alles, was zu dem Thema gehört, wird einfach tagebuchmäßig aufgebaut und bekommt eine eigene Rubrik. Ohne Sortierung, ohne Planung der Berichte – eben so, wie ich es erlebe. Ansonsten kann ich später immer noch irgendetwas in Richtung „FAQ“ erstellen, man wird sehen.

Wer Interesse an meinen Erkenntnissen hat mag es lesen, vielleicht habe ich ja schon ein Problem verursacht, das jemand anderes noch nicht hatte :-D

Der Colido D1315

Informationen vom Hersteller, ich hoffe, die Links bleiben intakt…

Warum gerade dieser?

Ganz einfach: Er war der preiswerteste!

Mehr als Technische Daten der Hersteller vergleichen kann ich mangels Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten nicht, also habe ich das gewählt, was mir technisch sinnvoll erschien UND das bezahlbarste war. Nach doch reichlicher Recherche schien (und scheint) mir das Verhältnis Leistung und Preis OK, irgendwann kann man nichts mehr vergleichen, dann kauft man oder lässt es.

Einige Eckdaten lt. Hersteller:

Drucktechnik: Fused Deposition Modeling (FDM)
Druckabmessungen: 130*150mm (max. Durchmesser 130mm)
Genauigkeit ± 0.05mm
Filamentdurchmesser: 1.75mm
Düsendurchmesser: 0.4mm
Druckbett: PMMA Plattform, unbeheizt, Haftklebeband
Gerätemaße: 250*445 mm
Gewicht: 4.5 KG
Software: Repetier
Datenformate: ,stl, .g-code
Leistungsaufnahme: Max. 30W

Nicht zuletzt haben mich die 30W Leistungsaufnahme bei der Kaufentscheidung unterstützt, so ein Gerät arbeitet stundenlang und man finanziert mit der Stromrechnung schon genug Unsinn, den niemand braucht.

Das nicht beheizte Druckbett hat bisher keine Probleme bereitet, korrekte Justage des Druckers vorausgesetzt. Bisher habe ich, mehr aus Neugier, nur den mittleren Streifen des Haftklebebebandes einmal ersetzt, es sind um die 50 kleinere Objekte darauf entstanden. Da hält sich der Aufwand also in Grenzen. Natürlich habe ich keinen Vergleich zu den Varianten mit Heizung, bisher jedenfalls vermisse ich sie nicht.

Ein Display ist ebenfalls NICHT vorhanden, wurde bislang allerdings von mir auch nicht vermisst. Der steuernde PC steht direkt daneben, auf dem Bildschirm sehe ich alle Informationen, die ich aktuell brauche. Kann gut sein, dass ich mit steigenden Ansprüchen an den 3D-Druck mehr Komfort benötige, dann muss es aber vielleicht auch ein „dickeres“ Gerät sein.

Tja, soweit für den Anfang und ein kleiner Ausblick auf das, was hier im Blog demnächst kommt.

 

Hier geht’s zu den anderen Beiträgen zum und vom Colido D1315 ;-)

 

 

HP Deskjet 3636

Gerade bei Modellbauarbeiten kommt hier gelegentlich der Moment, in dem ein farbiger Ausdruck benötigt wird. Blöde nur, wenn in diesem Moment auffällt, dass der lange genutzte Drucker seine Funktion eingestellt hat.

Den alltäglichen Papierkrieg bestreite ich mit einem Laserdrucker, für Fotos und farbiges muss es allerdings schon ein Tintenstrahler sein.

Gut ist es dann, wenn man kurz darauf von notebooksbilliger.de zufällig das Angebot bekommt, den „HP Deskjet 3636“ näher zu betrachten. Ein Blick auf die Seite lohnt sich, es gibt noch einige Zusatzoptionen, mit denen man weitere Vorteile erhalten kann!

 


Der HP Deskjet 3636

Vorweg zunächst einige Eckdaten zum Gerät:

  • Funktionen: Drucken, Kopieren, Scannen, Wireless
  • Randloser Druck: Bis zu 210 x 297 mm (A4)
  • Verbindung: WLAN (Wi-Fi 802.11b/g/n), USB (2.0)
  • Nutzung über Mobilgeräte durch die „HP All-in-One Printer Remote Mobil-App“, Windows 10, 8/8.1, 7und Mac OS X v10.8 Mountain Lion, OS X v10.9 Mavericks, OS X v10.10 Yosemite.
  • Unterstütze Protokolle: HP PCL 3 GUI, PCLm (HP Apps/UPD), URF (AirPrint)
  • HP Instant Ink kompatibel
  • Auflösung: Bis zu 1.200 x 1.200 dpi (gerendert) Schwarzweiß; Bis zu 4.800 x 1.200 dpi (optimiert) in Farbe beim Drucken über einen Computer auf ausgewählten HP
    Fotopapieren (bei 1.200 Input-dpi)
  • Anzahl Patronen: 2 (1 schwarz und 1 dreifarbig), Druckkopf in Patronen integriert
  • Anzeige/Display: LCD

Mein erster Eindruck vom Multifunktionsgerät nach dem Auspacken ist gut, das Design des Druckers erinnert mich allerdings eher an etwas aus Star Trek, nicht unbedingt mein Geschmack. Ja, ich weiß, typisch Kind der 70er und 80er, Gutes muss auch eckig sein ;-)

 

Der Vorzug dieser Gehäusegestaltung ist aber ganz klar die kompakte Bauweise: Für ein „3 in 1“ Gerät nimmt der HP Deskjet 3636 erfreulich wenig Platz ein. Darüber hinaus empfinde ich das Material und die Verarbeitung als angenehm, nichts wackelt und die Klappen rasten sauber ein.

Beim obligatorische Entfernen der Transportsicherungen geht es flott von der Hand, im Prinzip muss alles raus, was aus blauen Befestigungsstreifen  oder brauner Pappe besteht :-) Im Zweifel ist für jeden Schritt eine hilfreiche Anleitung in gedruckter Form vorhanden!

Das mitgelieferte USB-Kabel, das Netzkabel und auch die beiden Tintenpatronen befinden sich in dem braunen Karton, der auf dem oberen Foto zu sehen ist. Entdecken kann man ihn, wenn die Klappe geöffnet wird, welche auf dem linken Foto noch leicht von der Pappe bedeckt wird.

 

Die Öffnung etwas detaillierter. Im Gegensatz zu meinen vorherigen Multifunktiosdruckern ist die Scaneinheit nicht hochklappbar, die Tintenpatronen werden hier von vorne eingesetzt.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass seit Öffnung des Kartons nicht ein Blick in den (deutschen) Abschnitt des mitgelieferten Manuals erfolgt ist, irgendwie war dies einfach nicht nötig. Nachdem nun alles montiert ist aber doch kurz mal das Heftchen bzw. das zusätzliche Faltblatt durchsehen… Nicht, dass beim ersten Start doch noch was schiefgeht!

So, jetzt aber! Stromkabel einstecken, auf dem Bedienpanel einschalten und warten. Es vergehen einige Sekunden, dann fährt die Halterung für die Tintenpatronen in die Mitte und wartet auf’s Bestücken. Patronen auspacken, Schutzstreifen entfernen und einsetzten. Links Color, rechts die Schwarze, mit leichtem Druck rasten beide gut und sicher ein. Klappe wieder zu, die Köpfe fahren hin und her, die typischen Geräusche eines Tintenstrahldruckers, alles übrigens gefühlt angenehm leise.

Der mechanische Teil ist nun erledigt, nun noch dafür sorgen, dass auch meine Computer mit dem Drucker Kontakt aufnehmen können. Die dem Gerät beiliegende Treiber-CD nutzt die Autostartfunktion, nach ein paar Sekunden beginnt der Installationsassistent seine Aufgabe, Administratorenrechte müssen möglich sein.

Da ich meine eigene umfangreiche Software zur Bildbearbeitung nutze, installiere ich nur die Teile des Softwareangebotes, welche mir zum Betrieb notwendig erscheinen. Viel kann dazu aber nicht geschrieben werden, es läuft alles völlig reibungslos. Allerdings kommt nun auch der Punkt, an dem ich froh bin, ein Notebook zu nutzen. Das Einrichten der Wifi-Verbindung muss nämlich einmalig mit per USB-Kabel verbundenen Geräten vorgenommen werden. Irgendwie hatte ich ja die Hoffnung, dass diese Aufgabe mittlerweile auch ohne Strippe erledigt werden kann, bei Wlan-Kameras geht’s ja auch ;-) Also Notebook in Richtung Drucker bewegen und verkabeln. Die Installationsroutine erkennt die Verbindung, weiter im Text.

Der Drucker sucht die verfügbaren Funknetzwerke und bietet sie zur Auswahl an. Wenn gewünscht, holt er sich die benötigten Daten aus dem angeschlossenen Computer, innerhalb einer Minute ist der 3636 per DHCP im Netzwerk vertreten.

Die „HP Deskjet 3636 series“ Software auf dem Computer. Von hier aus sind sämtliche Einstellungen, ein Status zu den Settings und auch der Scanner gut zu erreichen. Der Treiber bringt übrigens auch eine Twain-Quelle mit, sehr vorteilhaft, um direkt in diversen Anwendungen scannen zu können.

Hat man aus diesen Informationen (oder seinem Wlan-Router) die IP-Adresse des Druckers erfahren, lohnt es sich, diese im Browser einzugeben.

Das verfügbare Webinterface erscheint mir übersichtlicher, wahrscheinlich aber eher eine Gewöhnungssache.

Jedenfalls habe ich hier noch einige Einstellungen gefunden, die mir in der Software gefehlt haben. Vor allem die Möglichkeit, eine feste IP-Adresse zu vergeben, ist in meinem Heimnetzwerk schon sinnvoll. Unterm Strich ist die Einrichtung und Bedienung gut durchdacht. Die tägliche Nutzung ist nach der Installation sofort möglich, wer sich den Drucker besser „zurechtlegen“ möchte, findet einiges an Einstellungsmöglichkeiten.

Das Bedienfeld ist logisch aufgebaut, mit der unteren Taste wird der 3636 Aus- oder eingeschaltet.

Eine schnelle Fotokopie kann in Farbe oder Schwarz/Weiß über den jeweiligen Taster in der unteren Reihe gestartet werden.

Die beiden Knöpfe darüber dienen (links) der Wifi Direct und (rechts) der HP ePrint Funktion.

Darüber kann das Wlan aktiviert bzw. deaktiviert werden, beim Nutzen der „i“ Taste erfolgt ein Ausdruck der „Printer Information Page“, dem etliche Details entnommen werden können. Zuletzt noch das rote „X“ als Abbruchtaste, daneben der Fortsetzungsknopf, wenn es mal Probleme mit dem Papier gegeben hat.

Das LCD-Display schließlich informiert über den Wireless-Status, die Tintenfüllstände für die jeweilige Patrone und die Anzahl, der zu erstellenden Kopien. So oft die Copytaste gedrückt wird, so viele Kopien gibt’s.

Fazit:

Die Druckqualität entspricht dem, was man von einem Drucker erwartet. Durch die verschiedenen Papiersorten und auch Einstellungen ist eine generelle Aussage schwer, im Vergleich zu seinen Vorgängern sind die beim Testen gelieferten Druckergebnisse gut. Gleiches gilt für den Scanner, die eingelesenen Vorlagen entsprechen jeweils meinen Erwartungen. Da überdies noch die Qualität des Bildschirms und dessen Farbeinstellungen bei Vergleichen eine Rolle spielen, ist vieles ohnehin eher eine persönliche Wertung.

Der HP Deskjet 3636 ist ein Gerät, welches bei mir ein angenehmes Nutzungsgefühl auslöst. Keine großen Highlights, aber, und das vor allem, auch keine großen Probleme oder eine umständliche Einrichtung.

Wenn man den Gerätepreis von unter 60€ berücksichtigt, kann der 3636 kein Fehlkauf sein. Nach vielen Erfahrungen mit Einzeltanks bei diversen Druckern (und den dementsprechend fest verbauten Druckköpfen), bin ich froh, wieder ein Gerät nutzen zu können, bei dem mit jeder neuen Patrone auch die Druckdüsen erneuert werden. Geht hier mit der Tinte mal etwas schief, reicht in der Regel zur Problemlösung eine neue Patrone, man steht nicht ohne Gerät und Ersatzteile da.

Natürlich sieht dies bei Anwendern mit hohem Druckaufkommen anders aus, da kann der Einsatz von einzelnen Tanks für jede Farbe schnell richtig Geld sparen. HP hat eine reichliche Auswahl an Druckern für die verschiedensten Bedürfnisse, den passenden zu finden, sollte kein Problem darstellen.

Der Patronenpreis von rund 15-25€ pro Stück (je nach Füllmenge, Typ HP 302) ist nicht bahnbrechend, theoretisch aber erträglich. Da ich die Reichweite noch nicht kenne, bin ich bei solchen Aussagen zunächst skeptisch, die nächsten Wochen und Monate werden es zeigen. Da es noch viele weitere Möglichkeiten zur Nutzung des Druckers gibt, war dies sicherlich nicht der letzte Beitrag zum HP Deskjet 3636!

 

 

 

 

3D-Drucker mit Unibody-Rahmen für 179 Dollar angekündigt

linklogoDas Gerät dürfte dann einige Abnehmer finden:

3D-Drucker mit Unibody-Rahmen für 179 Dollar angekündigt.

 

Wenn ich allerdings mal so in die Vergangenheit blicke, war es mit den normalen Druckern ja nicht viel anders. Für meinen ersten Farbtintendrucker waren weit über 500 DM fällig und ich habe damals beileibe nicht zum Erscheinungstag gekauft …. :-D