Der PIC 12F675 Teil 1 – Grundsätzliches

Informationen zum Microchip PIC 12F675 

PIC © 12F675

Wie schon erwähnt, arbeite ich sehr gerne mit den ‚kleinen‘ PIC’s, vorzugsweise dem 12F675.

Es gibt sehr viele Fälle, in denen mehr Ports und Rechenleistung einfach nicht benötigt werden.

Die Blogeinträge zu diesen Themen sind noch nicht lange online, trotzdem kamen schon ein paar Fragen zu Chip & Co, ich werde also mal versuchen, ein paar Erläuterungen zum µController zu geben.

 

Vorweg:

Ich habe kein deutsches Datenblatt zur Hand und habe auch kein richtiges über Tante Google finden können, man kommt also nicht drumherum, sich das englische anzusehen. Größtenteils ist das aber nicht sehr schlimm, es geht in der Hauptsache darum, die Register zu kennen und die möglichen/notwendigen Einstellungen vornehmen zu können. Diese sind ohnehin teilweise so kryptisch bezeichnet, das Sprachkenntnisse an der Stelle wenig bringen :-D

Was braucht man, um den PIC zu verstehen? Hier zwei Links, die vielleicht helfen:

Was man im Hinterkopf haben sollte:

  • Direkt nach dem Einschalten sind alle Ports Eingänge, soweit möglich analog
  • Es ist nicht unbedingt ein externer Oszillator nötig
  • Einige Register MÜSSEN eingestellt werden, sonst geht i.d.R. nichts
  • Die Config Bits MÜSSEN gesetzt werden, per Programm oder Brennsoftware
  • Pin 4 (Reset) muss über einen Widerstand an +UB (5-20k)
  • Wenn mehr als ein paar mA benötigt werden, extern beschalten
  • Betriebsspannung (ca.) 2,0 – 5,5V
Mir ist klar, das es auch hier wieder Ausnahmen gibt. Wer so fortgeschritten ist, wird sich meine Starthilfen aber wahrscheinlich nicht mehr antun :-) und kennt die weiteren Möglichkeiten.

Was kann/hat der 12F675?

  • 8 Bit
  • max. 20MHz (4 MHz bei internem Oszillator +/- 1%)
  • A/D Wandler 10 Bit
  • 6 I/O Ports (5 bei normaler Resetfunktion)
  • Analogkomparator
  • 2 Timer (8- und 16 Bit)
  • 1k Programmspeicher, 64 byte SRAM, 128 byte EEPROM
  • max. 25mA pro I/O Pin aber NICHT mehr als 125 mA gesamter Port!

Hinweis für alle, die schon mit anderen PIC’s gearbeitet haben oder ein anderes Programm portieren wollen:

Es gibt im 12F675 keinen PORTA, PORTB etc., hier wird das I/O Register mit GPIO angesprochen, also z.B. mit ‚bsf     GPIO,5‘ um GP5 auf ‚H‘ zu schalten!
Bei meinem ersten Kontakt mit dem Chip habe ich mich da etwas schwer getan weil ich das schlicht übersehen hatte ;-)
Für alles weitere lohnt natürlich wieder der Blick in das Datenblatt.
Wenn man in seinem Projekt ohne A/D Wandler auskommt, kann man übrigens auch den PIC 12F629 benutzen. Er ist fast identisch zu programmieren, man muss sich nur um die unterschiedlichen Register rund um den A/D Wandler kümmern.
Anmerkung zum Artikel:

Wenn die ganzen Einträge rund um MPLAB, den 12F675 und die Programmierung noch umfangreicher werden, kommen alle Links zu den Beiträgen nochmal auf eine eigene Unterseite um alles besser wiederfinden zu können. Es kann auch sein, das ich bestehende Artikel erweitere, also auch gelegentlich in die älteren Beiträge schauen. 

 

Elektronische Lasten am Mikrocontroller / Offener Kollektor / Transistor als Schalter

Foto-AmpelImmer wenn ich einen Beitrag zum Mikrocontroller (wenn der eine größere Last schalten muss) schreibe, kommen Anfragen zum ‚womit und wie?‘. Im Prinzip bediene ich mich aber immer der gleichen Schaltung, nur mit angepassten Bauteilen.

 

Die meisten Controller arbeiten irgendwo zwischen 2,5 und 5V. Pro Pin sind meist weniger als 20mA maximaler Strom möglich, induktive Lasten sind auch so eine Sache. Wird ein ganzer Port benutzt, kann es noch enger sein. Meist kann dieser, i. d. R. 8 Ausgänge, nur mit max. 40mA belastet werden, diese müssen auf die einzelnen Pins verteilt werden. Einige LEDs kann man so vielleicht noch direkt über einen Vorwiderstand ansteuern, spätestens bei Motoren oder zahlreicheren Leuchtdioden ist aber Schluss. Hilft also alles nichts, es muss ein Verstärker eingesetzt werden, im einfachsten Fall ein Transistor. Um es nicht unnötig kompliziert zu gestalten halte ich mich in diesem Beitrag an die einfachsten Formen, sicherlich sind noch etliche Verfeinerungen möglich.

Hier und hier habe ich ja schon ein paar Worte zum Transistor auf das virtuelle Papier gebracht, die dort beschriebenen Vorgänge sind Grundvoraussetzung zum Einsetzen der folgenden Schaltungsform.

 

Ich nehme mal folgendes als gegeben an:

  • Betriebsspannung 12V DC.
  • zu versorgender 12V / 0,5A Motor, nur in eine Richtung laufend.
  • Ein beliebiger Mikrocontroller, der mit 5V versorgt wird, welche angenommen bereits vorhanden sind.
  • Maximaler Ausgangsstrom des Controller 20mA.
  • Ein NPN-Transistor mit B=100 und max. 1,5A Belastbarkeit (BD139 o. ä.).

Realisiert werden soll eine Schaltung, die bei einem ‚H‘-Pegel am Kontrollerausgang den Motor startet, bei ‚L‘ soll er eben einfach wieder stehen bleiben.
µC-Treiber--Im Bild die Prinzipschaltung.

+12V zum Motor, diese werden bei ‚H‘ am Controllerausgang (und somit der Basis des Tranistors) über den Motor nach GND durchgeschaltet – der Motor dreht sich. Die Freilaufdiode (rot) dient dazu, induzierte Spannungen vom Motor kurzzuschließen. Bei rein ohmschen Lasten wie LEDs oder ähnlichem braucht man sie nicht. Es genügt in diesem Falle übrigens eine Standard 1N400X oder ähnliches, bei höheren Strömen/Spannungen/Frequenzen kann etwas spezielleres erforderlich werden.

Besonderes Augenmerk liegt auf R1 bzw. R2.

R1

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Umstände gibt, unter denen es besser ist, die Basis eines Transistors sicher auf Masse bzw. GND zu legen. Der Wert ist nicht kritisch, es soll ja auch nicht unnötig viel Strom vom Controller geliefert werden müssen. Es geht eben darum, das im ‚L‘-Zustand des Controllerausganges die Basis vom Transistor auf GND liegt damit er nicht durchschalten kann. Im Alltagsgebrauch bin ich mit 10-100k gut ausgekommen.

R2

Sein Wert ist  abhängig vom B (Verstärkungsfaktor) des Transistors. Ist ‚B‘ im Datenblatt nicht zu finden, auch mal nach ‚hFE‘ sehen. Sinnvollerweise sollte der Transistor so weit aufgesteuert werden wie möglich. Man möchte ja die Energie optimal im Motor umsetzen, nicht in der Schaltung. Ausgehend von +5V am Controllerausgang bei „H“ und einer UBE von 0,7V stehen 4,3V an der Basis des Transitors zur Verfügung. Der Motor will 500mA an Strom, dies ist also das Minimum, was fließen soll. Es wäre allerdings Unsinn, jetzt den Stromfluss auf den Motorstrom zu begrenzen, die Spannung UCE würde ja auch wieder unnötig ansteigen und der Motor als Verbraucher bestimmt in diesem Fall sowieso den maximalen Strom. Um nun den minimalen Basisstrom zu errechnen, muss der Strom den der Controller liefern soll mit dem Verstärkungsfaktor multipliziert werden.

Soll also heißen:

Ich will min. 500mA für den Motor, besser ohne Begrenzung.

Der Transistor verstärkt x100, also müssen min. 5mA vom Controller kommen.

U=R*I -> die oben errechneten 4,3V / 5mA = 860 Ohm

Die ist also der maximale Wert, den der Widerstand R1 haben darf. Da aber der Transistor voll offen sein soll, muss der Basistrom noch höher sein. In diesem Falle spricht man im Allgemeinen vom Übersteuern, es wird mehr Basisstrom zugeführt, als für ein komplettes öffnen nötig wäre, z. B. +200%, also das Doppelte. Hier ist ein Blick ins Datenblatt des Transistors unerlässlich! Einmal für den Verstärkungsfaktor, zum anderen für den maximal zulässigen Basisstrom, ruinieren will man das Bauteil ja auch nicht. In der Praxis nehme ich immer einen Wert zwischen 220 und 470 Ohm, hat bisher funktioniert. Wichtig ist auch, dass der Transistor bei Übersteuerung langsamer wird. Das kann man aber getrost vernachlässigen, wenn man sich nicht im MHz Bereich bewegt. Bei allem, was das Auge erfassen kann allemal.

Ist (bei kleineren Strömen) der maximale Stromfluss erreicht, kann es sogar möglich sein, den Transistor ohne zusätzliche Kühlung zu betreiben. Bei den Universaltypen liegt die UCE übersteuert so um die 300mV. Fließen nun wirklich nur 500mA Motorstrom, sind das nach P=U*I 500mA*300mV= 150mW.

Dieser Schaltungstyp (Open Collector) eignet sich für sehr viele Anwendungen, in denen mit kleinem Steuersignal eine größere Last geschaltet werden soll. Man kann das ganze noch verbessern, indem statt des Transistors ein FET eingesetzt wird oder mit einer Brückenschaltung auch eine Umpolung ermöglicht oder ein Special-IC einsetzt oder, oder, oder… Die Frage ist einfach, wie viel Aufwand man für ein bestimmtes Ziel treiben möchte. Um ein paar LEDs blinken zu lassen, würde ich so simpel wie möglich planen, wenn Geschwindigkeit oder Präzision gefragt ist, entsprechend aufwändiger.

Fazit:

So ganz einfach kann ich das alles auch nicht beschreiben. Aber wenn man sich in den üblichen Hobbyanwendungen bewegt, führen ein BD139 oder BC548 (bei kleinen Strömen), R1=10k, R2=220 Ohm und bei Motoren eine 1N4007 als Freilaufdiode eigentlich immer zum Ziel. Bezogen auf 5V am Controller und 12V Versorgungsspannung für die Last. Evtl. möchte ein Motor auch noch einen Kondensator an seinen Anschlüssen sehen. Sollen LEDs angesteuert werden, die entsprechenden Vorwiderstände nicht vergessen, wie überhaupt natürlich darauf achten, dass Bauteile immer innerhalb ihrer Spezifikationen eingesetzt werden. Und wie immer VORSICHT bei elektrischen Basteleien bzw. wenn man experimentiert! ;.-)

 

 

Schwankende Helligkeit des Displays beim Lenovo 3000n200

lenovo_win7_artikelBisher kann ich zum Umstieg auf Windows 7 bei meinem Lenovo 3000n200 viel gutes berichten. Einer der wenigen negativen Effekte ist allerdings ein recht nerviges schwanken der Bildschirmhelligkeit während des Betriebes, egal ob am Netzteil oder Akku betrieben.

Rein optisch würde ich sagen, das Display wird immer zwischen 90 und 100% umgeschaltet. Diverse Versuche mit den Energie- und auch Nvidiatreiber Einstellungen haben genau gar keinen Effekt.

Eben habe ich aus einem anderen Grund in die Liste der auf meinem System laufenden Dienste gesehen, dabei ist mir die „Adaptive Helligkeit“ ins Auge gesprungen. Also mal testweise deaktiviert, bisher funktioniert es -> die Helligkeit bleibt stabil.

Zu finden unter:

Systemsteuerung / Verwaltung / Dienste / Adaptive Helligkeit

Beschreibung des Dienstes:

Überwacht Umgebungslichtsensoren, um Änderungen im Umgebungslicht zu erkennen und die Helligkeit der Anzeige anzupassen. Wird dieser Dienst beendet oder deaktiviert, wird die Anzeigehelligkeit nicht auf die Lichtbedingungen der Umgebung angepasst.

 




 

PC Decrapifier löscht vorinstallierte Testsoftware – Lösch-Tool für Demosoftware | TecChannel.de

Selber habe ich das Tool (noch) nicht getestet, einen Hinweis ist mir der Artikel aber allemal wert:

PC Decrapifier löscht vorinstallierte Testsoftware – Lösch-Tool für Demosoftware | TecChannel.de.

Bei manchen Herstellern müsste man eigentlich Geld beim Gerätekauf dazu bekommen, so viel Software ist vorinstalliert, natürlich kaum etwas, mit dem man etwas anfangen kann. Noch schlimmer finde ich die Demo-Versionen. Vielleicht hilft der ‚Decrapifier‘ ja, das entfernen zu beschleunigen. Bei privatem Einsatz ist die Software übrigens kostenlos.

T-Sinus 211 – DECT Anmeldung

Sinus211Alle paar Tage Jahre muss ich mal das/ein Sinus 211 Mobilteil am Router anmelden. Da im Manual kein Wort darüber zu finden ist, wie man das denn anstellen soll, notiere ich mir die Schritte nun (endlich) mal hier, so finde ich’s wenigstens wieder ;-)

Also, T-Sinus 211 an DECT-Basis anmelden:

  1. Basis nach Telefon suchen lassen und ->
  2. P-Taste drücken
  3. Wahlwiederholung drücken
  4. Im Display erscheint „_ _ _ _“, Basis-PIN eingeben
  5. P-Taste erneut drücken
  6. Im Display er scheint „–SUb–„
  7. Nach dem Quittungspiepen ist das Mobilteil bereit.

Wenn jemand übrigens eine Idee hat, wie man das selbe am „Dialon F10“ ausführt, wäre ich für einen Tipp dankbar!

 
 

 

 

 

Sieben Sünden beim Leiterplatten-Design

Entwicklungsplatine IrDiS - www.michael-floessel.deIrgendwann kommt ein (Hobby) Elektroniker mal in die Verlegenheit, dass er eine Platine fertigen lassen will oder muss. Geeignete Software gibt es im Netz, teilweise sogar kostenlos, wenn man einige Einschränkungen akzeptieren kann, welche bei kleineren Projekten meist ohnehin keine tragende Rolle spielen. Je nach Umfang, kann so ein Vorhaben auch schon einige Euros aus der Geldbörse ziehen, man sollte sich so gut wie es geht vorbereiten, Fehler sind meist nur mit viel Mühe zu beheben, wenn überhaupt. Elektronikpraxis hat hier (mal wieder :-) ) das Problem erkannt und Tipps erarbeitet, welche helfen können, Fehler zu vermeiden:

Sieben Sünden beim Leiterplatten-Design.

Ich habe selber schon erlebt, dass nach der Lieferung der Platinen auf einmal die Pads eines Bauteiles spiegelverkehrt sind, trotz aller Sorgfalt im Vorfeld. Das ist nicht nur ärgerlich, im schlimmsten Fall sind die PCB’s reif zur Entsorgung. Ebenso schön ist es, wenn eine Schaltung nur beim Labormuster funktioniert, nicht aber bei der gedruckten Schaltung. Schuld kann z. B. das Design der Leiterbahnen sein, vielleicht eine Einstreuung der Nachbarbahn oder eine Masseschleife? Ärgerlich allemal!

 
 

 

 
 

Microsoft Office gibt es jetzt für Android kostenlos | Androidmag.de

Ich muss zugeben, die richtige Software für Dokumente und ähnliches habe ich auch noch nicht gefunden, jedenfalls auf den Android Geräten. Als „Urvater“ der Office-Anwendungen hat sich Microsoft nun entschlossen, hier auch unter Android vertreten zu sein:

Microsoft Office gibt es jetzt für Android kostenlos | Androidmag.de.

Die Userbewertungen zeigen allerdings (Stand Ende März ’14), dass offensichtlich noch einiges an der App getan werden könnte. Ich selber kann leider noch keinen Bericht schreiben, auf dem Xperia™ Tablet Z steht mir das Programm (jedenfalls aus dem Google-Store) nicht zur Verfügung, auf dem Arc S wird arbeiten mit Dokumenten zur Herausforderung, der Bildschirm ist einfach zu klein und würde meine Meinung bestimmt nicht positiv beeinflussen ;-)

 
 

Google DNS-Server: Internet beschleunigen und Ping verbessern – NETZWELT

Einen DNS-Server braucht jeder, der im Internet unterwegs ist. Er sorg dafür, das aus den WWW-Adressen für den Computer verwertbare IP-Adressen zu erkennen sind. Wenn es beim eigenen Anbieter gelegentlich hakt oder langsam ist, mal der Tipp, den Hinweisen im folgenden Beitrag Beachtung schenken:

Google DNS-Server: Internet beschleunigen und Ping verbessern – NETZWELT.

Natürlich ist Google jetzt nicht der Dienst, der am sensibelsten mit Daten umgeht, aber im Vergleich zum Browser ist der DNS Server wahrscheinlich eher genügsam ;-) Die Google-DNS-Server sind unter den Adressen 8.8.8.8 und 8.8.4.4 erreichbar, ich werde in den nächsten Tagen mal antesten, ob’s was bringt.

 
 

Den passiven Tastkopf ohne Probleme sicher einsetzen

Wer elektrische Signale sichtbar machen möchte, kommt um den Einsatz eines Oszilloskopes kaum herum. Dabei ist ein Tastkopf Grundausstattung, ‚Elektronikpraxis‘ hat zu dem Teil einen informativen Text verfasst:

Den passiven Tastkopf ohne Probleme sicher einsetzen.

Bestimmte Effekte werden im Hobbykeller wahrscheinlich eher selten auftreten, ein verfälschtes Signal ist aber im Minimum ärgerlich, die ganze Messung ist ja dann u. U. für die Katz‘ ;-) Abgesehen davon kosten diese Messgeräte auch nicht wenig Geld, vernünftige Ergebnisse sind doch wünschenwert, oder? ;-)